Magic Zone

„Im traurigen Monat November wars“, so beginnt Heinrich Heines Werk „Deutschland, ein Wintermärchen“. Darin schildert er eine Reise in das Heimatland und die Konfrontation mit dem, was ihn an seinem Land nicht gefällt.

Der November wird bei Heine traurig genannt, oft höre ich „grau in grau“ und anderes. Vielen fällt der November schwer und ich fürchte, durch die Situation in diesem Jahr wird das noch mehr erschwert. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns nicht beirren lassen auf unserem Lebensweg.

Wir erleben in diesem Jahr etwas, das wichtig ist: Wir sind gezwungen, aus der Komfortzone herauszutreten, wir können nicht drin bleiben und alles ignorieren. Ob wir wollen oder nicht müssen wir jetzt Flexibilität zeigen, üben, uns an neue Gegebenheiten anzupassen. In jedes einzelne Leben hinein ergreift uns der Wandlungsprozess. In der Komfortzone gibt es keine Entwicklung und wie saturiert wir in vielen Dingen sind, erleben wir nun gut gespiegelt.

Die magic zone, das Abenteuerland, beginnt weit (weit!) hinter der Komfortzone. Die Zeiten bringen uns zum Nachdenken, zum Verändern, zum Andersdenken. Es ist die Zeit der nüchternen Bilanzen: Was trägt, was bleibt, was muss gehen, was ist nicht zukunftsorientiert, würdevoll, menschenliebend und verantwortungsbewusst? Es ist die Zeit, in der wir unsere A-B-C-Schemata verlassen. Aus A folgt nicht mehr B und C. Die Probleme unserer Zeit sind nicht einfach lösbar. Da gibt es kein richtig oder falsch, denn ein gefühltes Richtig kann falsch sein, weil x andere Gesichtspunkte nicht auf dem Schirm waren. Deshalb kann ein einzelner Mensch heute die Komplexität von Prozessen oft nicht mehr wahrhaft abschätzen und entscheiden, es braucht Teamarbeit, Austausch, Miteinander, Kommunikation. Es geht nicht mehr um „wenn …. xy erfüllt ist, dann reden wir miteinander …“, sondern um die Überwindung der zahllosen Gegensätze zwischen Menschen zugunsten der größeren Sache.

Zukunft braucht gestellte Weichen. Wir sind die derzeit lebenden Menschen auf dem Planeten. Also ist es unsere Aufgabe, alles dafür zu geben, dass die blaue Murmel im Orbit weiterhin ein Ort des Staunens, der Wunder, der Liebe und der Gemeinschaft sind und werden.

Heine endet übrigens versöhnlich: „Das alte Geschlecht der Heuchelei wird verschwinden, denn schon knospet die Jugend, welche versteht / Des Dichters Stolz und Güte, / Und sich an seinem Herzen wärmt, / An seinem Sonnengemüte.“

 

Bleib gesund und komm gut in die neue Woche. Was wird diese Woche DEIN Schritt aus der Komfortzone sein und dein Beitrag für eine gelingende Zukunft? Danke dafür. Danke für dein Sein. Jeder Einzelne zählt. DU bist wichtig.

Alles ist miteinander verbunden. Sehr gut kann man das am Räderwerk der großen Uhr im Hamburger Michel erkennen. Machen wir uns bewusst, dass wir als Menschen ebenfalls mit allem, was lebt, verbunden sind. Wenn auch nur ein Sandkorn klemmt, geht nichts mehr.

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