Author page: Christine Krokauer

Kinderaugen sind Sternenaugen

Diese Gedanken stammen von Eva Hetzner aus Berlin, ich danke dir, liebe Eva:

„Kinder sehen die Welt mit anderen Augen: Die Stühle sind Berge, die Wolken sind Geschichten, und der Alltag ist ein Abenteuer. Wenn wir uns daran erinnern, wie es war, ein Kind zu sein, können wir Menschen mit mehr Nachsicht und Verständnis begegnen.

Erinnerst du dich? Wann hast du dich das letzte Mal wie ein Kind gefühlt – staunend, neugierig, voller Träume? Oder erinnerst du dich an deinen größten Traum als Kind – lebt er noch in dir?“

Diese Zeilen von Eva möchte ich gern nehmen, um ein weiteres Bild dazu zu stellen, das vom Weisheitslehrer Thích Nhất Hạnh stammt: „Behandle alles so, als würdest du ein Neugeborenes baden.“

Wenn wir das tun, wächst mehr als nur Frieden. Dann wachsen in uns wieder Staunen, Mitgefühl, Liebe, Verständnis, Lebendigkeit. Dann sind wir aufmerksam und achtsam. Jeder Mensch hat das Recht, achtsam, mit Liebe und Respekt angeschaut und angehört zu werden. Dann kann nichts anderes als ein friedliches Finden von Lösungen herauskommen.

 

Einen kraftvollen Marstag für dich.

 

Sandra hat dieses wundervolle Foto gemacht. Danke!

Vollkommene Freiheit

Ebenso wie eine Spinne an ihrem Faden aufsteigt und in den freien Raum gelangt, ebenso steigt der Meditierende mit der Silbe OM auf und erlangt die vollkommene Freiheit.

Maitri Upanishad – VI,22

Mantren schaffen Frieden

Ein Vormittag zum Durchatmen, den Schreibtisch abarbeiten. Neben mir puzzelt der Bruder friedlich. Der Kater schnurrt, die Sonne scheint ins Wohnzimmer. Das ist so ein Geschenk, in Ruhe etwas abarbeiten, seinen Terminkalender sortieren, die Aufgaben der nächsten Tage priorisieren und vorbereiten. Es ist eine friedliche Stimmung im Raum. Im Nebler sind „Waldwichtel“, die der Bruder so mag, weil es nach Tannenwald riecht. Auf der Terrasse steht seit Freitag sein Baum mit vielen Lichtern, er kann direkt darauf schauen.

Neumond ist ein guter Moment, um Dinge final loszulassen, dazu ist diese Zeit gerade auch sehr gut geeignet. Was magst du mitnehmen in das neue Jahr und was bleibt als Quintessenz aus 2024 zurück? Was bleibt, was darf gehen? Wie kannst du die innere Ordnung immer wieder aufrufen, damit du nicht in Hektik kommst, auch wenn es chaotisch ist?

Mir hilft es sehr für meinen inneren Frieden, wenn ich in Ruhe einen Tee trinken, in den Garten schauen und nur atmen kann. Wenn ich einem spannenden Vortrag lauschen kann, ein gutes Buch lese oder mein Geist sich mit Themen befassen darf, die mir am Herzen liegen. Bevor neue Projekte entstehen, braucht es viel Input und Reflektion.

In Mantren steckt Beruhigendes. Wenn wir nur das Wort „Danke“ permanent wiederholen würden, wäre die Welt schon ein besserer Ort. Es gibt wunderschöne Friedensmantren wie Om Shanti oder Sarvesham Svastir Bhavatu von der in unserem Adventskalender schon erwähnten CD Children Beyond mit Tina Turner, Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay. Vielleicht magst du in dieser Adventswoche ein Mantra mitnehmen für deine Tage? Dein Hirn wird es dir schon nach 15 Minuten danken.

 

Einen friedvollen Wochenstart dir.

 

Seelenstärkung

Zu tragen Geisteslicht in Weltenwinternacht
Erstrebet selig meines Herzens Trieb,
Dass leuchtend Seelenkeime
In Weltengründen wurzeln
Und Gotteswort im Sinnesdunkel
Verklärend alles Sein durchtönt.

Der Wochenspruch für diese Woche aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

Heil-Wege

Es gibt Stunden, die lange nachhallen im Herzen, weil sie tiefe Einsichten vermitteln, Erfahrungen ermöglichen, die uns daran erinnern, was Menschsein bedeutet. Gut 100 Menschen trafen sich am Freitagabend virtuell, um die Geschichte von Jason und dem Goldenen Vlies zu betrachten und die Wege des Vlieses von Colchis über Frankreich und Philipp den Guten bis zur chymischen Hochzeit des Christian Rosenkreuz zu verfolgen. Es sind verschiedene Mysterienströme, die hier zusammenkommen, Einweihungswege, Heilmysterien. Die Argonautensage liefert Bilder der Seele, die schildern, was wir als Menschen innerlich für Kämpfe durchmachen, wie das oft mit Sagen und Mythen, Märchen und Geschichten ist. Die Frage, die die Runde bewegte, war: Wie können wir diese Kräfte vom Herzen aus entwickeln, die Mitgefühl und Sicherheit verleihen in unruhigen Zeiten innen wie außen?

Ilse Hönig führt die Gruppe achtsam durch die Geschichte der Argonauten, Theodor Hundhammer von Eurythmy4youverband die Gedanken des Goldenen Vlieses mit der Suche nach dem Heiligen Gral durch das eigene Erleben der Eurythmie, wir erlebten die Wirksamkeit der Laute in uns auf zarte Weise. Berührend, still, fein und heilsam nicht nur in diesen Tagen.

Hintergrund der Veranstaltung ist ein Friedensprojekt im Gebiet des alten Colchis, in Sugdidi. Dort werden sich im nächsten Sommer Menschen aus aller Welt treffen, um Eurythmie als Friedenselement zu vertiefen, gemeinsam zu lernen, zu wachsen und zu arbeiten. Es wird Elternkurse geben, Eurythmiearbeit und eine Aufführung. Hier findest du mehr Infos: https://www.eurythmy4you-de.com/sugdidi

 

Für Theresa, die im Norden wohnt, gehört die Zimtschnecke einfach zum Advent (und zum Rest des Jahres auch). Danke für das Foto!

Soooo stad, die Zeit

Stade Zeit? Noch nicht. Während sich jede Menge Menschen bereits in den Weihnachtsfrieden verabschieden, nimmt das Schiff hier gerade gewaltig Fahrt auf. Notfalltermine trudeln ein, wirklich krasse Hausnummern, bei denen man sich fragt, ob das alles noch wahr ist, was Menschen widerfährt. Wohnungsübergabe für die Tochter, Umzug am 21., also wenige Tage zum Herrichten der neuen Wohnung, alles schon hinbringen ,was sich hier im Haus verteilt seit Wochen stapelt und dann quasi overnight alles bereithaben, damit die gesamte Familie hier Weihnachten feiern kann, das ist bei uns, da wir wegen des Bruders nicht auch mal nett wohin fahren und uns an den gedeckten Tisch setzen können. Die Tage aus meiner Sicht: Spaghetti mit Tomatensoße, Würstchen mit Kartoffelsalat (für mich ohne Würstchen), alle herrlichen Kekse essen und nix machen außer Wickeln, Wäsche waschen und das Hirn runterfahren (um Hanzi Freinacht zu lesen ehrlicherweise). Blankes Entsetzen allenthalben. Auf keinen Fall! Nun bin ich gespannt. Umzug bedeutet nicht, alles ist fix und fertig. Besucher wurden bereits verplant zum Lampenkaufen, Aufbau von großen Schränken und vielem mehr. Ich werde also alle fein abschieben zum Wohnungshelfen und hier – frei von Warenlieferungen im Stundentakt – in Ruhe alles versorgen und da alle fix und fertig sind von dem ganzen Gewerkel mit Genuss abends lesen. Das ist eine friedliche Vorstellung. Der Gemahl, genervt vom Baumkaufen, merkt an: Zwischen Realität und Traum klafft eine gewisse Lücke. Ich hoffe, er meint den Baum. So wahren wir den inneren Frieden in diesen Tagen.

 

Mutter Natur ist der beste Künstler. Danke an Stephanie für dein Bild!

Ein guter Plan

Frieden ist eine Wahl, die im Herzen und im Kopf zu treffen ist. Vielleicht magst du die nächsten Tage die inneren Kritiker, Antreiber und Miesmacher zum Tee einladen und ihnen bis Jahresende freigeben? Dann hast du in dir mehr Ruhe und Frieden und sie sind wertgeschätzt für ihren Versuch, dich am Fehlermachen zu hindern mit nicht mehr hilfreichen Mitteln.

Stephanie hat das wundervolle Bild geschickt.

Frieden am Arbeitsplatz

Frieden ist kein abgespactes Thema nur für Verhandlungstische zwischen Nationen, sondern beginnt im Alltag. Frieden am Arbeitsplatz ist spannend. Heute werde ich mit einem Team arbeiten, in dem alle sehr gewillt sind, tolle Arbeit zu machen (was sie auch machen), dennoch klemmt es zwischen den Zahnrädern der Unternehmung. Der Kommunikationsfluss ist gestört. Selbst kleine Hindernisse zwischen Menschen können eine gesamte Unternehmung zum Stocken bis hin zur Blockade bringen, wenn die Menschen Schlüsselfunktionen haben. Mangelnde Information, zu wenig Verbindlichkeit, Mikromanagement aus Angst vor Fehlern bis hin zu fehlenden Absprachen schaffen ein kulturelles Betriebsklima, in dem sich Menschen langfristig nicht wohlfühlen. Wir brauchen einen Arbeitsraum (räumlich und zwischenmenschlich gemeint), in dem wir uns gesehen, wertgeschätzt und sicher fühlen im Sinne von Fehler machen, seine Meinung sagen, Ideen einbringen dürfen ohne dafür gleich geächtet oder als Sündenbock abgestempelt zu werden.

Kultur in Unternehmungen ist etwas, das jeder trägt und mitgestaltet, das nicht „von oben“ verordnet werden kann, sondern im Herzen wächst und so selbstverständlich sein sollte wie Höflichkeit, Anstand und Respekt. Dann ist eine Unternehmung zukunftsfähig, kann sich immer wieder neu erfinden, entwickeln, weiß, dass alle im Team gemeinsame Ziele verfolgen anstatt auf den Gehaltseingang zu warten als Schmerzensgeld fürs Aushalten. Frieden am Arbeitsplatz bedeutet – wir haben es vielleicht fünf Tage die Woche acht Stunden miteinander gut. Unsere Hauptwachzeit unter der Woche sollte durchaus freundlich, friedlich und erfolgreich sein.

Dir einen wundervollen Arbeitstag mit achtsamen Chefmenschen, liebevollen Kolleginnen und Kollegen.

 

Stephanie hat das wundervolle blaue Bild gemacht, Danke!

Frieden to go!

„Was bedeutet Frieden für mich?“ In Evas Berliner Schulklassen arbeiten die Kinder gerade an diesem Thema. Sie haben viele „Frieden to go“-Zettel gebastelt, bemalt und beschriftet und Berlin kann sich in den nächsten Tagen auf diese Kunstwerke freuen! Jeder kann sich ein bisschen Frieden mitnehmen. Frieden bedeutet für jedes Kind etwas anderes, je nach der eigenen Geschichte, den Erfahrungen und Erlebnissen.

Danke an Eva Hetzner für die Fotos!

Wer gut schläft, ist gut aufgestellt

Schlaf ist das wichtigste Lebenselixier, das wir haben. Ich bin nicht der beste Schläfer. Unausgeschlafene Menschen sind schneller gereizt als andere, insofern experimentiere ich mit Lavendelblüten, Kneippgüssen und vielem mehr. Total überrascht hat mich eine ganz und gar unerwartete Erfahrung nach einem Film: Tief- und REM-Schlaf des Jahres. Während des Schauens merkte ich schon, wie mein System heruntergefahren wurde, was nicht am Tagespensum lag. Es war nicht mehr oder weniger als sonst, insofern hat mich das Resultat überrascht. Ich werde in ein paar Wochen den Test wiederholen und den Film nochmal abends anschauen: „Song of the New Earth” mit Tom Kenyon, einem sehr speziellen Sänger.

Klänge sind unser Hobby, wir freuen uns sehr über unsere Sammlung von teilweise selbstgebauten Klanginstrumenten, die man auch als Nichtinstrumentalist gut bespielen kann wie Ocean Drum, Körpertambura, Kristallklangstäbe, Hang, Kalimba, Monochord, Gongs und Klangspiele vieler Art. Alles im Universum ist Klang, Nada Brahma. Alles besteht aus Schwingung und auch die Planeten tönen im All, eindrücklich zeigt das Goethes „Prolog im Himmel“ aus Faust I mit „Die Sonne tönt nach alter Weise“.

Sind wir im Einklang mit uns selbst und anderen, entsteht Frieden – das ist auch die Kraft der Musik.

 

Christoph hat die Körpertambura selbst gebaut. Hier ein Detail dieses wundervollen Instruments.

Die Sonne tönt

Die Sonne tönt nach alter Weise

In Brudersphären Wettgesang,

Und ihre vorgeschriebne Reise

Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,

Wenn keiner sie ergründen mag;

Die unbegreiflich hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag.

Johann Wolfgang von Goethe, Prolog im Himmel aus Faust I, 1808

Die Kraft der Sonne erlebt man in Australien besonders intensiv. Theresa hat das Bild vom Ayers Rock mitgebracht. Danke dir.

Frieden ist hier!

„Frieden ist hier.“

Die heutigen Gedanken aus unserem Friedens-Adventskalender stammen aus der Feder von Eva Hetzner, die in Berlin mit ihren Schulklassen immer wieder tolle Projekte zum Thema Frieden in der Welt macht, denn die Kinder in ihren Klassen kommen aus vielen verschiedenen Ländern und leben im Alltag, über Grenzen von Sprache, Religion oder Systemen hinweg eine gute Klassengemeinschaft zu bilden. Kinder können das. Wir dürfen es wieder lernen, denn die Welt ist gemischt und wird es zum Glück auch bleiben. Dennoch bedeutet das Leben: Gemeinsam an die großen Themen rangehen wie Klimakrise, Weltfrieden, Entwicklung und Stärkung der Weltengemeinschaft, damit wir uns gegenseitig unterstützen und miteinander wachsen. Hier Evas Post:

Im Lächeln eines Kindes. In der Wärme einer Umarmung. Im Flüstern des Windes. Frieden ist nicht weit weg – Frieden ist jetzt. Was wirst du heute tun, um ihn zu fühlen?

„Du kannst Frieden sein“: Einfache Schritte, die jede*r umsetzen kann:

  • Lächeln schenken: Ein echtes Lächeln kann Barrieren überwinden.
  • Zuhören statt reagieren: Heute hörst du zu, ohne zu urteilen. Was kannst du dabei wahrnehmen?
  • Vergebung üben: Schreib einen Brief (den du vielleicht nie abschickst) an jemanden, mit dem du Frieden schließen möchtest. Beobachte: Wie fühlst du dich davor, wie fühlst du dich danach?

 

In der Natur finden wir auch oft Momente der Stille, des Friedens und des All-Eins-Seins. Danke an Stephanie für das Bild!

Einladung zum Tee

Manchmal entstehen sehr freundliche, Frieden ins aufgeregte Herz bringende Gespräche bei einer Tasse Tee oder Kaffee. Mit wem magst du heute ein Gespräch führen, bei dem eine Unstimmigkeit ausgeräumt werden könnte?

Danke an Theresa für das Foto!