
Morgens ist es eiskalt von der Nacht, am Tag sonnig. Das sind wenige Tage im Jahr, die dieses spezielle Wahrnehmen zwischen Winter und Frühling haben. Mich erinnern sie an eine Zeit vor Jahrzehnten, Schüleraustausch in Frankreich, Digne-les-Bains. Klirrend kalt. Lycée Alexandra David-Neel war frühs die Anlaufstätte. Keiner wusste damals etwas über die buddhistische Nonne, die in Digne starb. Ich habe fast kein Wort verstanden, meine Sprachbegabung ist überschaubar.
Was mich faszinierte, war die Landschaft, ich stellte mir die Lavendelfelder im Sommer vor, im Februar gab es noch Schnee so hoch oben. Die Schlucht von Verdon. Ausflüge nach Marseille und Arles. Van Gogh und Gauguin. Am meisten beeindruckte mich Moustiers-Sainte-Marie. Ein Stern, zwischen zwei Bergen aufgehängt. Gassen voller Keramik. Geblieben ist eine tiefe Erinnerung an die Landschaft, mit einer viel zu dünnen Wildlederjacke und Turnschuhen durch kniehohen Schnee zu waten und dabei dieses Gefühl von Frost, der wach macht und klar, wahrzunehmen.
Einen schönen Wochenstart mit freundlichen Tagen!
Zwar nicht Frankreich, aber auch die Schweiz bietet atemberaubende Landschaften, in denen Stephanie gern wandert und tolle Fotos schickt. Danke!

