
Abendstille überall,
nur am Bach die Nachtigall
singt ihre Weise klagend und leise durch das Tal.
Fritz Jöde
Silke hat die Abendstille am See im Foto festgehalten. Lieben Dank!

Worauf richtest du den Fokus in deinem Leben? Auf das Negative, das schnell wächst, größer und schwerer wird durch Aufmerksamkeit? Ebenso wächst Positives, wenn man die Aufmerksamkeit darauf richtet. Unser Gehirn merkt sich Negatives schneller und besser, deshalb ist der bewusste Fokus auf das, was gut, wahr und schön ist, wichtig. Wie beim Bogenschießen – der Pfeil folgt der Absicht. Wohin sie ausgerichtet ist, dorthin fliegt der Pfeil. Willst du Gutes, fokussiere dich darauf und handle selbst entsprechend. Es bedeutet, bewusst das Gute zu wählen und das Negative stehen zu lassen. Wähle weise. Handle achtsam. Sei freundlich. Sei.

Natur ist Medizin. Wasser lehrt uns, Widerstände zu umfließen, um den Weg ins Meer immer wieder zu finden. Pflanzen lehren uns, gute Wurzeln zu bilden und sich gegenseitig zu beschützen. Pilze lehren uns die Qualität eines stabilen Netzwerks. Die Wolken informieren über das Wetter, die Sterne erzählen die ältesten Geschichten der Menschheit. Tiere zeigen uns, wie man seinen Lebensraum auf beste Weise nutzt. Der Boden erdet und nährt, trägt und hält. Feuer wärmt und gibt Licht. Luft bläst den Kopf frei. Bist du im Stress, verwirrt, findest den Ausgang nicht – geh in die Natur.
Stephanie war wandern und hat diese interessante Wasserstelle entdeckt. Dank für dein Bild!

Seit einiger Zeit begleite ich ein aktives Kindergartenteam in einem Landkindergarten. Wach, interessiert, zugewandt sind sie, schauen achtsam auf das einzelne Kind, erkennen frühzeitig Fragestellungen und gehen sie aktiv an. Viele Bereiche haben wir in den letzten Jahren angeschaut – die Arten der Kommunikation, Feedback, Werte, persönliche Entwicklung und der Einrichtung nach der Pandemie, Elternarbeit mit Herz und vieles mehr. Gestern ging es um den Umgang mit Veränderungen, um Neuausrichtung, wenn Mitarbeitende in Ruhestand gehen und wegziehen. Wie ein Mobile bei Berührung in Bewegung kommt, wird in Teams durch personelle Veränderung auch alles bewegt, sortiert sich neu, gewinnt andere Qualitäten. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, in welche Richtung nun die einzelnen Mitarbeitenden wachsen können und Aufgaben immer wieder überprüft, neu gedacht und vielleicht auf ganz andere Weise gestaltet werden dürfen.
Auf der Heimfahrt über Land waren auf vielen Feldern Erntemaschinen unterwegs für das Getreide. Ich dachte an das Abendgebet von Milet, das ein Bauerspaar betend auf dem Feld zeigt.
Es war eine Fahrt voller Dankbarkeit für die Zeit mit einem wundervollen Team, das in seinem Tempo auf seine Weise wächst und Freude im Alltag entwickelt und für die Arbeit der Menschen, die für unsere Nahrung sorgen. Momente inneren Friedens, an denen ich mich über die Landschaft freue und über meine tägliche vielfältige Arbeit mit Menschen.
Stephanie hat das Foto gemacht. Herzlichen Dank dafür!

Vermassung, von Konrad Lorenz plakativ abgewatscht mit „Fresst Scheiße, Millionen Fliegen können sich nicht irren“. Wir wachsen alle mit Paradigmen auf. Sätze, die sich dem Kleinkind schon ins Hirn fräsen, die wir ungeprüft übernehmen und denen wir folgen, bis wir vielleicht eines Tages darauf kommen, dass die Erde doch keine Scheibe ist und anderes mehr. Mit dem Leben werden solche „Ketzereien“ oft bezahlt, bis die Beweislage erdrückend ist. Ein Paradigma ist ein mit der Zeit immer stärker verfestigter Glaube, Wittgenstein nannte das Muster und Standards, mit denen wir Erfahrungen vergleichen und beurteilen, eine Orientierungshilfe.
Unsere Welt zeigt uns auf, dass manches Paradigma hinterfragt wird. Sokrates nervte seine Umwelt mit der Frage (freie Interpretation): „Echt jetzt!? Ist das so?“, was ihm den Schierlingsbecher eintrug. Dinge hinterfragen haben wir uns abgewöhnt, weil selbst Denken mühsam ist, wie Kahneman in „Schnelles Denken, langsames Denken“ wunderschön erläutert hat.
Welche Paradigmen möchtest du gern hinterfragen? So manches Paradigma schauen wir uns beim Nautilusprojekt an und laden herzlich dazu ein, mit uns auf die Reise zu gehen und das langsame Denken anzutesten. (www.seelengarten-krokauer/nautilus/).
Hab einen massenfreien Wochenteilungstag mit vielen guten Gedanken.
Mal kurz zwischen zwei Klötzen Platz für ein bisschen Besonderes – Silke hat das feine Gebäude entdeckt. Danke für dein Bild.

In der Aufstellung am Sonntag haben wir (wieder einmal) erlebt, wie heilsam es sein kann, sich seinen Schatten zu stellen und uns an unsere positiven Kraftquellen zu erinnern. Vor wenigen Wochen erst begegnete mir in einer Abschlussarbeit der Coaches das Zitat über Schale und Kanal von Bernhard von Clairveaux.
Eine Schale füllt sich und gibt den Überschuss weiter, so erschöpft sie sich nicht. Erschöpfung bedeutet, leer zu sein, alles gegeben zu haben, ohne dass etwas nachkommt. Ein Zustand, der in Ausgebranntheit führen kann. Gegen Erschöpfung hilft alles, was schöpferisch ist, kreativ, uns wieder ins Gestalten und Wahrnehmen bringt und mit dem Körper verbindet. In der Eurythmie gibt es den wunderschönen Bewegungsablauf für den Laut „M“. Die Hände bewegen sich gegenläufig vor dem Oberkörper nach vorne, die Handfläche der nach vorn sich streckenden Hand weist nach Außen, die Handfläche der zum Körper gewandten Hand weist zum Herzen. Wenn ich das mit Klienten mache, schaue ich: wie nah lässt dieser Mensch die Hand zu sich heran, sorgt also vielleicht auch im Leben nicht für den Schutz seiner Grenze, für Distanz zu anderen und lässt sich oft vereinnahmen. Dann ist dieser Laut heilsam – ich entscheide, was ich nah herankommen lasse und wo ich Grenzen aufzeigen kann.
Das M und das Bild der Schale – „Medizin“ ist alles, was dazu führt, dass ein Mensch wieder „ganz, heil, whole und holy“ wird.
Einen feinen Dienstag, der Mars gewidmet ist – Power inside.
Stephanie hat beim Wandern in der Schweiz diesen Sauerklee entdeckt. Er ist fürLicht und Berührung enorm sensibel. Das prädestiniert ihn, als Oxalisessenz-Wickel für alle Lebenslagen eingesetzt zu werden, die zu übermäßiger Empfindsamkeit (Schreck, Schock und anderes) führen. So kann sich die betroffene Person wieder besser abgrenzen. Oxalis-Essenz (Wala) hilft bei Beschwerden im „Bauch“ in Verbindung mit negativen Emotionen.

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter (…) Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle (…) Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.
Bernhard von Clairvaux, 1090 – 1153
Sigrid hat diese zauberhaften Jungfern im Grünen fotografiert. Dankeschön!

Manche Menschen sind der letzte Drücker-Typ, andere arbeiten vor. Manche sprechen am liebsten über Vergangenheit, andere über Zukunft. Die einen sind Nähemenschen, sprich, sie sind gern nah am Partner, auch bei Streit, und wollen alles direkt klären und Distanzmenschen gehen erstmal zum Abregen in den Wald. Die einen haben ein halbvolles, die anderen ein halbleeres Glas. Im NLP wird das Sorts genannt, die Art, wie unser Gehirn sortiert. So, wie es Leute gibt, die erst dann losgehen, wenn es brennt, also „weg von“-Leute und die anderen kann man flottmachen, indem man ihnen zeigt, was es Tolles gibt, die „hin zu“-Leute. Das kann uns helfen, Menschen einzuschätzen. Der Nähetyp ist dann keine „grauenvolle Klette mit Verlassensangst“ mehr, der Distanztyp nicht der „eiskalte Typ, der erstmal für sich sorgt“. Wissen kann durchaus zum Verständnis beitragen. Ein winziges Puzzlesteinchen aus unserem Nautilusprogramm, in dem es um Wissen, Erkenntnisse und vor allem Üben und Umsetzen geht. Am 22. 9. sticht die Nautilus erneut in See. Wir freuen uns, dich an Bord zu begrüßen – geh mit uns auf die spannende Reise zu dir selbst! Alle Infos findest du hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/
Hast du schon unsere Testimonials entdeckt? https://www.seelengarten-krokauer.de/testimonials/ Das ist unsere virtuelle „wall of fame“, die „anfassbare“ hängt bei uns im Flur und wird jedes Jahr mit größter Dankbarkeit bestückt und von euch gefüllt – sooo schön!
Die Wall of fame vom letzten Jahr. Ich danke euch von Herzen!

Ich fühle wie verzaubert
Im Weltenschein des Geistes Weben
Es hat in Sinnesdumpfheit
Gehüllt mein Eigenwesen
Zu schenken mir die Kraft
Die ohnmächtig sich selbst zu geben
Mein Ich in seinen Schranken ist.
Der Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner für diese Woche.
Lieben Dank an Beate für das tolle Foto!

Manchmal ist das Gehirn wie leer. Im Vorfeld war viel zu tun, viel Wallung außenherum und dann kommt so ein Punkt, da sind die Termine überschaubar, kann man aufräumen, sortieren, nachtragen und was ist? Hirnleere. Man sitzt da und schaut in die Teetasse und sagt sich – wenn ich jetzt nicht pflegen müsste, würde ich heute einfach mal einen Schlaftag machen. Einfach so, weils nötig ist. Da lacht der Pflegling, weigert sich, die kurze Hose anzuziehen, weil er findet, dass er heute eine dicke warme lange braucht, bittet um sein Spielzeug und versteht nicht, wie man auf die Idee kommt, an einem weiteren extrem schwülen Tag, an dem sich Aufgeschobenes stapelt, nicht aktiv durchs Haus hüpfen zu wollen. Na gut. Kompromiss war eine Schlafanzugshose – lang genug für ihn, dünn genug für mich. Nun sitzt ER im Schlafanzug, baut seine Puzzles und ich stelle fest, dass er durchaus die Fähigkeit hat, einen auf den Fokus des Tages hinzuweisen. Ja, der Kaffee kommt auch sofort. Sekunde noch. Hab mein Hirn gerade erst wieder aufgefunden und eingelegt. Und es meldet – dann gehen wir halt heute Abend früher ins Bett. Das reicht auch. Hope so.
Ab und an ist es schön, sich in Gedanken an den Strand zu begeben. Christoph hat das in Skye getan, Danke für das Bild!

Aufstellungssonntag – das ist eine so tief berührende und bewegende Arbeit! Nicht nur, dass Menschen viele Erkenntnisse haben, für mich ist das oft eine Friedensarbeit im Hinblick auf unsere Ahnenreihe. Wir wissen wenig vom Leben unserer Vorfahren, was sie geprägt hat, warum sie waren, wie sie waren. Manche Menschen vermissen wir schmerzlich, bei anderen geht es leichter. Gelegentlich erkennen wir die Bedeutung, die andere Menschen in unserem Leben haben, erst, wenn sie nicht mehr da sind – nicht umsonst ist das „Memento mori“, das „Bedenke, dass du sterblich bist“ so wichtig für uns. Unter diesem Aspekt gestalten wir manche Worte anders, verzichten auf manchen Zwist, Streit und Hass, weil er letztlich uns selbst treffen kann. Bei Aufstellungen erkennen wir nicht selten sogar die Macht von Gedanken – sie besitzen tiefgreifende Wirkungen auf uns und andere. „Achte auf deine Gedanken“ – vielleicht magst du diesen Gedanken und seine Folgen mit in deinen hoffentlich wunderschönen Freitag nehmen!
Man kann mit Menschen aufstellen, mit Kissen, Zetteln, Figuren – jede Art hat ihre eigene Qualität.