Dienstags-Nachdenk-Input

Endlich wieder im Schwimmbad. So eine Woche Fortbildung ist klasse, aber es fehlt dann doch schnell die Bewegung. Hervorragend, am frühen Morgen nach geschaffter Strecke im Solebecken fünf Minuten rumzudümpeln, das ist nur im Winter für mich wirklich Spaß. Das Wasser dampft (weil sehr warm) und über einem der Sternenhimmel, hervorragend. Heimgefahren und dem Slow Juicer angeworfen, endlich wieder Obst und Gemüse en masse, das fehlt mir am meisten außer meinem Bett, wenn ich unterwegs bin. Irgendwie startet es sich mit Obst und Gemüse leichter in den Tag, finde ich. Vor allem, wenn es noch Spinat aus dem eigenen Garten ist.

Nachher heißt es, Tische zu dekorieren für die WeihnachtsglücksWERKstatt. Einmal im Jahr ist Geschichtenabend und der ist heute. Es werden zwei Damen zu Wort kommen – Selma Lagerlöff und Astrid Lindgren, nachdem wir letztes Jahr Pole Poppenspäler hatten und davor Adalbert Stifter. Gerade rechtzeitig zum ersten Advent hab ich es geschafft, die total grusligen Fenster zu putzen. Irgendwie kann ich keine Deko für Advent an dreckige Fenster hängen. Wobei ich beim Blick auf den Wetterbericht gedacht habe – den ersten Advent erlebt vermutlich kein Fenster sauber hier, aber jetzt ist es sauber. Wenn mir noch einfällt, in welcher Kiste die Fenstersterne sind, werde ich sie hinkleben.

So ein Tag hat viele verschiedene Botschaften bereit. Jemand besteht eine Prüfung nicht und ist am Boden zerstört – es ist nur eine Prüfung. Und ein Krieger des Lichts gibt seinen Traum niemals auf. Jemand möchte aus der Wohnung raus in die eigene Freiheit ziehen und alles, was er anschaut, ist ein Graus und jetzt die Frage: wie kann ich also innerhalb des Gegebenen Dinge verändern? Jemand ruft aus einer Klinik an und fragt, ob er dort bleiben oder flüchten soll, was ich nicht für beantwortbar halte ohne vor Ort zu sein. Menschen sind verzweifelt und traurig, wütend oder gut aufgestellt und das alles kommt hier bei mir an, braucht ein Ohr, ein Herz, ein Hinlauschen, ein Auffangen, ein Stabilisieren, ein  bisschen Hinterntreten – was immer eben im jeweiligen Moment die Aufgabe ist. Mal ehrlich – ist das nicht unglaublich großartig, meine Arbeit? Das ist so wunderbar, mit so vielen verschiedenen Menschen, Sorgen, Nöten und Fragen konfrontiert zu werden und am Abend mit hoffentlich vielen lieben Menschen zusammenzusitzen im Kerzenschein und Geschichten zu lauschen. Vielen Dank für euer Vertrauen.

Allen einen guten Start in einen energiegeladenen Marstag.

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