Uncategorized

Was uns gesund macht – Einladung zum Mini-Nautilus

Salutogenese fragt nach der Entstehung von Gesundheit. Gesundheit hat viele Wurzeln, neben der Genetik ist der Lebensstil wesentlich. Jede Wahl, die ich für oder gegen meine Gesundheit treffe, entscheidet, wie es mir geht. Es ist weniger schwaches Durchhaltevermögen, wenn Neujahrsvorsätze nicht langfristig umgesetzt werden, sondern tief liegende Überladung des Systems. Statt Aktionismus sind Pause, Regulation, Schlaf und Natur angesagt. Salutogenese beschreibt das Kohärenzgefühl, wenn wir in einer Situation Sinn erkennen, sie für bewältigbar halten und Verständnis entwickeln können. Wir haben mehr Schlüssel zur eigenen Gesundung in der Hand als wir meinen. Erster Schritt wäre: Innehalten. Einfach wahrnehmen, was gerade in dir ist. Bedürfnis nach Schlaf? Nach einem Spaziergang? Einer Tasse Tee, in Ruhe getrunken oder nach Action, Herausforderung? Nimmst du dich überhaupt wahr? Oder anders – nimmst du dich ernst? Wenn du Lust auf das Thema Salutogenese hast, schau mal: Am Dienstag, 13. 1., kannst du von 10 bis 11.30 Uhr, das Nautilusprojekt im ersten „Nautilus-Mini“ kostenfrei kennen zu lernen. Wir haben vier Termine mit ausgewählten Themen aus dem Kurs, so dass du ein bisschen reinspüren kannst, was wir in diesem Jahr miteinander machen. Thema: „Life Empowerment: Mit Salutogenese das Lebensschiff besser steuern“, kostenfreie Anmeldung hier: http://nautilus.seelengarten-krokauer.de/#minis

Einen wunderschönen Jupitertag für dich!

Anna war letztes Jahr in den Vogesen wandern war und hat das tolle Foto mitgebracht. Danke dir!

Schnell sein

Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am schnellsten auf Veränderungen reagiert.

Charles Darwin

Wir haben viel Luft nach oben. Natur macht uns vor, wie es geht: Eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig schützt und trägt, ist die beste Voraussetzung für Lebensfreude.

Dreikönig

Dreikönigstag – Feiertag in Bayern. Klassischer „Weihnachtsabräumtag“. Die Fenster werden von Dekosternen befreit, der Baum abgebaut, die gesamte Deko zurücksortiert und verstaut. Unser Draußentannenbaum ist im Ständer festgefroren, am Montag ist Baumabfuhr, mal sehen, ob er bis dahin aufgetaut ist. Wir nutzen die Zweige, um die Rosen abzudecken. Der Bruder wartet gespannt auf die Sternsinger.

Wenn die Fenster wieder frei sind, atme ich regelrecht auf. Deko ist schön, aber im Januar brauche ich klare Sicht und Licht, so viel es geht. Wie immer finden wir, nachdem alle Kisten fest verschlossen sind, irgendwo übersehene Dinge und quetschen sie dann zum Christbaumständer :-))))

Der Kater ist persönlich beleidigt. Die Krippe ist weg, damit sein liebstes Spielzeug – Moos aus der Krippe plus Jesuskind. Wir haben ihn mit Baldrianspray auf seinem Wurfsack bestochen, das Jesuskind ist auch gefunden. Ich kann endlich das Pflegebett wieder schieben, ohne millimeterweise zwischen Krippe und Deko zu jonglieren. Jetzt kann ich zwischendrin Gartenkataloge durchforsten und das Jahr draußen planen. Gefühlt beginnt der Sommer genau jetzt.

Einen feinen Wochenteilungstag dir!

Vorfreude auf den Sommer entsteht beim Anblick dieses kleinen Randstreifens am Goetheanum.

Beherzigung

Beherzigung

Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser sich zu treiben?

Soll er sich ein Häuschen bauen?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.

Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er’s treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, dass er nicht falle!

Johann Wolfgang von Goethe

Wem die Kräfte schwinden – Brennnesselsamen sind ein echtes Powerfood!

Verständnis, Sinn, Machbarkeit

Rilkes Gedanke, dass möglicherweise alles Schreckliche im Grunde das Hilflose ist, das von uns Hilfe will, taucht oft als Frage in mir auf. Ich glaube nicht, dass alles Schreckliche etwas in die Ecke Gedrängtes, Ängstliches, Ausgeliefertes ist, dem wir behilflich sein können. Es gibt vermutlich Schreckliches, das einfach nur schrecklich ist, wo man stumm zurückbleibt und auch nach Jahrzehnten den Sinn daran nicht finden kann.

Dennoch hilft mir das innere Bewegen dieser Aussage, wenn ich mit heftigen Kliententhemen in Kontakt komme. Wir können einen Teil des gehaltenen Raumes als Schutzraum für das Hilflose anzubieten, wenn es das möchte. Schlimmes, das Menschen angetan wurde, hat vielfach eine Generationen lange Geschichte, ebenso viele Ursachen im Außen wie im Inneren der Menschen. Manches kann man erfahren, vieles bleibt verborgen. Salutogenetisch können wir das Selbstmitgefühl des Betroffenen einladen; einen Sinn vielleicht darin erkennen, dass sein Survivor-System ermutigt werden darf, aus dem Überleben ins Leben zu kommen. Eher gelingt eine Form der Machbarkeit – ein Atemzug, ein Gewahrsein eines geschützten Raums in mir selbst, die Orientierung am Ort, an dem ich mich gerade befinde. Wir müssen das Hilflose im Schrecklichen nicht entschuldigen oder retten. Wir dürfen uns jedoch die Erlaubnis erteilen, aus unserer eigenen Hilflosigkeit kein Schreckliches erwachsen zu lassen, sondern den Mut, um Hilfe zu bitten und eine andere Wahl für unser Leben zu treffen. Vielleicht noch nicht schnell, sondern in dem Tempo, in dem es für uns möglich sein mag. Dann wachsen wir um das Schrecklich herum in unser Sein.

 

Theresa hat das Foto aus Kanada mitgebracht. Traumfutter für Buchfreunde.

Vielleicht …

Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.

Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter (Franz Xaver Kappus), vom 12. August 1904

In vielen Kulturen gelten Drachen als Glücksbringer. Danke an Steffen für das Foto!

Guter Start

Ein bewegender Jahresauftakt im Seminarreigen. Zwei Tage zum Thema Meisterschaft. Zwei Gruppen, ein Thema von zwei Ebenen her beleuchtet. Input am Morgen, intensiver Austausch am Mittag. Für die Menschen, die im ersten Jahr im Nautilusprojekt unterwegs sind, kristallisiert sich jetzt die Kraft der Übgruppe immer mehr heraus, die im zweiten Jahr entwickeln inzwischen selbst jede Menge weiterführende Übungen und suchen sich Herausforderungen zum Wachsen. So schön, die Wege begleiten zu dürfen und zu erleben, wie wunderbar jeder einzelne Mensch in seinen Qualitäten ist, eine Bereicherung für alle. Die eine Gruppe ganz homogen, die andere wild, bunt und unterschiedlich – so hat jeder Jahrgang seine Besonderheit.

Fazit: Nicht „viel reinfressen für den Dopaminkick“, sondern immer tiefer, weicher, zarter, achtsamer üben, denn die Tür zur Zukunft der Menschheit geht aus meiner Sicht zum Herzinneren auf.

Hab einen kraftvollen Start in deine Woche.

 

Stephanie hat die Schlehen fotografiert. Sie sind mit die ersten Blühpflanzen im Jahr und werden nach den ersten Frösten geerntet – die Kraft des gesamten Jahres steckt in ihnen. Perfekt für alle, die sich von Krankheiten erholen oder neue Kräfte aufbauen möchten. Hüllend als Schlehenblütenöl, kräftigend und stärkend als Ursaft oder Elixier. Danke für dein Foto!

Feuerkraft

Und bin ich in den Geistestiefen,

Erfüllt in meinen Seelengründen

Aus Herzens Liebewelten

Der Eigenheiter leerer Wahn

Sich mit den Weltenwortes Feuerkraft.

Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

Ein Blick zum Leuchter im Basler Unternehmen Mitte. Ein lebendiger Ort, an dem man wunderbar sein kann.

Hören oder frieren

Winter zum Jahresstart. Damit wir nicht aus der Übung kommen im Umgang mit Mütze, Handschuhen und Schneeschieber. Ich stelle fest – Hörgeräte, die mit Magnet am Kopf befestigt sind, sind bei Mützen gefährlich. Also entweder nix hören oder extra achtgeben. Checking behaviour vom Feinsten. Vermutlich halte ich es wie mit Gartenarbeit auch – wenn Mützen sinnhaft sind, höre ich halt wenig. Dann will ohnehin jeder gleich weiter, um „rechtzeitig heimzukommen, bevor wir eingeschneit sind“.

Da feiere ich heute und morgen den Start ins Seminarjahr im trockenen Studio. Ich sehe einen Greenscreen, eine Kamera, die Technik und das wars. Bis wir fertig sind, ist es dunkel. Die Themen der nächsten beiden Tage jedenfalls sind Freude pur für Geist und Herz – Masterpieces.

Ein schönes Wochenende für dich!

Bald ist auch die letzte Weihnachtsamaryllis verblüht. Bis dahin freuen wir uns an der Farbenpracht.

Rituale

Seit wir denken können, gehört das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zum Jahresstart wie Sauerkraut mit Knödeln, damit „das Geld nicht ausgeht“. Jede Familie hat ihre Routinen und Rituale, manchmal ist das der Kitt, der zusammenhält.

Für Menschen mit Handicap und Tiere sind Böller nicht das, was ihre Nacht gut macht, so saßen wir mehrere Stunden neben dem Bruder, der riesige Angst hatte und den die bunten Sternchen draußen in keiner Weise interessieren, wenn der Krach zu laut ist. So sehen es auch der Kater und ich. Wir sind froh, wenn alles vorbei ist und wir nur müde sind.

Heute Morgen gleich das Abenteuer pur – Würzburg im Schnee. Auf der Ebertsklinge, einem etwas steileren „Berg“ – liegengebliebene Autos. Der Gemahl fährt sacht durchs Chaos und erreicht den Gipfel oben mit nur einer Drehung. Manchmal denke ich „wow, der hat echt Nerven“. Hat er. Nie fällt mir die Qualität eines von Kindheit an gut regulierten Nervensystems auf wie in solchen Situationen. Was für ein Geschenk. An der Coregulation arbeiten wir noch 🙂

Allen einen tollen Start in ein für viele verlängertes erstes Wochenende 2026.

Tief atmen

Meeresluft kann nie schaden. Einfach mal durchatmen – beste Regulation fürs Nervensystem ever!

Danke an Theresa für das Foto aus Bornholm.

Abenteuerland!

Viele Nachrichten erreichten mich zum Jahreswechsel. Tenor: Ich weiß nicht, wo es hingeht im neuen Jahr. Ist das nicht einfach großartig? Wir wissen alle nicht, wo es hingeht, das macht das Jahr gerade so abenteuerlich und spannend. Wir haben Pläne und Visionen und das Leben hat vielleicht ganz andere. Worauf wird es ankommen? Auf unsere unglaublich geniale Fähigkeit, mit allem, was kommt, fertig zu werden, weil unser System das kann. Angst, Furcht, Sorgen gehören auch 2026 zu unserem Alltag, existenzielle Bedrohungen von Außen werden uns weiter zu schaffen machen, die Welt wird noch schneller, verwirrender werden, die Ambiguität des Lebens und der Welt nimmt zu. Es ist doch klar, dass uns vieles krass Angst macht! Das wäre auch seltsam, wenn all die Bedrohungen uns nicht in Panik versetzen würden! 2026 wird ein Jahr, in dem wir uns darin trainieren dürfen, immer wieder aus dem Panikmodus zurückzukehren in den Bereich, in dem wir ruhiger werden, die kleinen Schritte (wie durchatmen, einen Spaziergang machen, ein Glas Wasser trinken) unternehmen, die machbar sind und die Hand ausstrecken nach einem Menschen, der im Moment unserer Panik den Raum für uns beide halten kann, damit wir uns beruhigen. Je krasser die Welt wird, desto mehr bedürfen wir der Halt und Raum gebenden Menschen, in deren Liebe, Vertrauen und Ruhe wir uns hineinflüchten dürfen. Jeder ist dieser Raum UND die Panikperson. Erinnern wir uns ans Menschsein. Einen feinen ersten Tag im neuen Jahr für dich!

 

Das Leben erscheint uns oft so verzwickt wie dieses Schloss einer Kiste, die Sigrid entdeckt hat. Danke für das Foto!

 

2026er Wunsch

Möge dein 2026 so sein, dass du immer eine Bank im Grünen findest, auf der du zur Ruhe kommst, deine Gedanken sich beruhigen und sortieren und vielleicht die ein oder andere liebevolle Person neben dir sitzt und du weißt: es ist genau richtig, wie es ist.

 

Sigrid hat das Foto gemacht. Danke dir!

Mögen deine Wege auch 2026 behütet sein

Heute schließen wir das Jahresbuch 2025. Jeder von uns hat seine persönliche Bilanz dieses Jahres und wir sehen die Welt am Jahresende mit gemischten Gefühlen. So viele gute Dinge sind geschehen, wurden entwickelt, Ideen tauchten auf, die so viel Verbesserungen mit sich bringen. Auf der anderen Seite erleben wir nah bei uns Kriegsgeschehen, Kipppunkte im Klima wurden überschritten und KI krakt menschliches Bewusstsein unbemerkt immer stärker ein. Wir sind müde, überreizt und schnell aggressiv.

365 nagelneue Tage liegen vor uns wie ein neues Schulheft. Wie wollen wir sie füllen? Mit Sinn? Mit mehr Verständnis füreinander? Mit Neugier und Freude über die Schönheit dieser Welt, die uns Tag für Tag in der Natur vor Augen steht? Im Staunen über das Wunder des Lebens, das sich vor unseren Augen ausbreitet in Pflanzen, Tieren und Menschenkindern? Wo bleibt unser Vertrauen, wo unsere cokreative Fähigkeit, gemeinsam unglaubliche Lösungen für Themen zu entwickeln?

Einen guten letzten Tag im alten Jahr und einen möglichst ruhigen, friedlichen, lärmfreien Übergang in ein neues Jahr für dich und die Menschen, die dir am Herzen liegen.

 

Stephanies Foto zeigt einen erstaunlichen Durchgang in der Natur. So, wie wir hier auch nicht sehen, was dahinter liegt, ist der Silvestertag auch ein Durchgang zwischen einem alten und einem neuen Jahr. Mögen unsere Wege dahinter sonnenbeschienen und sicher sein. Danke für dein Foto!