Kategorie: Allgemein

  • Vielfalt

    Ein tolles Wochenende war das. Wir sind mit einer großen Gruppe in den ersten Seminartag im Nautilusprojekt gestartet mit dem Thema „Was erhält mich gesund – Salutogenese“. Die angehenden Therapeuten hatten ihr zweites Extramodul zum Thema „Werte“. Beides sehr lebendige, austauschfreudige und intensive Seminartage. Nächstes Wochenende ist Ausbildungszeit für die Therapeuten mit systemischer Arbeit und Aufstellungen. In dieser Woche stehen einige Coachings von tollen Teams an und ich sehe viele Klientinnen und Klienten, was mich sehr freut. Sie bringen spannende Themen mit. Es passiert gerade in vielen Leben sehr viel an Umbruch, tauchen Fragestellungen auf, die jetzt Antworten brauchen.

    Im Garten tanken die Quitten hoffentlich diese Woche nochmal richtig Sonne, bevor sie dann nach und nach im Entsafter landen und uns Winterfreuden bescheren werden.

    Wie bunt sind die Leben der Menschen, wie krass oft ihre Herausforderungen, so viel Mut, so viel Kreativität, so viel Power und Ausdauer sehen wir. Das ist so ermutigend.

    Allen einen guten, freundlichen Wochenbeginn. Für die, die langsam reinstarten möchten – dieses Foto von Theresa ist für euch.

  • Neu belebt

    Ich kann im Innern neu belebt

    Erfühlen eignen Wesens Weiten

    Und krafterfüllt Gedankenstrahlen

    Aus Seelensonnenmacht

    Den Lebensrätseln lösend spenden

    Erfüllung manchem Wunsche leihen

    Dem Hoffnung schon die Schwingen lähmte.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Auf Bornholm hat Theresa diesen Fliegenpilz entdeckt. Danke für das Foto!

  • Achte auf dich

    Eine frei interpretierte kleine Kapelle, die sich hier in Bad Wörishofen findet. An diesem Ort mit seinen Tafeln (zwei davon im anderen Post zu heute) kann man durchatmen. Dr. Wald und Dr. Garten sind wunderbare Therapeuten, auch im Bereich der Psyche. Es ist ein unfassbares Geschenk, wenn jemand gesund an Leib und Seele sein kann. Viele von uns sind aus der Mitte gerutscht, vieles liegt am Außen, dem Chaos in der Welt, unser Inneres antwortet. Manches stammt aus der Kindheit, aus Erfahrungen und Erlebnissen, die wir erleiden und nicht immer gleich gut einordnen und verarbeiten können. Einiges kommt sogar aus ganz anderen Zeiten zu uns.

    Psychische Probleme waren lange Tabuthema, aus diesem Schatten treten sie nun verstärkt in unseren Alltag. Körper, Seele und Geist hängen engstens zusammen. Wir können nicht an einem „Teil schrauben“ und alles funktioniert wieder. Was wir jedoch alle tun können: Auf uns selbst und aufeinander ein bisschen sorgsamer achtgeben, damit keiner still leidet, sondern die Möglichkeit bekommt, sich wieder einzumitten. Den Mund aufmachen und um Hilfe bitten fällt so schwer und ist der erste Schritt. Lauschen wir achtsam, wenn ein leises Signal, ein kleiner Hilferuf kommt und nehmen das ernst. Das Ausmaß von Schmerz im anderen können wir oft nicht sehen, doch wenn sich die Tür dahin ein bisschen öffnet, ist das ein großer Vertrauensbeweis.

    Allen ein gutes Wochenende und möglichst viele liebevolle Menschen im Umfeld mit wachen Augen und Ohren, einem liebevollen Herzen und den Mut, sich in seinen Themen zu zeigen und um Hilfe zu ersuchen.

  • Tag der psychischen Gesundheit

     

    Gute Gedanken zum Tag der psychischen Gesundheit. Entdeckt in Bad Wörishofen.

  • Was hält, trägt und nährt dich?

    Was hält uns, wenn nicht mehr viel trägt? Dieser Baum wird von erstaunlichem Wurzelwerk gehalten, was ihm allein nicht helfen würde, wenn er nicht auch tiefe Wurzeln in Mutter Erde hätte. Was uns hält und trägt sind unsere Werte, der Sinn, den wir in unserem Leben erkennen können, die Gründe, für die wir morgens aufstehen. Die Gespräche, die uns das Herz wärmen. Das Lächeln, das uns unerwartet geschenkt wird. Der Windstoß, der schwere Gedanken wegträgt.

    Ein Jahr lang gehen wir mit einer Gruppe von Menschen der Frage nach, was uns trägt, hält, stärkt, nährt an Körper, Seele und Geist. Wir haben den Jahreskurs Nautilus genannt, denn wie das Perlboot entfaltet der Nautilus Kammer um Kammer, wächst und ent-wickelt sich. Am 10. 10. schließen wir die Tore für 2026. Wenn du mit uns auf die Reise gehen magst, kannst du dich gern noch anmelden oder bis September 2027 warten, wenn wir das nächste Mal starten, alle Infos haben wir hier für dich zusammengestellt: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/

    Hab einen wunderschönen Venustag. Ursula hat dieses Baumfoto gemacht. Danke!

  • Fallende Blätter

    Ihre Rückseiten zeigen sie,

    dann ihre Vorderseiten –

    fallende Ahornblätter.

    Ryokan Taigu (1758–1831)

    Keine Ahornblätter, dennoch von leuchtendem Rot – Danke an Ursula für das Foto.

  • Zusammenrücken

    Die Herzen rücken zusammen, schreibt Matsuo Bashō im 17. Jahrhundert und beschreibt etwas, was wir in diesen Tagen fühlen. Der Farbrausch im Außen zieht noch ein letztes Mal die Sinne in die Welt, doch spüren wir bereits sehr stark die Gegenbewegung der Innerung. Nicht nur die Menschen rücken dann gern in der Wärme der Stube zusammen, sondern auch die Herzen. Wie wundervoll, wenn man gemeinsam arbeitet, bastelt, liest oder über das spricht, was im Herzen lebt.

    Mit meinem Beruf als Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich natürlich Glück, da ist das Zusammenrücken der Herzen bis ins Biologische hin stimmig. Wenn ich in meiner Mitte, meiner Herzkohärenz und in der Ruhe bin, überträgt sich das oft regulierend auch auf die Menschen, die vielleicht aufgewühlt, überladen, überreizt mir gegenüber sitzen. Kommt noch der gehaltene und damit sichere Raum dazu, entsteht ein Moment des Durchatmens. Dadurch bekommt der Mensch, der keinerlei Spielraum mehr hat wahrnehmen können, die Erkenntnis – da war ein kleiner Atemraum. Wenn ich den so gut hüte wie einst die Menschen die Glut im Herd, kann ich den ganz sacht erweitern, achtsam, aufmerksam, ruhig. In diesem gehaltenen sicheren Raum entsteht Atemzug für Atemzug ein wenig mehr Handlungsfähigkeit, dadurch Mut, kleine mögliche Schritte zu wagen.

     

    Dieter hat das Erntedankfoto geschickt. Trotz aller Wettererfahrungen in diesem Jahr gab es manches zu ernten und zu verarbeiten für den Winter. Was für ein Glück. Danke für dein Foto!

  • Der Herbst naht

    Der Herbst naht –

    die Herzen rücken zusammen

    im kleinen Zimmer.

    Matsuo Bashō (1644–1694)

    Wem nach Weite ist, wünsche ich so einen feinen Ort wie diesen, den Anna dankenswerterweise fotografiert hat.

  • Beste Begleiter

    Am Wochenende wurden die Mispeln auf dem städtischen Grundstück vorm Haus teilweise geerntet. Sie sind, wie die Schlehen auf Ursulas Foto, erst nach dem ersten Frost zu ernten. Schlehen, Hagebutten, Mispeln und vieles andere mehr waren in der Küche unserer Vorfahren wichtige Gäste, waren sie doch für den Winter hilfreich. Gerade die Schlehe, die jetzt schon blau leuchtend zu sehen ist, braucht den Frost (Einfrieren ist etwas anderes als Frost am Busch selbst), dann kann man sie verarbeiten. Sie ergibt einen stärkenden Saft, der die Kraft des ganzen Jahres enthält, weil die Schlehe gleich nach dem Winter mit der Blüte beginnt und kurz vor dem Winter erst geerntet wird. Wer die Mühe der eigenen Herstellung scheut, kann auch Schlehenelixier nutzen – gerade in Erkältungszeiten und vor allem dann in der Rekonvaleszenz leistet die Schlehe gute Dienste. Das Schlehenblütenöl, ein Geschenk des zeitigen Frühjahrs, kräftigt, durchwärmt, stärkt in herausfordernden Zeiten und duftet ganz zart. Unsere älteste Gesundheitsversorgung ist die Natur. Was uns hilft, wächst oft vor der Haustür oder im nahegelegenen Wald.

     

    Danke an Ursula für das Schlehenfoto!

  • Kastanienfreude

    Kastanien

    Kommt alle,

    hier gibt’s was,

    hier liegt was

    im Gras.

    Da liegen

    Kastanien.

    Zehn werfen wir

    bis Spanien.

    Aber die andern,

    die wir entdecken,

    tragen wir heim

    in unseren Säcken.

    Und machen dort

    aus den Kugeln, den braunen,

    eine Herde

    zum Staunen.

    Joseph Guggenmoos hat das Gedicht geschrieben und Ursula die schönen Kastanien fotografiert. Danke!