Schreibtage

Das Wetter beschert Schreibzeit. Viele Skripten werden derzeit aktualisiert, Vorträge, Seminare und Workshops vorbereitet. Manche Klienten haben ihre Termine wegen des Wetters verlegt, die nächsten Wochen werden dadurch eher sportlich.

Durch das Schreiben wird mir bewusst, wie stark viele Erfahrungsjahre in die Arbeit einfließen und dass es heute oft deutlich mehr Studien, Bücher, Wissen gibt, die als theoretisches Fundament wesentlich sind.

Die Arbeitsweise scheint sich zu verschieben. Menschen wünschen sich intensivere Begleitung, fast wie Personal Trainer im Sport. An Termine in Arztpraxen wird vorab mehrmals per Mail erinnert, weil die Erfahrung zeigt, dass vereinbarte Termine nicht eingehalten werden. Ich fürchte, dass wir Gehirne zu ungesunder Bequemlichkeit erziehen, wenn wir erwachsenen Menschen ein Memo schicken, ob sie genug getrunken haben. Einerseits fordern die Welt Zunahme im Bereich Verantwortung, andererseits bedienen wir durch so ein Erinnerungsverhalten das Gegenteil. Wenn so ein Memotraining (das man auch durch einen Küchenwecker erledigen könnte) dazu dient, dass erstmal Mikroroutinen installiert werden als Basis für weitere auf anderen Ebenen, kann ich mitgehen. Zu viele Feldversuche dieser Art sollten es nicht werden – Bequemlichkeit lernt sich schneller als Grit.

Allen einen freundlichen Jupitertag.

Um solche Ausblicke zu genießen, muss man vorher ausdauernd hochgestiegen sein – Maike macht das immer wieder gern und hat tolle Fotos im Gepäck für alle Flachlandmenschen. Dankeschön!