Donnerstags-Nachdenk-Input

Heute habe ich einen Tannenbaum geschenkt bekommen. Aus Pappe. Zauberhaft gezeichnet, kann man ganz viele Tiere, Kugeln, Sterne einstecken. Jetzt steht er in der Praxis und erfreut alle, die die nächsten Wochen noch kommen werden. Nach Weihnachten kann man ihn flach zusammenlegen und da er so fein stabil ist, wird er viele Winter überdauern und Freude bereiten.

Ein Postkartenkatalog ist eingetroffen. Fotos von Polarlichtern, die allesamt wie tanzende Engel aussehen. Vermutlich gehört es zum Traum vieler Menschen, einmal Polarlichter in echt zu sehen. Ich erfreue mich an den Karten sehr und an den Abbildungen verschiedener Turmaline. Was für erstaunliche Steine sind Turmaline! So viele Farben gibt es, so viele höchst überraschende geometrische Formen, das ist beeindruckend. Neben den Polarlichtkarten platziert fiel mir auf, dass diese Turmaline aus Pakistan und Afghanistan, einer sogar aus dem Erzgebirge, große Ähnlichkeiten aufwiesen mit diesem Himmelsphänomen des Nordens. Die Natur benutzt eine vielfältige Sprache zur Illustration ihrer Wunder. Man muss nur hinsehen. Ist das nicht großartig?

Camus‘ Satz begleitet mich schon lange. Gelingt es mir in Gesprächen, das Ich zum Du werden zu lassen? Meine Aufgabe ist es oft, das Ich des Gegenübers wieder bewusst, spürbar, entwickelbar werden zu lassen. Was bringst du mit? Was genau sind denn deine Qualitäten und was macht dich zu einem Ich? Wie erlange ich wieder mein Ich, wenn es mir verloren gegangen ist in den Wirrnissen des Alltags? Wer bestimmt dieses Ich? Die anderen, die Umwelt, die Glaubenssätze, die Meinungen, die ich mir von mir gemacht habe, oder gibt es auch einen Anteil, der von all diesen oft negativen Gedanken kein bisschen angekränkelt, weil er geistig ist? In Baden-Württemberg und hier in Franken sagt man „Grüß Gott“. Mir gefällt das ausnehmend gut, denn damit schicken wir diesem unsterblichen, weil göttlichen Funken in uns einen Gruß. Öffnen wir die Herzen, klopfen wir an die Tür des Du und grüßen den göttlichen Anteil in ihm! Dann entsteht Präsenz, wächst ein Miteinander und bleiben wir in unserer Würde.

Allen einen frohen Jupitertag.

 

Danke an Ursula für das Kleefoto aus dem Wald!

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