
In alten Zeiten waren Menschen darauf angewiesen, im Rahmen des Möglichen (darüber sollten wir uns keinerlei Illusionen machen) für die eigene Gesundheit zu sorgen. Es gab weder MRTs noch aufwändige Chemotherapien, Antibiosen und anderes. Sterblichkeit war hoch, ein Knochenbruch konnte den Tod bedeuten. In Jahrhunderten wurde Erfahrungsmedizin gesammelt – Handauflegen als einfachste Methode, Kenntnisse über Heilpflanzen, Anwendungen von Wickeln und Auflagen, Kataplaste, Kohlblatt ums Knie und Tausenderlei! Schlichte Methoden, große Wirkung. Heute kann z.B. ein Leberwickel mit Schafgarbentee Menschen zusätzlich zu ihrer sonstigen Behandlung sehr unterstützen (z.B. bei Migräne oder depressiver Verstimmung). Ein Tässchen Tausendgüldenkraut in Zeiten herausgezüchteter Bitterstoffe aus der Nahrung ist, wie der Name sagt, durchaus Gold wert. Wer weiß, wie man mit Wadenwickeln Fieber senkt, geht weniger schnell bei Kindern in die Gabe von Medikamenten, sondern vertraut der Heilkraft des Immunsystems. Jede Form einer solchen Anwendung ist Zuwendung, denn die Patienten sind gehüllt, behütet und begleitet. So entstehen Vertrauen in die eigene Heilkraft und den inneren Arzt, das Wissen, dass wir auch auf Naturheilmöglichkeiten zugreifen können und die Wertschätzung des Prozesses, den jede Erkrankung darstellt.
Wer in diesem Jahr quasi im Vorbeigehen etwas für seine Gesundheit tun mag – Wassertretbecken gibt es an vielen Orten. Wer daran vorbeikommt, einfach Schuhe und Socken aus und rein im Storchengang. Erfrischt und trainiert Beine und den Kopf.
Wassertretbecken in Oy-Mittelberg
