
Viele Nachrichten erreichten mich zum Jahreswechsel. Tenor: Ich weiß nicht, wo es hingeht im neuen Jahr. Ist das nicht einfach großartig? Wir wissen alle nicht, wo es hingeht, das macht das Jahr gerade so abenteuerlich und spannend. Wir haben Pläne und Visionen und das Leben hat vielleicht ganz andere. Worauf wird es ankommen? Auf unsere unglaublich geniale Fähigkeit, mit allem, was kommt, fertig zu werden, weil unser System das kann. Angst, Furcht, Sorgen gehören auch 2026 zu unserem Alltag, existenzielle Bedrohungen von Außen werden uns weiter zu schaffen machen, die Welt wird noch schneller, verwirrender werden, die Ambiguität des Lebens und der Welt nimmt zu. Es ist doch klar, dass uns vieles krass Angst macht! Das wäre auch seltsam, wenn all die Bedrohungen uns nicht in Panik versetzen würden! 2026 wird ein Jahr, in dem wir uns darin trainieren dürfen, immer wieder aus dem Panikmodus zurückzukehren in den Bereich, in dem wir ruhiger werden, die kleinen Schritte (wie durchatmen, einen Spaziergang machen, ein Glas Wasser trinken) unternehmen, die machbar sind und die Hand ausstrecken nach einem Menschen, der im Moment unserer Panik den Raum für uns beide halten kann, damit wir uns beruhigen. Je krasser die Welt wird, desto mehr bedürfen wir der Halt und Raum gebenden Menschen, in deren Liebe, Vertrauen und Ruhe wir uns hineinflüchten dürfen. Jeder ist dieser Raum UND die Panikperson. Erinnern wir uns ans Menschsein. Einen feinen ersten Tag im neuen Jahr für dich!
Das Leben erscheint uns oft so verzwickt wie dieses Schloss einer Kiste, die Sigrid entdeckt hat. Danke für das Foto!
