Dämmerstunde

Dämmerungszeit – morgens und abends. Die meisten von uns erleben diese Übergangsphasen aus der Nacht oder aus dem Tag nicht mehr wirklich bewusst. Dabei sind sie wunderbare Erinnerungen daran, dass wir nun langsam unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist aufrichten, um unser Tagwerk zu beginnen oder sacht loslassen, um allen drei Bereichen die Möglichkeit zu geben, das am Tag Erlebte zu verarbeiten, um in eine erholsame Nachtruhe zu kommen. Die Veränderungen des Lichts in diesen Zwischenzeiten, heller oder dunkler werdend, haben Einfluss auf unsere Hormonausschüttung, ob Cortisol oder Melatonin, und sind wichtig für ein gutes Wach- oder Müdewerden.

Langsam mit der Dämmerung in den Tag kommen, sich ausrichten auf das, was ansteht oder am Abend das Loslassen, das Durchgehen des Tages rückwärts, um offene Loops zu entdecken und zu notieren für den nächsten Tag, die kleinen Goldnuggets ins Bewusstsein zu holen wie alle Freumomente, die kleinen und großen Erfolge und guten Begegnungen des Tages noch einmal zu feiern sind Rituale, die das Hinein- und Herausgehen in Tag und Schlaf erleichtern.

Probiere doch mal aus, wie es dir geht, wenn du bewusst auf diese Einladungen der Natur achtest und mitgehst mit diesen Atem- und Gestaltungsprozessen im Außen, die tiefgreifend auf dich wirken. Wenn du Kinder hast – die Dämmerstunde ist wundervoll zum Vorlesen am Fenster geeignet, wenn der Blick in die Natur geht, bei Kerzenschein, ehe es Zeit für das abendliche Programm ist. Da wir uns selten Zeit für solche Atempausen im Alltag nehmen, erleben wir unsere Tage als zu voll und zu getaktet. Wir haben nicht zu wenig Zeit. Wir wissen nur nicht mehr, wie gut wir mit und in der Natur zusammenklingen.

 

Ein wunderschönes Träumefoto von Sigrid. Danke dir!

Kommentar posten