Gib dein Bestes!

Am Dienstagabend gab es endlich ein Wiedersehen face to face in der Alten Synagoge in Kitzingen, meinem Lieblingsvortragsambiente. Das ist so schön. Ich liebe das Gebäude und wenn die Abendsonne untergeht, ist das immer sehr speziell. Wir hatten das Thema Bewegung unter dem Dreiteilungsaspekt „Körper, Seele und Geist“. Am 15. und 20. Juli bin ich nochmal mit je einem Vortrag in der Alten Synagoge und am Johannitag, 24. 6., 19.30 Uhr geht es im Praxisvortrag um die Verbindung von Herz und Gehirn. Wir haben noch wenige freie Plätze, bitte mit Anmeldung.

 

Das Leben hat seine eigenen Spielregeln. Im Moment sind viele Energien unterwegs, so kurz vor Johanni. Heute erreichten mich drei Meldungen, dass Menschen schwer erkrankt sind. Christoph sitzt seit einer Stunde im Auto und fährt nach Hause, seine Mutter hat beginnendes Nierenversagen. Mit 96 Jahren ist das nicht so ohne. Dinge geschehen und wir Menschen versuchen, sie gut zu lösen. Wie regelt man es, wenn sie am Telefon sagt – ich will nicht ins Krankenhaus!, und wir genau wissen, dass das wahrhaft nicht ihr Wunsch ist? Wir aber vier Stunden Autofahrt entfernt sind? Also das Versprechen eingeholt, den Notarzt zu rufen, wenn es schlechter wird und ab ins Auto. Vielleicht ist es nur die Hitze, vielleicht auch nicht, wir wissen es noch nicht. Es ist anders, wenn Menschen in der Nähe sind, da kann man schneller etwas entscheiden, weil man vor Ort selbst schauen kann. Aus der Ferne sieht man nicht immer alles gut. Wäre es hochakut gewesen, als der Arzt da war, wäre sie in der Klinik, nur – wer schaut ins Herz des Menschen?

So geht es gerade in vielen Familien, dass schwere Diagnosen mit langfristigen Folgen für das gesamte Familiensystem kommen. Menschen ihr Leben von jetzt auf nachher drehen müssen, ohne zu wissen, wie die Dinge ausgehen. Wir werden sehen. Schwiegermama hat alles gut organisiert und geplant, ist in allem vorbereitet. Vielleicht ist man das mit 96 Lebensjahren. Und vielleicht geht diese Runde nochmal gut.

Von daher: Geben wir allzeit unser Bestes. Leben wir mit Freude jeden Tag, nehmen es, wie es kommt. Dann kann man so aufgestellt sein wie meine Schwiegermutter. Sie ist der zufriedenste Mensch, den ich kenne und bei ihr war beileibe vieles nicht rund in so einem langen Leben. Dankbarkeit, Herzensfreude und Gelassenheit strahlt sie aus, seit ich sie kenne. Und so ist sie ein wunderbares Vorbild.

Allen, die Patienten versorgen, Kraft und Dank für euren Einsatz. Allen, die versorgt werden müssen, wünsche ich gute Begleiter.

Startet gut in den Johannitag! Mein Johanniskraut ist in voller Blüte, rechtzeitig.

 

Der Bergtee wächst bei mir zwar nicht so schön riesig wie in Griechenland, aber es reicht immer für eine gute Ernte dieses wunderbaren Gewächses!

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