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Sommer

Sommer

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,

und von den Auen dränget uns die Glut;

doch dort am Wasserfall, am Felsensitze

erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,

die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,

dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;

doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

Johann Wolfgang von Goethe, 1810

Dieter hat den Wasserfall fotografiert. Dankeschön!

Beeindruckende Nachrichten

Mit Begeisterung habe ich in dem so lesenswerten Buch „Vom Acker auf den Teller“ von #JasminPeschke (AT-Verlag) gelesen, dass am Sonnenhof in Arlesheim Sirupe, Aufstriche, Brot und vieles mehr selbst hergestellt werden. Milchsauer vergorenes Gemüse wird dort in der Hausküche ebenso gemacht wie Barleywater. Wow! Letzteres ist uns früher niemals ausgegangen, als die Kinder klein waren. Ich werde heute wieder eines ansetzen und dem Bruder als Rekonvaleszenten davon geben. Kennst du das? Du brauchst: 300 g ungemahlene Gerste, über Nacht mit 10 Feigen, einem Stück kleingeschnittener Ingwerwurzel, 3 Piment- und 10 Korianderkörnern, 3 Sternanis, einer halben Zimtstange, 2 Nelken und einem Dreiviertelliter Apfelsaft eingeweicht. Dann wird die Gerste im Einweichwasser eine gute Stunde sanft geköchelt, bis die Körner platzen. Absieben und das Gerstenwasser kaltstellen. Von 2-4 Zitronen die Schale abreiben, mit etwas Wasser überbrühen, ziehen lassen und zum Gerstenwasser geben, den Saft der Zitronen oder etwas Brottrunk, ein wenig Salz, Vanille, Muskatblüte zugeben, wer mag, fügt noch 250 ml Sanddornsaft hinzu und etwas Honig. Schmeckt ausgezeichnet auch mit Schlehen- oder Quittensaft, wer es herzhaft mag, kann mit Rote-Beete- oder Möhrensaft ergänzen. Das ergibt ein herrliches Barleywater. Die gekochte Gerste landet im Eintopf, wird Backlingszutat, wandert in Aufläufe oder einen Knetteig. Das Rezept stammt aus einem der schönsten Kochbücher, die ich kenne: Aus Barbara Hübners feiner Würzküche in 2 Bänden (Verlag Freies Geistesleben). Meine Ausgabe von 1992 ist total zerfleddert und grafisch so schön gestaltet, dass sie wie ein Schatz gehütet wird.

 

Die ersten Brombeeren sind längst verspeist. Geschenke aus dem Garten.

Ein feines Treffen

Schön war unser letztes und viertes Mini-Nautilus-Treffen zum Thema „Die Kunst des Neinsagens“. Warum fällt es uns oft so schwer, etwas abzulehnen, nicht permanent für irgendwen und irgendwas zur Verfügung zu stehen und unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen? Dahinter steckt oft Angst, nicht mehr geliebt zu werden, andere zu enttäuschen (um dann mit Liebesentzug oder heftiger Kritik bestraft zu werden). Lieber gehen wir über die Grenzen unserer Möglichkeiten und stellen das Außen vermeintlich zufrieden, wobei wir oft bemerken, dass es nie „genug“ ist, was wir tun.

Ja und Nein sind vollständige Sätze. Ein Nein im Außen kann ein Ja zu mir selbst sein. Ein Nein muss ich nicht begründen. Ich darf mir Zeit zum Überlegen nehmen, ehe ich Ja oder Nein zu etwas sage.

Ehrlicherweise respektieren (und bewundern) wir Menschen, die sich ruhig hinstellen und freundlich sagen: „Nein, mache ich nicht.“ Warum? Weil sie klar sind, wissen, wo ihre Grenzen sind und ein Gespür dafür entwickelt haben (oder es mussten), was machbar ist und was nicht. Wo magst du heute ganz klar Ja oder Nein zu etwas sagen? In Liebe zu dir und zu anderen?

 

Beate hat das tolle Foto gemacht. Dankeschön!

Unverhoffte Freuden

     

 

Unverhofft kommt oft. Am Morgen steht eine große Tasche mit drei prall gefüllten Eisdosen vor der Haustür – frisch gepflückte Feigen!!! Herzensdank an #SaidaThenhart von #AdAstraLab, die am späten Abend nach der Praxis, extra vorbeigefahren ist um uns diese Freude zu bereiten! Am Montagabend gab es einen stärkenden Austausch mit einem Zweierteam. Die beiden Frauen gestalten gerade den Prozess der Übergabe der Leitung miteinander. Das ist ein wunderbares Einführen und Übergeben von immer mehr Verantwortung, es ist so berührend, das mitgestalten zu dürfen. Das bedarf einer sachten Kommunikation, Wachstums- und Loslassprozessen. Besonders gefreut hat mich die Überreichung eines herrlichen Kuchens, der köstlich war, Herzensdank! Der Bruder hat vielleicht gestrahlt! Ein Stück Kuchen ist für ihn eine seltene Köstlichkeit und so saß er im Schlafanzug da und genoss jede Gabel voll. Selten dürfte ein Kuchen so freudig verspeist worden sein.

Perspektiven

Wer auf einen Berg hinaufsteigt, darf immer mit einer neuen Sicht auf die Welt wieder hinabsteigen.

Beate hat das wunderschöne Enzianfoto gemacht. Danke dir! Allen, die in den Ferien in den Bergen unterwegs sind, seien gute Wege sowie grandiose Ein- und Aussichten gewünscht.

Power of No

Heiß, heiß, Baby. Auf vielerlei Ebenen. Der Stör-Vollmond ist vorüber, der August nimmt Fahrt auf, die ersten Bundesländer starten in das neue Schuljahr. Die Woche ist voll mit ganz unterschiedlichen Terminen – Einzelgesprächen aus einem großen Team heraus. Menschen mit Angst, mit Erlebnissen aus der Kindheit, die traumatisch waren, vor einer OP und inmitten einer schmerzlichen Trennungsphase. Menschen, die Coaching suchen, andere brauchen einen sicheren therapeutischen Raum. Heute geht es im Mininautilus um die Kraft des Neinsagen, ein Thema, mit dem wir gern unsere Probleme haben aus lauter Sorge, dann nicht mehr geliebt zu werden.

Einen kraftvollen Tag für dich!

 

Kunst und Natur, auf der Kanadareise entdeckt. Danke an Theresa für das Foto!

Das liebt an mir

O Freunde, liebt mich nicht,

niemals den, der ich bin;

doch was ich werden möche,

das, das liebt an mir.

Christian Morgenstern

Bedenkenswerte Zeilen, die den Horizont weiten auf den werdenden Menschen.

Eine ebenfalls bemerkenswerte Begegnung hatte Theresa in Kanada. Danke für dein Bild!

Richtfest

Der Kurstag am Samstag zum Thema Energie hat viel Freude gemacht. Wie können wir in gute Kraft kommen? Wo macht es Sinn, Energielecks in Form ungelöster Themen, erschöpfender Herausforderungen und Menschen, die uns nicht gut tun, anzuschauen und zu überlegen, wie ein guter Umgang damit sein kann? Wo darf ich mit Schlaf, guter Ernährung, Freude, Gute Laune-Songs, Bewegung und anderem unterstützen? Wo beginnt die Ausbeutung von Ressourcen, weil ich meine Grenzen überschreite, gegen notwendige Erholung, Pause, Auszeiten, Ruhe für Körper, Seele und Geist meine, weitergehen zu müssen?

Nun steht das Gerüst des Gewächshauses. Alle vier Seiten, Giebel, Dachkonstruktion, wir haben die ersten Scheiben eingesetzt. In den nächsten Tagen und Wochen werden jetzt nach und nach die Fenster eingesetzt, wie es in den Ablauf passt. Auf jeden Fall ist das Gewächshaus super verarbeitet und sieht jetzt schon toll aus. Wer sowas schon mal aufgebaut hat, weiß um die Herausforderungen. Tenor – mega UND once in a lifetime.

 

Richtfest mit den ersten Fenstern.

Erstarkend Eigenkräfte wecken

Geheimnisvoll das Neu-Empfang’ne

Mit der Erinn’rung zu umschließen

Sei meines Strebens weitrer Sinn

Er soll erstarkend Eigenkräfte

In meinem Innern wecken

Und werdend mir mich selber geben.

Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner

Trifft auf eine gewisse Weise auch auf das Miteinander von Vater und Töchtern zu, wenn sie das neue Gewächshaus zusammenbauen.

Der Zahn der Zeit

       

Der Zahn der Zeit nagt an allem. Seit Jahren beobachten wir diesen Baum im Kräutergarten Arlesheim. Nach und nach wird der materielle Bestandteil des Baumes zurückgeführt in den ewigen Kreislauf. Ist das nicht einfach ein Wunder? Die Natur wandelt alles um und Neues entsteht.

Am Samstag geht es im Seminar um „Energie“, im Garten geschieht parallel viel, das Außenskelett des Gewächshauses nimmt Gestalt an. Unerwartet kam Besuch aus Kanada vorbei. So schön, wenn Menschen auf dem Weg zu ihren Lieben einen Zwischenstopp machen und man direkt miteinander sprechen kann, nicht nur online. Auch fein, dass gerade das große Kind zu Besuch ist, das Sonntag von einer Konzertreise durch Kanada zurückgekehrt ist und die beiden sich austauschen konnten über die Eindrücke von Besuchern des Landes im Vergleich zu Menschen, die dort leben.

Allen ein erholsames Sommerwochenende! Den Nordlichtern, die nächste Woche in die Schulen zurückkehren, noch ein paar sonnige letzte Ferientage!

Heilend

Nachtkerzen – wunderschöne mächtige Heilpflanzen im satten Gelbton. Das Öl daraus ist so pflegend für die Haut. Es ist ein schöner Moment am Abend, wenn man sieht, wie sich die Blüten öffnen. Sich für solche Augenblicke Zeit nehmen macht das Leben schön.

Was nehme ich wahr?

Pendeln zwischen den Welten: Intensive Beschäftigung mit der ayurvedischen Frauenheilkunde, Doshas, Zyklus, Wechseljahre, Pubertät – körperliche Grundlagen UND die ganzheitliche Betrachtung. Das ist komplex, nicht einfach, wie wir uns das wünschen nach dem Motto „Pille nehmen und gut“. Das Hinterfragen des eigenen Lebensstils fällt schwer, Gewohnheiten ablegen und verändern erst recht. Daneben die Biografie „So wunderbar ist das Leben gemischt“ von Volker Fintelmann, Lebensgeschichte plus Geschichte der Medizin unserer Zeit unter dem Aspekt: Wie kann ich den gesamten Menschen in den Blick nehmen? Diese Frage verbindet Ayurveda mit heutiger Medizin auf der Basis einer Wahr-Nehmung dessen, was wir als Wesenheit vor uns haben und was sich uns in einem Krankheitsbild zeigen mag. Krönung des Tages die Lieferung von über1600 Seiten Fachbuch: Wolfgang Rißmanns Grundlagenwerk „Seelische Erkrankungen“. Für 2025 habe ich keine weiteren Fragen mehr, womit ich mich befasse.

Erkenntnis: Was nehme ich wirklich wahr, wenn ich meine Sinne nutze und in meinem Herzen mit den Kräften des Denkens liebevoll darauf achte, was sich in der Wesenheit eines Menschen ausdrückt, der mit seiner Belastung vor mir sitzt? Wie werde ich dem gerecht, welche Schlüsse ziehe ich aus den Beobachtungen? Das Leben ist ein wahrer Schulungsweg.

 

Liane Collot d’Herbois. Fresko aus einem Arztsprechzimmer, Arlesheim

Eine Brücke ist der Mensch

Eine Brücke ist der Mensch

Zwischen dem Vergangnen

Und dem Sein der Zukunft;

Gegenwart ist Augenblick;

Augenblick als Brücke.

Seele gewordner Geist

In der Stoffeshülle

Das ist aus der Vergangenheit;

Geist werdende Seele

In Keimesschalen

Das ist auf dem Zukunftwege.

Fasse Künftiges

Durch Vergangnes

Hoff’ auf Werdendes

Durch Gewordenes.

So ergreif das Sein

Im Werden;

So ergreif, was wird

Im Seienden.

Spruch Rudolf Steiners für Ita Wegman, 24. Dezember 1920