Autor: Christine Krokauer

  • Uns darf nichts egal werden

    Uns darf nichts egal werden

    Ich bemerke derzeit mehr, was alle erleben – zunehmende Fragmentierung von Zeit, mehr Anstrengung, negatives Denken und Reden im Außen auf die Seite zu schieben und die Erkenntnis, dass wir Spaltung auf vielen Ebenen in der Welt sehen wie die Schere zwischen arm und reich, auch die zwischen „die Welt geht unter“ und „schau mal, was wir wieder geschafft haben zur Verbesserung der Klimakrise, da ist eine tolle Aktion, mehr Tiere, mehr …“. Wir haben Menschen, die alles geben, sich unglaublich mit Kopf, Herz und Hand einsetzen und andere, die sagen „mir ist das alles egal“.

    Die Gefahr liegt im Egalwerden. Wenn ich mich rausziehe, nicht mehr engagiert bin oder bereit, etwas fürs Ganze zu tun, mich weder comitte noch Interesse zeige, hören wir auf, Menschen zu sein. Menschsein bedeutet: Ich bin präsent, interessiert, verbindlich. Mein Ja ist ein Ja, mein Nein ist ein Nein, was geschieht, ist mir nicht egal. Es ist an uns, uns ans Menschsein zu erinnern, uns gemeinsam um die Fragen der Welt zu bemühen und unsere Erwartungshaltung, was uns alles zusteht (von wem auch immer) zu hinterfragen. Es beginnt immer bei mir selbst und dem, was ich in die Welt gebe, nicht in der Erwartung, dass andere sich menschlich verhalten. Godot und die Bahn wären verlässlicher.

     

    Beates Foto zeigt eine Landschaft, die wie ein Gemälde wirkt. Dankeschön.

    1 gefällt mir Ich bemerke derzeit mehr, was alle erleben – zunehmende Fragmentierung von Zeit, mehr Anstrengung, negatives Denken und Reden im Außen auf die Seite zu schieben und die Erkenntnis, dass wir Spaltung auf vielen Ebenen in der Welt sehen wie die Schere zwischen arm und reich, auch die zwischen „die Welt geht unter“…

  • Wahre Kunstwerke

    Wahre Kunstwerke

    Die Natur ist die Quelle aller wahren Kunstwerke.

    Albrecht Dürer

    In Anbetracht solcher Landschaften ist dem nichts hinzuzufügen außer: Danke an Maike für das tolle Bild.

    1 gefällt mir Die Natur ist die Quelle aller wahren Kunstwerke. Albrecht Dürer In Anbetracht solcher Landschaften ist dem nichts hinzuzufügen außer: Danke an Maike für das tolle Bild.

  • Gartennews

    Gartennews

    Am 24. Juni ist Johanni und damit beginnt die hohe Sommerzeit. Die Beeren reifen schon, auch ein paar schwarze waren schon zu ernten. Meine Hände duften gerade nach Muskatellersalbei, von dem ich ein Zweiglein gemopst habe für die Blumenvase in der Praxis. Nicht jeder mag diesen intensiven Duft einer mächtigen Pflanze, die seit Karl dem Großen auch bei uns weitverbreitet ist und von der wir heute überwiegend das ätherische Öl verwenden. Wir haben die Pflanze aus mehreren Gründen im Garten – sie ist eine wunderbar schöne Pflanze mit betörendem Duft und Nahrungsquelle unserer riesigen Holzbienen, von denen wir in diesem Jahr wieder eine ganz schwarze und eine mit weißem Rallyestreifen auf dem Rücken als Gäste im Garten haben.

    Überall im Haus stehen jetzt die kleinen Väschen mit frischen Blumen und den letzten Rosen aus der ersten Blütephase. Besonders legt jetzt unsere Kiftsgate los – eine Ramblerrose vom Feinsten mit einem Meer aus weißen Blüten, aus denen im Herbst dann herrliche kleine Hagebutten werden. Sie schafft angeblich 18 Meter und wuchert entlang der Brombeere. Stachler unter sich. Mal gucken, wie es mit der Beerenernte klappt.

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  • Stille Freunde

    Stille Freunde

    Bäume. Sie sind sanfte Riesen, die uns behüten und beschützen können. Sie erzählen jahrhundertealte Geschichten und wenn wir in sie hineinschauen in ihr Blätterdach, fühlen wir manchmal – da schaut auch was zurück. Ein schöner Film dazu ist „Silent friend“ über den Ginkgo im Garten der Marburger Uni, verbunden mit drei Lebensgeschichten, die allesamt an diesem Ort spielen.

    1 gefällt mir Bäume. Sie sind sanfte Riesen, die uns behüten und beschützen können. Sie erzählen jahrhundertealte Geschichten und wenn wir in sie hineinschauen in ihr Blätterdach, fühlen wir manchmal – da schaut auch was zurück. Ein schöner Film dazu ist „Silent friend“ über den Ginkgo im Garten der Marburger Uni, verbunden mit drei Lebensgeschichten,…

  • The Edge of Chaos

    The Edge of Chaos

    Auf die Zukunft vorbereitet sein, darauf kommt es nach Perikles‘ Vorstellung aus der Antike an. Bedeutet das, in worst- und best-case-Szenarien zu denken? Sich einen Wasservorrat anzulegen, einen Dattelbaum zu pflanzen? Alles weggeben, um nur noch einen Koffer zu haben oder von allem möglichst viel zu haben, damit es lange hält? All diese Fragen und Gedanken höre ich in meiner Arbeit mit Menschen immer mehr. Zukunft wird immer spannender, jedoch eher negativ betrachtet wie eine Aussage von letzter Woche: „Vielleicht müssen wir den Begriff von last generation noch ganz anders denken.“ Vielleicht. Die Frage: „Wo bist du in zehn Jahren?“ ist mit der Pandemie gefühlt obsolet geworden ob der Erkenntnis, dass wir viel planen können, das Leben jedoch manchmal auf erstaunliche Weise dazwischengrätscht. Soll ich darob alle Hoffnung auf eine gute Zukunft fahren lassen oder erst recht alles hineingeben, damit die Welt frohgemut ins zweite Viertel des Jahrhunderts saust?

    Das werden Fragen für das kommende Wochenende sein, wenn wir  uns mit Theorien und Gedanken zur Metamoderne austauschen und das langsam aufkeimende Interbeing-Bewusstsein dazunehmen (https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-em9/). Letztlich war die Welt schon oft totgesagt, die Menschheit galt viele Male als verloren. At the edge of Chaos jedoch entscheidet sich so manches sehr anders – bin ich dann zur Stelle, um mich mit meinem ganzen Sein , meinen Kräften, Ideen, Fähigkeiten und Kenntnissen einzubringen?

    Bis dahin weht der Wind uns ordentlich durch, damit wieder freier Raum in Kopf, Herz und Bauch entsteht, Angst sich lösen und Machbarkeit auftauchen darf.

     

    Im Norden war Stephanie die letzten Tage unterwegs und hat wunderschöne Fotos einer erstaunlichen Landschaft mitgebracht wie dieses hier. Lieben Dank dafür.

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  • Be prepared

    Be prepared

    Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

    Perikles

    Die Flockenblume ist im Hier und Jetzt. Für die Zukunft sorgt sie dennoch auf kluge Weise vor. Danke an Sigrid für das Foto aus ihrem Garten.

    gefällt mir Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Perikles Die Flockenblume ist im Hier und Jetzt. Für die Zukunft sorgt sie dennoch auf kluge Weise vor. Danke an Sigrid für das Foto aus ihrem Garten.

  • Systemisch denken lernen

    Systemisch denken lernen

    Spannende Erkenntnis am Wochenende – systemisches Coaching ist nicht gleichbedeutend mit Aufstellungsarbeit. Da steckt noch viel Widerstand in Unternehmen, wenige Führungskräfte nutzen bislang Aufstellungen, vielen ist das „zu esoterisch“. Was ist systemisches Coaching? Zunächst ein Denk- und Erkenntnisprozess. Was für ein System ist das Unternehmen? Wie ist es aufgebaut? Welche Subsysteme tragen das Ganze, welche stören es? Mit welchen Systemen ist die Unternehmung verbunden? Bilden Kunden mit Mitarbeitenden ein System oder agieren sie eher gegeneinander? Ist das System offen oder geschlossen, blockiert es an manchen Stellen?

    Bekanntes aus der therapeutischen Arbeit findet sich in den Phasen, in denen Systeme stecken: Von einem status quo, der irritiert wird über Verleugnung, Chaos, Zusammensturz, Entscheidung zur Metamorphose, Veränderung und Einbezug der Erkenntnisse bis neuer status quo folgen Systeme dem Prozess, den Virginia Satir beschrieben hat (der seinerseits auf vielen Füßen ruht). Erkennen der Phase, Anregen der Prozesse, Fragen stellen sind mögliche Interventionen. Systemische Arbeit ist ein weites Feld. Chaosforschung/The Edge of Chaos, systemische Grundlagen und Peter Senges „Die fünfte Disziplin“ waren Bestandteil des Wochenendseminars, ein erstes Hinspüren, Kennenlernen und die Einladung, sich intensiv auf neue Lernwege einzulassen. Vermutlich werden wir systemisches Denken immer mehr brauchen.

    Hab einen tatkräftigen Dienstag.

     

    Stephanie war am Strand unterwegs und hat diese Fülle fotografiert. Lieben Dank!

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  • Neugekräftigt

    Neugekräftigt

    Jeden Blumenkranz der Auen lass der Seele dazu dienen, neugekräftigt aufzuschauen.

    Rainer Maria Rilke

    In Sigrids Garten geben sich Jungfer im Grünen und Bauernnelken ein buntes Stelldichein. Danke für dein Foto!

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  • Happy birthday

    Happy birthday

    Wir starten mit dem Geburtstag des Gemahls in die neue Woche, 66 Jahre sind schon was. Alles Liebe für dich, Christoph!

    Das nächste Wochenende ist ein tolles Seminarwochenende. Die Nautilus-Teilnehmer des ersten Jahres steigen mit dem Seminartag „Kommunikation“ in die nächste Runde ein, die Teilnehmer der Coachingausbildung freuen sich auf das Extramodul (das ist für alle Interessenten offen!) zum Thema „Metamoderne und Interbeing“ (https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-em9/payment).

    Wir gehen jeden Tag an, wie er kommt, etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig. Wir halten es für möglich, dass die Krankenschleife des Bruders, dem es nach wie vor sehr schlecht geht seit zwei Monaten, ein Ende findet und wir wieder aufbauen können, was durch solche Schübe verlorengeht.

    Ansonsten schauen wir auf das, was gut ist und feiern die Feste, wie sie fallen.

     

    Beate hat für ein Familienfest diese tollen Stückchen gemacht und freundlicherweise fotografiert. Danke dir!

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  • Zu sommerlichen Höhen

    Zu sommerlichen Höhen

    Zu sommerlichen Höhen

    Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich

    Es nimmt mein menschlich Fühlen

    In seine Raumesweiten mit

    Erahnend regt im Innern sich

    Empfindung dumpf mir kündend

    Erkennen wirst du einst:

    Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner. Das schöne Foto aus den Bergen hat Maike gemacht. Danke dir!

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