
Morgensterns Bild vom Strom der Zeit, in dem wir gleich Blumen schwimmen, unser Leben ein kurzer Augenaufschlag – er erinnert mich an die Tugend der Demut. Dien-Mut, die Kraft, sich mit allem, was man selbst ist und hat, in den Dienst des Lebens zu stellen, dem Leben zu dienen mit seinen Herausforderungen. Das Leben ist wirklich ein Wimpernschlag im Angesicht der Ewigkeit. Wie können wir in Anbetracht dieses Wissens so leben, dass unser Sein wie ein kleiner Sonnenstrahl in der Finsternis des Alls sein kann? Wo greifen wir hin und unterstützen, wenn wir sehen, dass jemand Hilfe braucht? Wo hören wir das Seufzen einsamer Menschen, das stille Sterben in der Natur und handeln in unserem kleinen Umfeld angemessen? Vielleicht müssen wir nicht auf den „großen Wurf“, den „Lebensruf“, den „Durchbruch“ warten, weil viele kleine Schritte, die wir in Güte, Freude, Liebe und Geduld tun, uns möglicherweise auf stille Pfade führen. Letztlich führen sie uns jedoch genau dahin, wo wir sein sollen – in unserem Leben mitten drin mit aller Wirkkraft, die uns möglich ist.
Für alle Faschingsmenschen – habt frohe närrische Tage. Allen anderen ein feines Wochenende!
Theresa hat die Polarlichter in Schweden fotografiert. Dankeschön!
