
Erschöpfung. Overload. Nerviges Wetter. Schlechter Schlaf. Sorgen am Arbeitsplatz. Probleme wegen Kinderbetreuung im Krankheitsfall oder weil Schule wegen Wetter schließt. Batterie im Auto springt nicht mehr an. Rutschige Straßen, Ausfall von Öffis. Sich nicht konzentrieren können. Depressive Episode. Trauerthema. Schwere körperliche Diagnose. Umgang mit einer Beinprothese. Konflikte am Arbeitsplatz. Kommunikationsprobleme.
Das ist ein Auszug aus der Liste der Themen, die die Klientinnen und Klienten diese Woche bewegt haben. All das flutet hier (teils als große Welle) an. Manche Menschen suchen nach Lösungen, andere nach einer Art Klagemauer, wieder andere wollen einfach die Bestätigung, dass ihre Sicht auf die Welt die einzig richtige ist.
Mein Gefühl: Ganz oft geht es gerade gar nicht darum, Dinge zu erkennen, zu verändern, zu reflektieren, ist ein Mensch gefragt, der einem anderen Menschen einen Raum öffnet, in dem er einfach mal er/sie selbst sein kann.
Es fehlt vielen Menschen jemand im nahen Umfeld wie Partner, gute Freunde etc. für den Austausch, für Alltagsreflektionen, fürs Zurechtruckeln. Wir reiben uns nicht mehr aneinander, weil wir immer weniger in Interaktion treten und das Miteinander mit echten Menschen weniger wird.
Es ist nicht Therapie, es ist nicht Coaching. Neue Berufsidee: Interbeing-Spezialist. Ich muss nachdenken.
Einen liebevollen Venustag allen mit möglichst vielen echten, authentischen Begegnungen, die euer Herz erwärmen, den Geist anregen und euch lebendig fühlen lassen.
Falls dir bei all dem Schnee nach Farbe ist – Sigrid hat dir einen Tulpenstrauß fotografiert! Danke!
