Kategorie: Allgemein

  • Magst du mithelfen bitte?

    Ihr Lieben,

    Heute kommt ausnahmsweise ein ungewöhnlicher Text zu euch. Er betrifft ein ungewöhnliches Projekt von Theresa Krokauer, unserer Tochter und hat mit unglaublich großartiger Musik zu tun.

     

    2027 wird Schuberts „Winterreise“ 200 Jahre alt. Die Emotionen berühren bis heute – doch wie klingt diese Reise im 21. Jahrhundert? Schüler:innen des 12. Jahrgangs der Ricarda-Huch-Schule in Hannover analysieren in einem besonders innovativen Seminarfach die 24 Lieder und interpretieren sie mit eigenen musikalischen, experimentellen und bildnerischen Mitteln neu. Mit frischer Instrumentierung und neuen Stilistiken entsteht eine zeitgenössische „Winterreise“, die Tradition und Gegenwart verbindet. Ein renommiertes achtköpfiges Vokalensemble aus Hannover begleitet den kreativen Prozess, probt die selbst komponierten Werke mit den Jugendlichen und bringt sie Ende 2026 zur Aufführung. Dieses besondere, interdisziplinäre Bildungs- und Kulturprojekt braucht deine und Ihre Unterstützung, um die langfristige Zusammenarbeit mit den Profimusiker:innen zu ermöglichen!

     

    Das ist so ungewöhnlich und kreativ! Wer weiß, was die jungen Menschen an der Schwelle in ihr eigenes berufliches Leben ein Jahr vor dem Abitur mitnehmen aus so einem Riesenprojekt. Musik ermöglicht es uns, tiefe Emotionen zu verarbeiten und wenn junge Menschen dieses berühmte Werk neu interpretieren – was wird dabei entstehen im Jahr 2026 mit seinen technischen Möglichkeiten? Wir sind so gespannt und halten die Daumen, dass es klappen wird.

    Hier könnt ihr mehr Infos bekommen und wir fiebern mit, dass die Spendensumme erreicht werden kann. Wer ein bisschen was beitragen kann – DANKE von Herzen.

    https://www.enercity-herzensprojekte.de/schubert-recomposed

     

    Christine und Christoph Krokauer

  • Großartiges Projekt

    Die Vision einer Mindfulness City setzt König Jigme Namgyel Wangchuck von Bhutan gerade in Gelephu in Südbhutan auf rund 1000 Quadratkilometern um. Der Plan wurde von der dänischen Bjarke Ingels Group in Zusammenarbeit mit Arup und Cistri entwickelt. Es werden vollkommen neu gedachte Gebäude aus nachhaltigem Material gebaut, Brücken, die speziellen Themen gewidmet sind, ein großes spirituelles Zentrum, Universität und vieles mehr. Mit großem Interesse verfolge ich die einzelnen Schritte beim Bau dieser Stadt, die die Bereiche des Brutto-Nationalglück-Index‘ symbolisieren: Psychisches Wohlbefinden, Gesundheit, Bildung, Lebensstandard, Nutzung der Zeit, ökologische und kulturelle Vielfalt und Widerstandsfähigkeit, gute Führung der Regierung und Vitalität der Gemeinschaft. Besonders gespannt bin ich auf das Aquaponik-Gewächshaus, das war unser ursprünglicher Gedanke für das Gewächshaus im Garten. Bhutan ist für mich wie eine Keimzelle dessen, was vielleicht Leben, Bauen und Gemeinschaft in Verbindung mit der Natur in Zukunft sein kann. Schau mal hier: https://gmc.bt/

    Was macht dich heute glücklich?

    Einen kraftvollen Marstag für dich!

     

    Mandala, in der Cardea-Ausbildung entstanden. Immer wieder wundervoll.

  • Frühling übers Jahr

    Frühling über’s Jahr

     

    Das Beet schon lockert

    Sich’s in die Höh‘

    Da wanken Glöckchen

    So weiß wie Schnee;

    Safran entfaltet

    Gewalt`ge Glut,

    Smaragden keimt es

    und keimt wie Glut.

    Primeln stolzieren

    So naseweis,

    Schalkhafte Veilchen

    Versteckt mit Fleiß;

    Was auch noch alles

    Da regt und webt,

    Genug, der Frühling

    Er wirkt und lebt.

     

    Johann Wolfgang von Goethe

    Unsere Schlehenpflaume ist schön.

  • Dasein

    Ein wunderschöner Seminartag am Samstag über Zeit. Wir haben mit dem Zukunftssessel gearbeitet – so stärkend. Die Zukunft reicht uns die Hand, wir dürfen sie ergreifen und uns stärken für unseren eigenen Weg. Den gehen wir mutiger, wenn wir ein Gefühl dafür haben, dass wir begleitet und behütet werden.

    Wir sind im Leben immer wieder in Situationen, in denen wir ratlos sind, uns hilflos fühlen, keine Lösung sehen. Da nutzt uns ein kluger Rat, ein „mach es doch so oder so“ wenig. Es geht nicht darum, dass wir nicht selbst unsere Herausforderungen bewältigen können. Manchmal ist es einfach nur wichtig, dass jemand da ist, neben uns sitzt, uns aushält und den Raum tragen kann, in dem die Bedrängnis sich austobt.

    Würde in der Arbeit beginnt in dem Moment, wo wir den anderen Menschen sein lassen können, ihn weder korrigieren müssen noch therapeutisch eingreifen, sondern es aushalten, dass ein Schmerz überwältigen kann, egal, auf welcher Ebene. Da sein, wenn jemand seinen Dämonen in die Augen schaut. Geduld hineintragen, wenn sich gar nichts bewegt. Nicht reparieren wollen, nicht aktiv und oft damit übergriffig sein – Ruhe, Stille, Raum, Vertrauen. Dann entspannt sich manches.

     

    Eine freundliche Woche für dich, in der du die Räume bekommen magst, die dir gut tun.

    Ursulas Foto ist tröstlich und stärkend für die Augen. Danke dafür.

     

     

  • Ins Äußre des Sinnesalls

    Ins Äußre des Sinnesalls

    Verliert Gedankenmacht ihr Eigensein

    Es finden Geisteswelten

    Den Menschensprossen wieder

    Der seinen Keim in ihnen

    Doch seine Seelenfrucht

    In sich muss finden.

     

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

     

    Huflattichsonnen, von Ursula fotografiert, lieben Dank!

  • Was ist Zeit?

    Heute werden wir uns im Seminartag mit dem Phänomen der Zeit befassen. Es geht um die Macht, die wir oft der Vergangenheit geben, um das Wunder der Präsenz, der Gegenwart, und wie wir uns durch unser Herz mit der Zukunft verbinden können, um zu erleben, was Führen aus der Zukunft in Carl Otto Scharmers Theorie U meint.  Selbstverständlich werden uns die Gedanken zur Zeit aus Michael Endes Momo begleiten.

    Um Zukunft ging es diese Woche viele Male mit Klienten. Manchmal unter ganz handfest gesundheitlichem Aspekt – „Was brauche ich, um wieder in einen guten und versöhnlichen Kontakt mit meinem eigenen Körper zu kommen“, manchmal im Arbeitskontext „Wie können wir uns als Unternehmung aufstellen, um in der Zukunft gut mit Unvorhergesehenem umzugehen und unsere Resilienz stärken, ohne Ressourcen auszubeuten?“, manchmal alltagspraktisch: „Wie kann ich in einem innerfamiliären Konflikt bei mir selbst bleiben, um respektvoll unser Verhältnis zu entwickeln?“ In der neuen Woche darf ich das Thema Resilienz auch in einer Selbsthilfegruppe vorstellen. Manchmal erleben wir in Krisenzeiten unsere wahre Kraft und Stärke und machen große Entwicklungsschritte. Ich freue mich über alle Begegnungen mit Menschen. Besonders schön in der letzten Woche war die Altersspannweite – von 19 bis 86 Jahren.

     

    Eva hat das tolle Motto entdeckt und das Foto geschickt. Herzendank!

  • Mit dem Herzen denken lernen

    Erst unter Kuss und Spiel und Scherzen

    erkennst du ganz, was Leben heißt.

    O, lerne denken mit dem Herzen

    und lerne fühlen mit dem Geist!

    Theodor Fontane

    Das Blaukissenherz hat Aurelia beim Spaziergang entdeckt. Herzensdank für dein Foto!

  • Langsam ist das schnellere schnell

    Langsam – schnell. Wir erleben eher derzeit die schnelle Zeitqualität, haben den Eindruck, als flöge alles an uns vorüber (oder uns um die Ohren). Ebenso handeln wir gern schnell. Das limbische System klickt „Kaufen“ quasi von selbst an, ehe der Verstand ein Veto einlegen und argumentieren kann, dass wir bereits zwei Paar Sandalen besitzen. Schnelle Entschlüsse im Außen auf allen Ebenen. Feuer flackern auf und sollen rasch gelöscht werden. Was, wenn das schnelle Löschen gute Lösungen verhindert? Schnelle Lösungen basieren oft auf Macht Einzelner. Sie haben die Macht, eine schnelle Lösung anzuordnen, die für viele weniger Mächtige oft sehr negative Folgen hat. Die Welt ist voll mit schnellen Entscheidungen, die ganze Völker in den Untergang führen können. Langsame Lösungen bedeuten, dass  ich es aushalten muss, dass schnell nicht gut wäre. Dass ich erst Optionen einholen, mich austauschen mag, die Macht der Entscheidung sich auf viele verlagert, weil Diskussionen dauern. Langsam könnte im Endeffekt bedeuten: Menschen werden ermächtigt, selbst tätig zu werden, demokratischer zu leben, weil sie in Entscheidungsprozesse einbezogen und damit in mehr Verantwortung genommen werden, Lösungen können langfristig oft sinnvoller sein als das schnelle Tun. Nicht nur in Geschichten ist langsam schneller. Wo kannst du heute mal gewaltig Dampf vom Kessel nehmen, um nicht eine Halsüberkopfentscheidung zu treffen, die dich viel kostet am Ende?

     

    Das Nektarinenbäumchen nimmt sich Zeit für seine Blüten.

     

  • Auch ein Gedanke

    Ich habe mich oft gefragt, ob nicht gerade die Tage, die wir gezwungen sind, müßig zu sein, diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen? Ob nicht unser Handeln selbst, wenn es später kommt, nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist, die in untätigen Tagen in uns geschieht? Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein, mit Hingabe, womöglich mit Freude. Die Tage, da auch unsere Hände sich nicht rühren, sind so ungewöhnlich still, dass es kaum möglich ist, sie zu erleben, ohne vieles zu hören.

    Rainer Maria Rilke

     

    Gartenfreuden entdeckt auch nur der, der in Ruhe hinschaut.

  • Seelenhygiene

    Ich freue mich, dass viele derzeit die Möglichkeit nutzen, Termine zu vereinbaren, um gut zu reflektieren. Das gehört für mich zu den wichtigsten Dingen: sich immer wieder zu hinterfragen, wo man selbst gerade im Leben steht. Hoffentlich haben wir eine gewisse Vorstellung davon, was gelingendes Leben für uns bedeutet, denn daraus ergibt sich ein Weg aus der Zukunft ins Jetzt, gestaltet aus Werten, Sinn und den üblichen Ausweichmanövern, wenn Unvorhergesehenes unseren Weg quert. Wir mäandern uns so durch. Blicken auf den Leitstern, an den wir im Sinne da Vincis „unseren Lebenskarren gehängt“ haben und merken: „Ihre Route wird neu berechnet“. Ab und an verlieren wir die Orientierung, weil Nebel die Sicht versperrt, Gebirge sich auftun. Ein Blick von oben und außen ist hilfreich. Weil wir für uns selbst einen großartigen blinden Fleck haben, kann Unterstützung beim Schauen dafür sorgen, dass wir uns wieder besser orientieren können. Wir haben die Kultur der Seelenhygiene nicht mehr im Alltag, wie schade. Sie beinhaltet unter anderem, sich täglich zu vergegenwärtigen: An welchem Punkt im Leben stehe ich gerade? Bin ich auf dem Weg, den ich gehen will? Falls ja – was sind die nächsten Schritte? Falls nein – ist der Weg noch richtig, das Ziel noch erstrebenswert oder darf ich verändern?

    Ich habe so viele Schlüsselblumen im Garten in diesem Jahr. Möge jeder einzelne Schlüssel sein Schloss finden.