Monthly Archives: Dezember 2025

Rezept für den Zaubertrank

Asterix und Obelix, im Hamburg entdeckt im Miniaturwunderland. Manchmal wünschen wir uns einen Zaubertrank, der fit und stark macht, uns hilft, den Alltag mit links zu stemmen und alles aus dem Weg zu packen, was stört. In solchen Momenten darf uns bewusst werden, dass wir gerade überfordert, müde, erschöpft und ausgelaugt sind. Es wäre gut, wenn wir dann nicht nach dem Zaubertrank schielen und uns vollstopfen mit Powerpillen und noch mehr Kaffee trinken, sondern bewusst dem System eine Pause gönnen. Manchmal muss ich Klientinnen und Klienten sagen, dass Ausschlafen wichtig ist, Bewegung an der frischen Luft, bewusstes Fernbleiben von Menschenmassen, Zerstreuung aller Art und Angstmacherei. Klar müssen Spiegel bestimmt werden von Vitamin D und anderem, doch etwas einwerfen, damit der Laden läuft, ist keine langfristig sinnvolle Option. Den Zaubertrank müssen wir nicht erfinden, weil wir ihn bereits haben. Er hat folgende Zutaten: Training guten Schlafs, moderate Bewegung, typgerechte Ernährung, Zeiten von Muße und Stille, Freude, gute Freundschaften und Rückhalt bei liebevollen Menschen und das Erüben von Zuversicht und innerer Ruhe. Dann sind wir besser in unserer Mitte und die Winde von außen stärken dann die Wurzeln, entreißen uns aber nicht dem Boden, auf dem wir stehen.

Danke an Annemarie für das Foto aus Hamburg!

Sinn-Bild

Einen Berg besteigen – die Aussicht vom Gipfel erleben – hinabsteigen. Je nach Berg eine gewaltige Herausforderung und ein Bild für das, was wir im Alltag oft tun – Berge erklimmen, ein Hoch erleben und dann wieder ins Tal absteigen, um neu anzufangen.

Stephanie hat das Bild aus der Schweiz mitgebracht. Danke für dein Bild!

In diesen Tagen gibt es  viele spannende Begegnungen in der Praxis. Das Jahr will nun vollendet sein, zieht noch einmal mit verschiedenen Stationen vor unseren Augen vorbei. Wir erinnern Momente der Erkenntnis und feiern Augenblicke, wenn aus Erkenntnis tatsächlich umgesetzter Wandel wird. Wir sind dankbar für das, was gestaltet und gelöst werden konnte und erlauben den ungelösten Päckchen, da zu sein und nicht in blinden Aktionismus zu verfallen. In der Rückschau staunen wir, was für Schritte gegangen wurden und wie viel Mut aufgebracht worden ist, sein Leben wirklich anzuschauen ohne es wie sonst üblich zu bewerten. Verhalten macht immer Sinn, passt es uns nicht, lohnt es sich, der Frage nachzugehen, was denn der Sinn eben des Ungewünschten sein könnte. Manchmal überraschen wir uns selbst mit den Antworten. Danke für diese wundervollen Termine in diesen stürmischen Dezembermomenten.

Breite Interpretationsmöglichkeiten bietet das heutige 9. Türchen-Hoffnungszitat von Dante Alighieri: „Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!“

In meiner Arbeit geht es manchmal um das Öffnen und manchmal um das Schließen von Türen. Achtsam, freundlich, bewusst und respektvoll. Dieser Türgriff findet sich am Goetheanum. Mit ihm lässt sich sehr achtsam eine Tür öffnen.

Wenn Räume klingen

Schon wieder das Treppenhaus am Goetheanum? Ja. Weil hier Farben und Formen auf eine so besondere Weise miteinander erklingen wie ein fein durchkomponiertes Musikstück. Vermutlich liegt darin auch der Grund, weshalb wir beim großen Treppenhaus immer wieder versucht sind, den Klang durch Singen zu testen oder uns vorzustellen, wie der Chor eines griechischen Theaters hier wohl tönen würde.

Wunderschönes Wochenende

Das zweite Adventswochenende war sehr besonders. Die Coachinggruppe hat sich intensiv mit dem Thema Theorie U und Arbeiten mit der Zukunft befasst und geübt. Auf dem Zukunftssessel zu sitzen und ins Feld der Möglichkeiten einzutauchen! Die Teilnehmenden haben sich eine Aufstellung gewünscht, das haben wir mit Freude gemacht. Für die, die das zum ersten Mal erlebt haben, war es eine berührende Erfahrung zu erleben, wie die Weisheit des Systems Antworten findet, die der menschliche Kopf sich so nicht hätte ausdenken können. Antworten finden sich, wenn man nicht versucht, das Schicksal im eigenen Sinne zu beugen. Am Samstagabend sind wir mit unserem kleinen Stärkekurs gestartet – vier Abende mit Miniübungen, die uns in die Mitte, Ruhe und Kraft bringen, unterstützt von Eurythmie. Wer noch mitmachen mag – der erste Kursabend wurde aufgezeichnet und steht bald zur Verfügung, ihr könnt euch also gern noch anmelden: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke

Unser heutiges Hoffnungszitat stammt von Ovid: „Die Hoffnung ist es, die die Liebe nährt.“

 

Danke an Silke für das schöne Foto ihrer Fensterdekoration!

 

 

In meines Wesens Tiefen spricht

In meines Wesens Tiefen spricht

Zur Offenbarung drängend

Geheimnisvoll das Weltenwort

Erfülle deiner Arbeit Ziele

Mit meinem Geisteslichte

Zu opfern dich durch mich.

Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner

Monique hat die Ruhe in ihres Wesens Tiefen am stillen Bergsee gefunden. Danke für das Foto!

Geschichten vorlesen

Vor der Pandemie hatten wir Anfang Dezember immer unsere Glückswerkstatt mit Kinderpunsch, Früchtetee, Plätzchen, Apfelcrumble mit Zimt und vorgelesenen Geschichten. Damit ihr das nicht vermisst, kommt hier der Link zu unserer diesjährigen Leserunde für euch. Macht euch einen feinen Punsch, holt Stollen und Plätzchen herbei und genießt es, vorgelesen zu bekommen. Dieses Mal ist es eine Weihnachtsgeschichte von Hans Christian Andersen und ein Märchen der Gebrüder Grimm. Hier kostenfrei klicken zum Weihnachtsspezial 2025: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#dank

Wer sich in den nächsten Monaten einmal mit etwas ganz anderem befassen mag, ist von Herzen eingeladen: Wir starten am heutigen Nikolausabend um 19.30 eine vierteilige Reihe, die kleine Alltagsübungen mit Eurythmie, also sanfter Bewegung, verbindet, um uns in unsere Mitte, in Kraft und Ruhe zu bringen. Immer Samstag, 19.30 bis 21 Uhr am 6. 12., 17. 1., 28.2. und 21. 3.  Du musst nirgendwo in der Kälte hinfahren, ich komme zu dir nach Hause – online. Hier alle Infos und Anmeldemöglichkeiten: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke

Wir wünschen euch mit unserem Nikokolausgruß einen schönen gemütlichen, friedlichen und wenig aufgeregten Advent. Das Hoffnungszitat von heute stammt von Horaz: „Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung!“

Theresa hat sich schon auf den Tag eingestimmt. Danke für dein Foto!

Türchen Nr. 5

Die letzten Praxistermine für das Jahr werden vergeben. Mit Klientinnen und Klienten schließe ich das Jahr ab, wir schauen auf gemeinsam gegangene Wege, wichtige Stationen und Entwicklungsschritte. Manche Menschen sehe ich öfter, andere alle paar Jahre für bestimmte Themen und Herausforderungen. Das zeigt mir, wie viel Vertrauen wir miteinander teilen. Dafür bin ich so dankbar.

Hinter dem fünften Türchen versteckt sich ein Zitat von Alexandre Dumas d.Ä.: „Alle menschliche Weisheit liegt in den zwei Worten ‚Harren und Hoffen‘!“

 

Im hohen Norden ist die Weihnachtssaison länger. Danke an Theresa für das Foto.

Muss ich das tun?

Auch wenn es schwierig scheint, in diesen Tagen Ruhemomente zu finden – nimm dir immer wieder Zeit zum Durchatmen. Hilfreich: Muss ich das tun? Frage: MUSS ich das tun? Muss ICH das tun? Muss ich DAS tun? Muss ich das TUN? Die Antworten könnten entlastend und überraschend sein.

Leben entlang des Wassers – hier ein Bild aus Schweden, Danke an Theresa.

Türchen Nr. 4

7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, sagt die Statistik zum gestrigen Tag der  Menschen mit Behinderung. Einer davon lebt hier mit uns. Was war gestern: Krankenkommunion für den Bruder, er freut sich, denn der Pfarrer war selbst da. Beide singen gern und so war es eine schöne Zeit mit Nikolausliedern. Solche Termine sind wichtig, sie schenken ebenso wie die Ergotherapie Austausch, Aufmerksamkeit auf ihn, nicht uns, Kontakt mit anderen Menschen, bringen neue Gedanken in den Tag. Danach Haareschneiden, dann war erstmal Schicht im Schacht, müssen Puzzles gelegt werden, damit sich alles wieder beruhigt. Diese Routinen sind wichtig, damit die Emotionsregulation möglich ist. Im Gartenhaus leuchtet ein Weihnachtsstern, der Bruder hat Freude, denn er kann vom Rollstuhl aus direkt darauf schauen, so wie auf seinen Minibaum, der auf seinem Regalbrett leuchtet. Er steht total auf Weihnachtsdekoration. Das Wohnzimmer sieht aus wie ein Weihnachtsdorf. Die einen haben einen Kalender bis Weihnachten, ich einen innerlichen, wenn ich endlich wieder aus den Fenstern schauen kann. Von außen leben wir in einem ganz normalen Haus. Von innen sieht das sehr oft sehr anders aus.

Hinter unserem vierten Türchen verbirgt sich heute ein Hoffnungszitat von Francis Bacon, das bedenkenswert ist: „Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.“

Einen freundlichen Jupitertag für dich.

Stephans Miniregal ist sein kleiner Jahreszeitenbereich. Nichts geht in diesen Tagen ohne seinen beleuchteten Minibaum. Vor dem „Guten Morgen“ kommt: „Baum anschalten“.

Türchen Nr. 3

Der Dezember startet rasant in vielerlei Hinsicht. Paketdienste fahren die Straße auf und ab, als wäre morgen Weihnachten. Beleuchtungen ermöglichen nachts Lesen im Bett ohne eigenes Licht. Am Samstagabend starten wir ein freundliches Gegenprogramm zum Thema Ruhe, Kraft und Stärke. Mit kleinen bewussten Alltagsübungen und sorgsamen, liebevollen Bewegungseinheiten (machbar auch im Sitzen) werden wir einmal im Monat unsere Mitte bewusst pflegen gegen Alltagslärm und Hektik. Wir starten am Nikolausabend, weiter geht es am 17. 1., 28. 2. und der letzte Abend ist am 21. 3. Wer mit dabei sein mag, findet hier alle Infos und die Anmeldemöglichkeit: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke

Unser drittes Hoffnungszitat in diesem Advent stammt von Theodor Fontane: „Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.“

 

Lavendel für die Nerven

Lavendel gehört zu den Heilpflanzen, die beruhigend aufs Nervensystem wirken können. Eine Tasse Melissentee am Abend, ein Schlaftee, der oft auch Lavendel enthält sowie vielleicht Hopfenzapfen, Passionsblume und anderes – sie helfen, zur Ruhe zu kommen, damit die stade Zeit ihrem Namen gerechter werden kann. Im Kneipp-Garten in Bad Wörishofen habe ich diese Beete entdeckt.

Türchen 2

Manchmal staunt man. Das Wochenende über waren Kurse, abends habe ich noch manches für die Woche vorgekocht und dann hat es mir den Stecker gezogen. Mit einem Mal Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Es war viel Anspannung in den letzten Wochen, zumal der Bruder wieder sehr schwer krank ist. Der Körper holt sich dann seine Ruhepausen auf seine Weise. Netterweise niest und hustet der Bruder obendrauf auf seinen schweren Niereninfekt. Das wird eine Woche der Extraklasse. Ich musste an Rudolf Steiner denken, der gesagt hat, die erste Adventswoche hängt mit den Knochen zusammen. Diese Art von Memo ist durchaus interessant, wenngleich gerade nicht so ganz erwünscht.

Hinter unserem zweiten Türchen hat sich heute ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe versteckt: „Jede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat.“

Euch einen schönen 2. Dezember!

 

Ist diese Patina nicht wunderschön? Kleines Fundstück vom Benediktushof.