Montags-Nachdenk-Input

Am heutigen Sonntag war FührungsKRAFTseminar. Das ist jedes Mal ein besonderer Tag. Es geht nicht um Instrumente des Delegierens, Kommandierens, der Kommunikation at its best. Es geht mir um etwas ganz anderes – um innere Führung, Selbstführung, um das, was man mit dem Team erreichen will, also letztlich wieder um die Frage nach Visionen und Zielen.

In der Therapeutenausbildung am Samstag war das Thema Vision auch kurz angedacht, doch daraus wurde eine längere Diskussion. Offenbar haben Menschen heute Probleme mit Visionen. Eine Vision ist kein Traum, auch kein Ziel. Es ist ein innerer Herzensleitstern, dem wir folgen, um der Mensch zu werden, der wir sein sollen. Es geht nicht um drei Kilo weniger oder „sich selbstständig machen“, sondern um den inneren Auftrag, den wir auf dieser Welt erfüllen sollen. Heutige Menschen sitzen oft da und haben den Kontakt zu ihrem Seelenleitstern verloren oder, was dann wirklich traurig ist, sie wollen es gar nicht wissen und erklären, sie hätten mit der Erreichung ihrer Ziele schon genug zu tun. Die Welt ist nur mit einer guten Vision zu retten und Zielen, die umsetzbar sind.

Ich glaube, es war Thit Nhat Hanh, der gesagt hat, Entscheidungen seien einfach zu fällen mit Hilfe von zwei Fragen: Ist es gut für mich und ist es gut für den Planeten? Ein Ja reicht nicht, es braucht beide Jas, dann passt es. Wir können die Fragen nicht mehr anders stellen. Gerald Hüthers zwei Fragen sind aber auch spannend – wer wir sein wollen und wozu wir leben. Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, was wir in der Therapie mit Menschen erarbeiten, aber auch, was Bestandteil von Führungsqualität sein sollte, denn stets geht es darum, Menschen zu unterstützen, sie selbst zu werden und ihrem Leben einen tiefen Sinn durch ihre Arbeit, ihre Art zu leben, ihr Sein zu verleihen.

Morgen Abend wird es an der VHS Igersheim um 19.30 Uhr  um das Thema „Froh zu sein“ gehen, darauf freue ich mich sehr und wer sich mit der Frage befassen mag, was wir selbst tun können, um gut zu leben, um gut für uns zu sorgen und wie es gelingen könnte, eine Kultur des Wir statt dem destruktiv-krankhaften Ego, wie wir es heute an jeder Ecke erleben müssen, ist herzlich eingeladen am 5. und 12. Februar in die Alte Synagoge in Kitzingen. Für die VHS-Veranstaltungen bitte direkt bei der VHS Igersheim bzw. Kitzingen anmelden. Herzensdank!

Und wen die Frage „wozu lebe ich“ umtreibt Richtung „Um mit Menschen zu arbeiten“, könnte Interesse an der Ausbildung zum Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie haben. Probeunterricht ist diesen Freitag um 16 Uhr möglich, das ist auch der letztmögliche Termin, der Kurs startet dann am 15. März. Bitte kurz Bescheid geben, wer mit dabei sein mag.

Allen einen guten Start in eine spannende Woche mit Antworten auf die Frage: Wer bin ich? Wozu bin ich auf dem Planeten? Manchmal können wir auch von 16 Jahre alten Mädchen inspiriert werden, die Mut zeigen und schon früh im Leben die Fragen für sich gut beantworten können. Respekt.

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