Bewegender Abend

Manchmal geschieht Unerwartetes. So ging es mir am Donnerstag bei einer Onlineschaltung ins Goetheanum. Adam Blanning MD, Dr. med. Marion Debus, Dr. med. Karin Michael und Dr. med. Michaela Glöckler sprachen über ein 100 Jahre altes Buch, das als Band 15 in der Steiner Kritischen Ausgabe/SKA mit einem umfangreichen Vorwort und Erläuterungen von Dr. Glöckler neu herausgegeben wurde (#Verlag frommann-holzboog). Das Buch, das Rudolf Steiner zusammen mit der Ärztin Dr. Ita Wegman geschrieben und wo er kurz vor seinem Tod noch die Druckfahnen Korrektur gelesen hat.

Es geht nicht um das Buch – das allein würde ausreichen, sein Leben lang zu forschen und darin zu studieren – sondern darum, was an diesem Abend erlebt werden durfte: Alle schilderten ihre persönlichen Geschichten mit diesem Buch. Berührend, zum Weinen schön zu hören, wie mit diesem Buch gelebt, gearbeitet wird und wurde, dass es nicht nur eine unglaubliche Erweiterung der eigenen Vorstellungen darstellt, sondern die Menschen wachsen lässt an der Auseinandersetzung mit den Inhalten, sie ruft, in den Austausch geht mit dem lesenden Menschen und auch verbunden ist mit dem Austausch mit anderen und woher das Buch zu einem kam.

Das Buch von Steiner-Wegman war bisher für mich Herausforderung, ein Mysterium. Immer wieder fand ich darin Antworten auf ungestellte Fragen. Gestern schloss sich für mich ein Kreis zu den alten Heilungsmysterien – ein Thema, das mich das Jahr über schon in der Eurythmie mit der Arbeit am Tierkreis begleitet hat. Dieser Abend war „Lembasbrot für die Seele“, bevor wir in die kraftvolle Herbstzeit gehen.

 

Tafel in der Sonderausstellung im Goetheanum 2025.

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