Magie des Waldes

Mystisch erscheint uns oft der Wald, vor allem an Stellen, an denen er unberührt scheint. Da waltet und entfaltet sich die Natur auf ihre Weise, ordnet sich. An solchen Orten finden wir oft innerlich zur Ruhe, weil uns die Bäume nicht mahnen, Unerledigtes hurtig wegzuschaffen, die Büsche fordern uns nicht auf, dies oder jenes zu tun, der weiche Boden fühlt sich anders an als die Straßen der Städte, durch die wir oft ohne Blick für die Welt von A nach B eilen.

Muße im Wald ist die Therapie, die ich Menschen am meisten ans Herz lege. Im achtsamen Gehen durch die Natur erleben wir die Jahreszeiten, das Werden und Vergehen, atmen vielleicht das erste Mal seit langem wieder tief frische Luft, da beruhigen sich überreizte Augen, Ohren und das Gemüt wird sanft daran erinnert, was Leben bedeutet.

Je lauter und unsicherer die Welt ist, desto mehr bedürfen wir der Erinnerung, was wirklich wichtig ist: dass wir, unsere Kinder und viele Generationen Kindeskinder unberührte, gesunde, lebendige Natur erfahren dürfen. Dass wir in Frieden mit allem leben wollen, in Verbindung, gesehen, gewertschätzt, gehalten. Das ist es, was wir alle im Herzen brauchen. Das Ausatmen und Loslassen dürfen, wenn alles zu laut und schnell ist, das Gefühl der Geborgenheit und das Wissen, dass alles Lebendige immer seinen ureigenen Weg finden wird.

 

Wie froh bin ich über Stephanies Außenaugen, die so wundervolle Fotos mitbringt von ihren Wanderungen durch die Natur. Dankeschön!

Kommentar posten