Von Helden und Wundern

Im Studium notierte ich mir den Satz „Wirf den Helden in deiner Seele nicht weg“. Er berührte mich, weil er die Idee vermittelte, dass wir einen Helden in der Seele haben und wenn es darauf ankommt, darf er zum Tragen kommen. Der Satz war wichtiger als ich dachte, er trug mich oft durch schwierige Zeiten, die leichter waren durch das Wissen – es gibt etwas in mir, das kann Heldin werden. Viel später entdeckte ich Rudolf Steiners Aussage „Ich kann in mir die Kraft finden, einen höheren Menschen aus mir erstehen zu lassen!“ Beide Männer meinten etwas anderes mit ihren Aussagen und doch waren sie aus verschiedenen Ecken EIN Fingerzeig: Es liegt immer an mir, ob ich die Kraft aufbringe, mich weiterzuentwickeln, mich immer wieder neu zu erfinden oder das Vertrauen wachsen lasse, dass ich, wenn es darauf ankommt, zu meinem Wort stehe, über mich hinauswachsen darf. Ich finde das nach wie vor wunderbar. Deshalb kommt heute das entsprechend ausführlichere Hoffnungszitat unseres 19. Türchens von Friedrich Nietzsche: „Aber bei meiner Liebe und Hoffnung beschwöre ich dich: Wirf den Helden in deiner Seele nicht weg! Halte heilig deine höchste Hoffnung!“

 

Und falls wir heldenlose Tage haben – glauben wir durchaus an Wunder. Man kann überall ein Einhorn finden, wenn man bereit ist, es zu sehen. Pia hat dieses hier in Schottland überraschend entdeckt. Danke für das Foto!

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