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Naturwunder

Die Nächte werden frostiger und das ist gut für die Schlehe, ebenso wie für die Mispel. Beide Früchte können jetzt vollends ihre Kraft entfalten und nach ein paar Frostnächten gut geerntet werden. Schlehe blüht so zeitig im Frühjahr und ist mit die letzte geerntete Frucht, die gesamte Kraft des Jahres ist in ihr enthalten. Sie ist deshalb so hilfreich in der Rekonvaleszenz nach Krankheiten als Schlehenursaft oder Schlehenelixier, im Schlehenblütenöl hüllt sie auf zarte und dennoch klare Weise Schützenswertes. Es ist nicht leicht, sie zu ernten und zu verarbeiten, denn die Schlehe wehrt sich mit starken Dornen und bildet Hecken und ein unglaubliches Netzwerk, das undurchdringlich ist. Ich denke oft, dass die wahre Dornenhecke in Dornröschen vielleicht Schlehe oder Rosa Rugosa, die Kartoffelrose, gewesen sein könnte, weil beide für undurchdringlichen Schutz sorgen. Die Bündel aus Zweigen findet man manchmal in Gradierwerken wie in der Nähe in Bad Kissingen. Auch im Ikebanagesteck macht sie sich dekorativ.

Farbfreude

Wenn die Blüten im Garten bis auf die Reste der Lampionblume und der letzten Rosen und Astern verschwinden, freue ich mich über Sommerbilder wie hier die zauberschönen Glocken am Goetheanum. Wo bringst du heute einen Farbtupfer der Freude in dein Leben?

Zwangspause

 

Schüttelfrost in der Nacht. Leichte Sorge, ob ich mir einen Infekt geholt habe. Nein, zum Glück nicht. So ein Phänomen des „rien ne va plus“ kommt alle paar Jahre für ein, zwei Tage vor und sind mein Sicherheits-Bremssystem. Da ist sofort Absagen aller Termine angesagt und so habe ich es auch dieses Mal entschieden. Alles abgesagt bis auf Bruder versorgen und zwischendurch hinlegen und schlafen. An solchen Tagen merke ich, dass die Versorgung eines Schwerstbehinderten mit Pflegestufe 5 auch eine krasse Anstrengung darstellt, die täglich zu leisten ist und es einen Unterschied macht, ob ich einen Säugling wickle oder einen gelähmten erwachsenen Menschen und ich sehe, was sonst noch jeden Tag alles außenherum miterledigt wird. Auch typisch: Als hätte das Schicksal Regie geführt kommt ein innerfamiliärer Hilferuf, der gleich Unterstützung braucht, stirbt abends die Heizung und wir stehen da mit Wasserkocher und Heizlüfter, damit der Bruder warm bleibt in der Nacht. Heute ist nach der Heizungsreparatur plus X hoffentlich etwas Pause angesagt, damit die Batterien wieder laden können.

Allen einen freundlichen Wochenteilungstag!

Dankbar

Jedes Jahr ist es ein besonderer Moment, wenn alles Obst verarbeitet ist. Wir sind unendlich dankbar, dass wir Obst ernten dürfen – und in diesem Jahr wegen ausgefallener Apfelernte von lieben Menschen beschenkt wurden! – und mit unseren Obstbäumen beitragen, dass alte Sorten erhalten bleiben. Auf dem städtischen Grün vor dem Haus warten die Mispeln auf den ersten Frost. Das ist toll, die Stadt Würzburg sorgt so dafür, dass alte Obstsorten angebaut werden und das Wissen um diese feinen Früchte nicht verlorengeht. Wenige Menschen kennen Mispeln und wenn sie sie probieren, finden sie sie nicht fein, was daran liegt, dass sie zu dem Obst gehören, das erst Frost braucht. Vorher abreißen macht keinen Sinn. An diesen Obstarten (und vielem anderen) lernen wir anschaulich, dass alles seine Zeit braucht, um zu reifen und gut zu werden.

Einen kraftvollen Marstag!

 

Dieter hat das Erntefoto gemacht. Dankeschön!

Rogers und die Kunst des Spiegelns

Gestern war der Auftakt für unser Nautilusthema „Carl Rogers“ – für die nächsten Wochen werden sich die Inhalte der Lektionen um Spiegeln, Authentizität, Wertschätzung und Empathie drehen mit vielen Übungen für die Buddysysteme. Damit ist die Gruppe im zweiten Themenblock angelangt, der dritte wird sich ebenfalls mit verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten befassen. In einer Übung war zu spüren, dass es gar nicht so einfach ist, Gehörtes mit seinen eigenen Worten ohne Interpretation wiederzugeben. Das Wort Herzlauschen hat uns den Tag über begleitet.

Diese Woche werde ich ein Team in Backnang coachen, viele Klienten sehen und am Wochenende dann die angehenden Coaches durch das zweite Kurswochenende begleiten. Das ist ein umfangreiches und vielfältiges Programm, zwischenrein eine Beratung zum Thema Wärmepumpe. Mein Bedarf an Baustellen ist mehr als gedeckt, es ist dennoch ein Bereich, über den wir nachdenken.

Allen einen freundlichen Wochenstart, für viele auch der Arbeitsbeginn im vorletzten Monat des Jahres.

Licht aus Geistestiefen

Das Licht aus Geistestiefen

Nach außen strebt es sonnenhaft

Es wird zur Lebenswillenskraft

Und leuchtet in der Sinne Dumpfheit

Um Kräfte zu entbinden

Die Schaffensmächte aus Seelentrieben

Im Menschenwerke reifen lassen.

Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

Stephanie hat das lichterfüllte Foto in der Schweiz vor einigen Wochen gemacht. Danke für dein Bild!

Wat mutt dat mutt

 

An manchen Tagen muss es einfach mal das Backen der Lebkuchen sein. Die brauchen jetzt ihre Zeit bis Weihnachten, dann sind sie richtig fein. Natürlich halb – halb Zitronenguss und Schoko. Man kennt seine Pappenheimer.

Seelen-Wanderführer

Wanderführer für die Seele sind Märchen für mich. Sie sind unglaubliche Seelennahrung und geben uns Stärkung fürs ganze Leben mit. Am Mittwochabend waren Märchen eines der beiden Themen (Stille war das zweite), mit denen ich zu Gast in einer Selbsthilfegruppe war. Wir haben uns zwei Märchen intensiv angeschaut, Frau Holle und Hans im Glück, uns darüber ausgetauscht, welche Ebenen wir in diesen Märchen finden können und dass sie im Grunde tiefe Einweihungswege von Menschen beschreiben. Märchen spiegeln das tiefe Weisheitswissen eines Volkes wieder, weshalb ich es mag, wenn mir Menschen aus anderen Ländern Märchen ihrer Heimat mitbringen. Oft sind sie in Gesprächen die Brücke zur Frage, wo ich mich selbst beheimate und lösen einen ganzen Strom an Erinnerungen aus. Märchen verbinden uns mit erzählenden Großeltern, mit Geborgenheit und dem Geist der Heimat, die wir vielleicht verloren haben und sind somit auch ein Bestandteil der eigenen Lebensreise. Welches Märchen hat dich am meisten geprägt?

 

Mutter Erde in der Praxis wird von den Klientinnen und Klienten oft auch als „Frau Holle“ bezeichnet.

Halloween

Diese Woche ist Halloween. All Hallows Eve. Ein Tag, an dem sich die Schleier zwischen den Welten etwas weiter öffnen. An Michaeli haben wir uns Kraft geholt, die Drachen in uns anzugehen, nun zeigen wir außen unguten geistigen Wesen mit Kürbisfratzen und Kostümen, dass es bei uns von dieser Sorte Wesenheiten schon voll ist. Die Menschen stellten einst ihren Verstorbenen Essen auf die Fensterbank als Zeichen der Wertschätzung, es sind Tage und Nächte, in denen man gern auf sich und seine Lieben achtgibt.

Die alten Rhythmen und Weisheiten verlieren sich, der tiefe Sinn hinter dem Aller-Heiligen-Abend (die als stärkende Schutzkräfte den negativen Wesenheiten entgegentreten) ist einem Süßigkeitenfest gewichen. Wir erleben Mangel ans Angebundensein an die Atemprozesse der Welt und die Weisheit in der Abfolge der Jahreskreisfeste, ohne das benennen zu können. Natur ist entweder ein Supermarkt, den man ausräumen kann oder ein Sportplatz. Dass Heilendes heilig ist, Rituale uns verbinden mit anderen Menschen, der Umgebung und dem Jahreskreis, also dem, was wir wirklich als materielle und seelisch-geistige Wesen selbst sind, haben wir oft vergessen. Wir erleben selten Momente der Andacht in der Natur, der Demut vor der gewaltigen Schöpfung. Vielleicht ist das bewusste Beobachten an diesen Schwellentagen eine Einladung, wieder mehr in Verbindung zu kommen mit den Menschen, die vor uns auf dieser Erde waren und jenen, die nach uns kommen. Wo sind wir wertschätzende Nach- und Vorfahren, die behüten, wahren und erneuern auf allen Ebenen?

 

In alten Büchern finden wir manche Weisheit, vieles in Märchen, Sagen, Legenden und den Erzählungen der älteren Menschen über Bräuche und überliefertes Wissen – wie seit jeher. Theresa hat diese Folianten in Schweden fotografiert. Danke dir!

Natur

Die Natur ist zugleich Buch und Schrift, Märchen, Gemälde und Lied.

Johann Wolfgang von Goethe

Danke an Theresa für das Foto aus Schweden.

November-Gedanken

Der November-Newsletter ist soeben in die Welt geflogen, hier auch für dich:
Ihr Lieben,

Die Linie des Lebens
ist alles andere als gerade
manchmal ein breiter Weg
manchmal ein schmaler Pfad
manchmal steil manchmal ruhig
wie langsam fließendes Wasser.

Jeder Tag ist verschieden
vom vorhergehenden
und vom nachkommenden
jedoch voll von Überraschungen
und dennoch hat er seine
präzise Gesetzmäßigkeit
in jedem kleinsten Teilabschnitt.

Das Leben ist das größte Abenteuer
es ist die große Reise
es ist der große Weg.
Friedensreich Hundertwasser

Diese Zeiten sind so spannend, herausfordernd und jenseits jeglicher Komfortzone, ein Abenteuer, das wir alle derzeit erleben! Einerseits sind wir vernetzt, klug, wissen so vieles, andererseits verlieren wir ins in digitalen Echokammern, „Gleichgesinntenblasen“ und vermeiden permanent, die Welt wirklich anzuschauen aus Angst, dass uns Kriegsfratzen, der Weltuntergang und soziale Verrohung direkt anstarren. DAS ist die Welt, die wir alle derzeit erleben. Angst ist kein Ratgeber, der dabei hilft, ein ausgewogenes Leben zu leben.
Wir haben so viele offene Themen, dass es eine helle Freude ist! Polykrise bedeutet, es brennt nicht nur an allen Ecken und Enden, sondern das hier ist deine Einladung: Wo seid ihr, kluge Köpfe, besonnene Vermittler, freudige Ärmelaufkrempler, um für künftige Generationen einen ordentlich aufgeräumten und gut bewohnbaren Planeten zu hinterlassen? Wo sind die weisen Ältesten, die den kraftgesegneten Jüngeren den Rücken stärken, wo verbinden wir in unser aller Alltag Wissen, Weisheit, Klarheit und Ruhe mit Voranschreiten auf dem Lösungsweg?
Wir erleben eher Kritik, Klagen und Jammern und die Abwehrstrategie „ich hab xy (das Klima, die Demokratie, die Stromversorgung, die Wirtschaft, die Systeme) nicht kaputtgemacht“. Wir denken nicht gern darüber nach, dass wir Herausforderungen größerer Art gegenüberstehen, weil wir unsere Bequemlichkeit nicht verlassen und „lieber noch was chillen“ wollen.

Was ist ein Wunder? Wenn etwas geschieht, was wir bis dahin nicht für möglich gehalten haben.
Was ist möglich? Mehr als wir denken.
Was ist zu tun? Erst einmal innehalten. Stoppen des Gedankenkreisens, raus aus der Angstzone des „wir werden alle sterben“ (werden wir! Doch vorher leben wir). Fangen wir an, die richtigen Fragen zu stellen: Wo kann ich mich mit meinem Wissen, meinen Fähigkeiten und Talenten zum Wohl der Welt hinstellen? Wo werden meine Kenntnisse gebraucht? Wen darf ich unterstützen? Was ist mein Beitrag zur friedlichen Veränderung, Verbesserung, Korrektur alter Systeme, wie gelingt es, Freude, Frieden und innere Gelassenheit in mir selbst zu kultivieren, damit ich das in die Welt ausstrahlen kann? (Und freut euch vor, am 6. 12. startet unser neuer „Mitte stärken“-Kurs. Welcome!)
Das sind hervorragende Themen für November, finden wir und laden euch von Herzen ein, aufzubrechen in unsere gemeinsame Zukunft. Wer, wenn nicht du? Wann, wenn nicht jetzt?

Eure Herzwerker
Christine und Christoph Krokauer

Unsere Termine im November
Am 2. 11. werden wir einen wundervollen Online-Seminartag haben mit der Einführung in Leben und Werk von Carl Rogers, der für Empathie, Wertschätzung und Authentizität steht. Du möchtest gern dabei sein? Hier der Link zum Anmelden: https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-s02
Am 3. 11. bin ich als Coach zu Gast bei einem Tierheimteam und wir werden uns über „Gute Kommunikation“ und Teambuilding austauschen.
Am 8. und 9. 11. haben die angehenden Cardea-Coaches® ihr zweites Kurswochenende und befassen sich mit Stationen und Strukturen des Coachings. Dich interessiert diese Ausbildung? Mehr Infos unter http://nautilus.seelengarten-krokauer.de/
Unser letzter Aufstellungstermin in diesem Jahr mit dem Team ist am 23. 11. Verbindlich sind ein Vor- und ein Nachgespräch. Bitte schnellstmöglich hierfür anmelden. Aufstellungen mit Kissen, Brett und Zetteln sind in der Praxis jederzeit möglich! Gern anfragen.
Am Dienstag, 25. 11., 19 Uhr, findet im Foyer der Alten Synagoge Kitzingen der nächste VHS-Vortrag zum Thema „Licht in dunklen Zeiten“ statt. Ohne Anmeldung, an der Abendkasse wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben.
„Rapport“ ist der Fachbegriff für die Herstellung eines guten gemeinsamen Raumes für gelingende Kommunikation und Thema des für alle offenen Online-Kurstages am Samstag, 29. 11., 9 bis 16 Uhr im Rahmen des Nautilusprojekts. Wer sich dafür interessiert und mitmachen mag – gern, hier der Anmeldungslink: https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-s03
„Ars vivendi und ars moriendi – die Kunst des Lebens und die Kunst des Sterbens“. Im Mittelalter jedem geläufig, in unserer erstaunlichen Welt kaum bekannt. Am Sonntag, 30. 11., befassen wir uns in diesem für alle offenen Online-Seminar von 9 bis 16 Uhr mit dieser Thematik. Anmeldelink ist hier: https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-em3

Im Krankheitsfall bleib bitte daheim!
Aus gegebenem Anlass: Ich bitte höflich darum, dass Menschen mit grippalem Infekt, Magen-Darm und anderen ansteckenden Malesten davon Abstand nehmen, ihren Termin in der Praxis vor Ort wahrzunehmen, sondern – wenn überhaupt – auf online umswitchen. Der Grund: Ich pflege hier meinen schwerstbehinderten Bruder mit erheblich eingeschränktem Immunsystem und es gibt keinen Ersatz, wenn ich erkranke. Nach den negativen Erfahrungen des letzten Winters werde ich alle Menschen mit Krankheitssymptomen bereits an der Haustür nach Hause schicken. Mein Bruder kann sich gegen Viren nicht wehren, für ihn kann ein „banaler Schnupfen“ das Ende sein. Es gibt die Möglichkeit, den Termin in einem solchen Fall online wahrzunehmen. Es ist eine Frage des Respekts und der Umsicht anderen gegenüber, im Krankheitsfall Termine zu verschieben und zu genesen oder maximal online wahrzunehmen.

Sei dabei, stärke Körper, Seele und Geist! Vier Abende für dein Gleichgewicht
Überforderung, das Gefühl des aus der Mitte geraten Seins, Angst vor der Zukunft, Bedrohung durch KI, Kriegsgerassel und vieles mehr belasten uns. Über allem schwebt die Polykrise, angeführt vom Klimaproblem bis hin zum Zerfall der wichtigsten Systeme. Wir haben Sorge, dass wir all diesen Problemen nichts mehr aus eigener Kraft entgegensetzen können. Verständlich!
Allerdings nutzt es nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, mitzunehmen was geht unter dem Motto „nach mir die Sintflut“, sondern sich daran zu erinnern, dass Menschen Wunder sind – sie bewältigen auch schlimmste Krisen, indem sie sich an ihr tiefstes Menschsein erinnern und Hand in Hand Probleme cokreativ lösen.
Um uns innerlich neu einzunorden, zu stärken, der nervösen Hektik von außen Ruhe und Gelassenheit entgegenzusetzen, werden wir uns an vier Abenden von 19.30 bis 21 Uhr über die Wintermonate mit wunderbar kraftvollen Übungen für den Alltag und den Körper online treffen, um uns Kräftequellen zu erschließen. Wir folgen dabei dem achtfachen Pfad des Buddhismus und den Übungen, die Rudolf Steiner in seinem Vortrag „Nervosität und Ichheit“ zur Stärkung des Menschen vorgestellt hat. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich! Bitte die Bereitschaft mitbringen, sich vier Mal auf einen vielleicht ungewohnten Wahrnehmungs- und Übungsweg einzulassen.
Termine: 6. Dezember 2025, 17. Januar, 28. Februar und 21. März 2026 immer 19.30-21 Uhr (am 6. 12. bis 22 Uhr) online. Kurskosten für alle vier Termine: 160 Euro. Anmeldungen ab sofort möglich unter: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke

Neues aus der Praxis
Sehr viele schwerwiegende körperliche Diagnosen betreffen derzeit die Klientinnen und Klienten. Krebserkrankungen, Herz, neurologische Themen – teilweise mit erheblichen Konsequenzen für die Gestaltung des Lebens. Das ist der eine große Themenbereich.
Ein anderer betrifft Menschen um die 40, die zwischen Berufsalltag, Familienbelastung und Zukunftsangst ihren Weg versuchen zu gehen und mentale Unterstützung suchen, weil oft die Eltern die Rolle von Mentoren nicht einnehmen können oder wollen. Das ist eine wundervolle Aufgabe, in die ich da mehr und mehr hineinwachse mit Freude.
Der dritte Bereich, der derzeit zunimmt, sind die jungen Menschen um die 20, die zwischen Schule und Zukunft eine Lücke erleben. Wo früher FSJ oder Zivildienst eine Option waren, ist das heute anders gelagert und die Frage treibt um: Wer bin ich jetzt und was ist mein nächster Schritt in ein mehr selbstständiges Leben? Viele junge Menschen fühlen sich allein gelassen, nicht gesehen und mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert, ihre Not, oft auch ihre Wut werden nicht wahrgenommen.
Um die Jahreszeit nehmen Erschöpfung und depressive Verstimmungen naturgemäß zu und neu ist auch die Angst, die derzeit umgeht vor der Entwicklung auf dem Planeten.
Alles in allem arbeite ich also in allen Fällen daran, eine lebbare und mögliche Zukunft mit den Menschen in der Praxis zu gestalten – wundervoll, mutig und oft sehr tapfer werden die Wege beschritten.

Zahlungsmoral: Wir bitten höflich darum, die Rechnungen zeitnah zu überweisen. Meine Aufgabe ist die Arbeit mit Menschen, nicht, an Selbstverständlichkeiten zu erinnern. Danke.

Termine: Am einfachsten geht es per Mail an christine@seelengarten-krokauer.de
Sei von Herzen willkommen. Bei mir findest du einen geschützten Raum, Ruhe, offene Ohren und ein offenes Herz.

Neues aus dem Coaching
Teams! Die einen vermissen wertschätzende Kommunikation, die anderen haben einen Graben zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden, die dritten verlieren sich immer mehr in ihren jeweiligen Themen-Bubbles und verweigern den Austausch. In den persönlichen Coachings geht es um On- und Offboarding-Prozesse, also das Ankommen und Hinausgehen aus Arbeitsfeldern (manchmal auch die Übergänge in und aus dem Beruf) und immer stärker um die Frage: Wie kann ich mich gut für diese wilden Zeiten aufstellen? DAS ist ja nun mein allergrößtes Lieblingsthema und deshalb sind diese Gespräche etwas Besonderes, denn darin öffnen wir die Büchse der Zukunft für den Einzelnen UND die ganze Welt, weil alles verbunden ist.

Terminvereinbarungen für die Praxis/Coaching
Bitte per Mail an christine@seelengarten-krokauer.de
Ansonsten bitte gern auf den AB sprechen, DANKE. Termine nur nach Vereinbarung!

Seelchen können Türen öffnen
Das Seelchen ist ein Gutschein für eine Coachingstunde, das kannst du herunterladen, ausdrucken und verschenken. Hier findest du das Seelchen: Klienteninformation – Seelengarten (seelengarten-krokauer.de). Es wird erst nach dem Stattfinden der Stunde berechnet.

Testimonials – Dankeschön!
https://www.seelengarten-krokauer.de/testimonials/
Du magst auch gern etwas über uns sagen? Gern! Einfach mailen. Ich freue mich über jedes Testimonial.

Foto: Stephanie Heger

Aufräumen

Es stürmt. Die Menschen sind unruhig. Bei vielen kommen Themen hoch, die noch nie zur Sprache gebracht worden sind. Kindheit, die nun angeschaut werden will, weil nun, 30, 40, 50 Jahre später, Erkenntnisse aufploppen, die mit diesen frühen Jahren zusammenhängen können. Streitende, schreiende überforderte Eltern. Liebesentzug, ungerechte Behandlung. Gewalt auf vielen Ebenen. Nicken, wenn die Rede auf Teppichklopfer und Holzkochlöffel kommt. „War ja damals überall so.“ War es das? Ist das eine Entschuldigung, eine Beschwichtigung, ein „auf alle verteilen, damit es weniger schmerzt-Ding“?

Was jeder Mensch erlebt und wie er es verarbeitet ist unglaublich unterschiedlich. Das eigene Erleben und Erinnern in Worte fassen nach Jahrzehnten, in denen unsere Gedächtnisinhalte immer wieder überschrieben worden sind, ist kompliziert. Welche Bedeutung hat das für mich mit über 50, 60, 70? Was davon mag angeschaut, benannt, bezeugt werden? Welcher Umgang damit hilft dem Menschen jetzt weiter?

Ich erlebe die Arbeit mit Menschen in vielen Bereichen als Aufräumen, in ein befriedetes Verhältnis kommen. Wenn wir mehr inneren Frieden in uns tragen, können wir mit Unfrieden im Außen besser klarkommen, müssen ihn nicht vermehren, sondern den Blick auf das weiten, was im Großen auch angeschaut, benannt, bezeugt, gewürdigt und heil werden mag. Oder, wie gestern ein sehr junger Mensch meinte: „Der Mist könnte auch ganz anders gewesen sein und ich erzähle mir die ganze Zeit eine total bescheuerte Geschichte, bis ich sie selbst glauben muss.“ Wow.

 

Wie ein Engel tanzte das Polarlicht über Schweden. Theresa hat das krasse Foto gemacht, Dankeschön!