Mittwochs-Nachdenk-Input

Die Felsen begrenzen unseren Blick, sie rahmen das Meer ein, verheißen, dass es rechts und links weitergeht, aber sehen können wir es nicht wirklich. Vielleicht alles ein Fake?

So ist es mit unserer Sicht im Leben auf alles. Wir haben IMMER und in jeder Frage eine begrenzte Sicht, denn wir können nur sehen, was innerhalb unserer Möglichkeiten liegt. Diese sind naturgemäß begrenzt. Durch unser Wissen, durch unsere Erfahrung, unsere Zeit, in der wir aufgewachsen sind, alles Mögliche. Wir sehen nie die Welt, wie sie ist, sondern so, wie wir sie zu diesem Moment sehen können. Morgen sind wir schlauer und sehen mehr, so einfach ist das.

Deshalb wäre es angemessen in Zeiten wie diesen, weniger Fachmann sein zu wollen, denn letztlich wissen wir wirklich nichts von den meisten Dingen. Hetztiraden, Hass, Quarantänekollerauswüchse – das bringt keinen weiter.

Bleiben wir ruhig. Diejenigen unter uns, die diese Zeit als Stillstand, Ruhe, Pausenmoment erleben – nutzt diese Pause, denkt nach, sortiert euer Leben neu, fragt euch, wozu euch diese Momente nutzen können. Diejenigen, die durch Kinderbetreuung, Arbeit, was immer Horroralltage erleben – versucht, die Listen abzuarbeiten und wo es möglich und vertretbar ist, Dinge liegen zu lassen. Versuchen wir, andere nicht von unseren Erkenntnissen zu überzeugen, sie können morgen hinfällig sein. Bleiben wir offen, bleiben wir im Herzen wahrnehmungsfähig für Sorgen und Nöte der anderen und für das, was jetzt wirklich not-wendig ist. Alles andere ist Menschen wenig würdig.

Allen einen beweglichen Merkurtag.

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