
Kategorie: Allgemein
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Farbenrausch und Innerung

Stück für Stück verändert sich das Licht draußen, werden die Farben für mich intensiver und vielfältiger. Der Herbst pinselt alles bunt, vielleicht damit wir Mut sammeln, die farbenlosere Winterzeit zu überstehen und uns daran erinnern – alle Kraft wandert jetzt ins Wurzelinnere, damit im Frühjahr Neues hervorbrechen kann.
So sollte es uns auch gehen – wir ziehen unsere Kraft zu uns, be-sinnen uns auf uns und das, was wirklich wichtig ist. Menschen, denen wir tief vertrauen. Nahrung, die uns auf allen Ebenen nährt, Inhalte, mit denen wir unseren Geist ausrichten und stärken. Am Samstag schließen wir die Tore zu unserem Jahreskurs „Innere Kraft und äußere Klarheit“, wenn du noch mitreisen willst (ein Jahr ist so schnell vorbei), findest du alle Infos und den Anmeldebutton hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/
Danke an Stephanie für dieses wundervolle Herbstfoto!
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Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
Hermann Hesse, 1905
Stephanie hatte eher den Impuls zu testen, ob sie die watteweichen Wolken tragen! Danke für dein Foto.
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Im wahrsten Sinne des Wortes berührend

„Früchte der anthroposophischen Pflege inmitten der medizinischen Bewegung“ – hinter dem leicht sperrigen Titel verbirgt sich ein wundervoller Vortrag von Michaela Schnur und Christoph von Dach, den man auf der Seite von goetheanum.tv entdecken kann über die Geschichte der anthroposophischen Pflege, die eng mit dem Namen Ita Wegmans verbunden ist. Man lauscht, staunt und hat Freude – was für wundervolle pflegerische Dinge werden entwickelt bis hin zur Stirn-Fünfsterneinreibung. Für mich gehört Pflege zum Alltag und weil ich Pflege nicht gelernt habe, sondern nur 57 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Bruder habe, begeistert mich das Thema sehr. Deshalb lese und erarbeite ich mir schon seit vielen Jahren alles, was man in diesem Bereich lernen kann (bis es hybride Schulungen im Bereich anthroposophische Pflege auch für „Alltagspflegende“ geben wird). Jeden Sonntagabend bekommt der Bruder eine klingende Fußwaschung in unserer riesigen Emailleschüssel – das tropfende Wasser auf dem Material beruhigt, das Wasser ist warm und sorgt für Entspannung, das Lavendelbad duftet und tut pflegender und gepflegter Person gut. Wickel und Auflagen sind Geschenke für Kranke. Unsere Kinder wurden rundum gewickelt je nach Notwendigkeit. Auflagen habe ich sehr schätzen gelernt. In der Kneippausbildung gab es den Satz „Anwendung ist Zuwendung“. Pflege bedeutet für mich, dem Menschen, der sie bekommt, den Alltag zu erleichtern, zu lindern, wo es machbar ist, Zuwendung zu geben und Fürsorge spürbar werden zu lassen, ohne überzustülpen.
Pflege ist zutiefst menschlich. Egal, wie fit Roboter werden – das Zwischenmenschliche, das auf anderen Ebenen wirkt, ersetzen sie nicht. Pflege bedeutet Achtsamkeit im Alltag, Respekt vor der Wesenheit des darauf angewiesenen Menschen und im Sinne Gibrans: „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.“
Einen schönen Start in diese erste Oktoberwoche mit diesem Foto aus dem Goetheanum.
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Sommersonnengabe

In meines Wesens Tiefen dringen
Erregt ein ahnungsvolles Sehnen
Dass ich mich selbstbetrachtend finde
Als Sommersonnengabe die als Keim
In Herbstesstimmung wärmend lebt
Als meiner Seele Kräftetrieb.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Sommersonnengabe der feinen Art: Apfelbaum am Goetheanum.
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Mixed pickles

Seit 1990 ist der 3. 10. der Tag der deutschen Einheit. Davon erleben wir derzeit nicht allzu viel. Der Gegensatz ist nicht Vielfalt, das wäre positiv, wenn man wertschätzen kann, dass die meisten Menschen anders denken, handeln und meinen als wir selbst. Das Land fühlt sich manchmal an wie eine Glut, die bei einem Windstoß aufflammen kann, geladen, oft aggressiv im Tonfall und kein Gedanke, was an Gutem von uns in sieben Generationen noch spürbar sein wird.
Schön, dass es andere Erlebnisse gibt wie eine Weleda-Schulung über den Umgang mit Stress, gehalten von Dr. Philipp Busche und Lilith Schwertle. Der Tag war wegen eines heftigen Krankheitsschubs des Bruders schwierig gewesen und ich habe Nachtwache gemacht, das Seminar war zum Durchatmen wunderbar. Moderne Lebensstilmedizin trifft altes Kräuterwissen, Schnittmenge anthroposophische Medizin. Da geht mir das Herz auf, da lausche und lerne ich mit Begeisterung. Ich freue mich, wenn ich hoffentlich die Ausstellung „Kosmische Botanik“ mit Werken von Walther Roggenkamp am Goetheanum besuchen kann. Genau diese Bilder waren es, die mich im Alter von 13 Jahren mit der Iris als Pflanze bekannt gemacht haben, sie waren im Reformhauskurier, den es damals in jedem Reformhaus gab, abgedruckt. Das war mein erster Kontakt zu Weleda und dem, was damit verbunden ist. Iriscreme ist es heute nicht mehr (sondern Mandel), seit 50 Jahren begleiten mich die Produkte von Weleda. Danke für den schönen Abend.
Miniaugenferien.
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Keine Angst vor dem Licht

Einem Kind, das sich vor der Dunkelheit fürchtet, kann man leicht verzeihen; die wahre Tragödie des Lebens ist, wenn Menschen sich vor dem Licht fürchten.
Platon
Ungewöhnliche Beleuchtung im Unternehmen Mitte in Basel. Manchmal ist es spannend, wenn sich der Blick mal nach oben richtet – was man alles entdecken kann!
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Kommst du?

Atemberaubendes Morgenrot in diesen Tagen, in denen die Sonne nochmal alles gibt und dennoch die Natur den Herbst mit bunten Farben anzeigt.
Bunte Farben sind heute auch angebracht, für einige Termine gestalte ich heute die Flipcharts, dann ist alles vorbereitet, Inhalt, Handouts, die wesentlichen Punkte kurz gefasst bildlich dargestellt.
Gestern habe ich auch das letzte Kurswochenende für die angehenden Coaches in zwei Varianten fertig gestellt, die Gruppen können wählen, was sie als letztes Thema möchten, wenn noch Zeit ist für einen kleinen Input neben der Präsentation der Abschlussarbeiten. Dann ist diese Ausbildung in meinem Kopf zunächst auf „so darf das jetzt erstmal bleiben“ gestellt, bevor mein Geist wieder Neues ins Programm packen mag. Im Oktober starten die Veranstaltungen an der VHS Kitzingen, am 13. und 20. 10. schauen wir uns jeweils ab 19 Uhr (bis 20.30 Uhr) an, was uns im Alltag an Ressourcen zur Verfügung steht. Wer mit dabei sein mag, bitte ganz fix anmelden hier: https://www.vhs-kitzingen.de/kurs/gesellschaft/persoenlichkeitsentwicklung-psychologie/schatzkiste-ressourcen-entdecke-deine-kraftquellen-im-alltag/26H16112KT
Allen einen wunderschönen Venus- und morgen einen ruhigen Feiertag.
Stephanie hat das atemberaubende Himmelsschauspiel im Bild für uns festgehalten, danke dir.
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Ruhe im Tun finden

Oktoberstart. Das letzte Quartal des Jahres beginnt. Bisher war es ein herausforderndes Jahr auf allen Ebenen, hat viele Learnings beschert. Jeder Tag ein Mikrokosmos für sich mit seinen Aufgaben und Atemmomenten. Immer wichtiger wird die Kunst, sich neu einzumitten, sich nicht mitnehmen lassen vom vermeintlichen Tempo der Welt und ihren Bedrohungen. Die Kristallkugel der Zukunft kann viele Möglichkeiten aufscheinen lassen zwischen best- und worst-case-Szenarien. Worauf kommt es an? Einatmen. Ausatmen. Was ist der nächste Mikroschritt, den ich gehen kann? Wie setzen wir in den Alltag etwas um, was man vom Bergwandern kennt – das eine Bein voll nutzen, das Gleichgewicht darauf ausbalancieren und dann erst denn nächsten Schrittt gehen, den sogenannten Ruheschritt? Ruhen im Tun nicht nur körperlich, sondern auf allen Ebenen, im Geistigen entspricht das der Achtsamkeit. Kreise schließen sich. Stille in sich wählen und immer wieder aufsuchen, Orte der Stille im Außen suchen, um durchzuatmen. Kleine Wege zur Kraft im Alltag.
Grün ist nicht einfach nur grün. Tausenderlei Farbvarianten entspannen Auge und überreiztes Gemüt wie hier am Benediktushof Holzkirchen.


