
Wetterchaos. Ich bitte die Klientinnen und Klienten, Termine aus Sicherheitsgründen ausnahmsweise online zu machen. Die meisten sind froh, andere sagen: „Das wird schon nicht so schlimm. Es wird doch gestreut.“
Wir schieben Dinge weg, die unangenehm sind. Wir glauben, dass irgendwer für unsere Sicherheit sorgen muss (und das auch tut). Wir leben, als gäbe es kein morgen. Wetter, Stomausfall in Berlin, Weltlage und Postpandemie – was lernen wir daraus? Business as usual, ohne Stille, um nachzudenken. Dass diese Ereignisse aufzeigen, wo es klemmt, dringend Handlungsbedarf besteht, ist unbequem, also weg damit, Urlaub in der Sonne buchen ist wichtiger, solange es noch geht.
Menschen sind großartig, kreativ, hilfreich, sozial und liebenswert im Kern, intelligent, wenn sie nicht das Gehirn dank ihrer Taschenkobolde in eine Ablenkungswüste verwandeln und das Herz dabei vergessen. Was ist notwendig, damit wir uns um Lösungen und angemessenen Umgang mit dem, was ist, bemühen, anstatt wegzuschauen, zu flüchten, Angst zu nähren oder das blinde Vertrauen zu füttern, dass irgendwer die Welt rettet?
Einen freundlichen Venustag allen und sichere Wege für jeden, der draußen unterwegs sein muss. Möge jeder gesund nach Hause kommen.
Klarheit – Schwarzweißfotos wie dieses von Stephanie schaffen das. Danke dir fürs Foto!