
Auch die drei Nüsse für Aschenbrödel haben mal so angefangen.

Auch die drei Nüsse für Aschenbrödel haben mal so angefangen.

Bitte gern teilen und unterstützen! Schubert recomposed – ein tolles Projekt. Die Kampagne läuft noch 20 Tage und es wäre super, wenn es klappt!
Worum geht es in diesem Projekt?
Schubert recomposed – Die Winterreise neu gehört, neu gedacht!
2027 wird Schuberts „Winterreise“ 200 Jahre alt. Die Emotionen berühren bis heute – doch wie klingt diese Reise im 21. Jahrhundert?
Schüler:innen des 12. Jahrgangs der Ricarda-Huch-Schule analysieren in einem besonders innovativen Seminarfach die 24 Lieder und interpretieren sie mit eigenen musikalischen, experimentellen und bildnerischen Mitteln neu. Mit frischer Instrumentierung und neuen Stilistiken entsteht eine zeitgenössische „Winterreise“, die Tradition und Gegenwart verbindet.
Ein renommiertes achtköpfiges Vokalensemble aus Hannover begleitet den kreativen Prozess, probt die selbst komponierten Werke mit den Jugendlichen und bringt sie Ende 2026 zur Aufführung.
Dieses besondere, interdisziplinäre Bildungs- und Kulturprojekt braucht deine und Ihre Unterstützung, um die langfristige Zusammenarbeit mit den Profimusiker:innen zu ermöglichen!
www.enercity-herzensprojekte.de/schubert-recomposed
Foto: Manuela Lein

Der erste Blumenstrauß aus dem Garten im Jahr ist immer eine besondere Freude. Klar könnte ich auch Schneeglöckchen zeitig im Jahr hereinholen, sie sind für mich jedoch „Draußenblumen“ und dürfen ihre Glocken so lange es geht in Freiheit läuten. Dieser hier ist für die Praxis, damit die Klienten Freude an ihrem Platz haben, wo auch ihre Teetasse steht und auf dem Stuhl noch die Wärmflasche zu finden ist.
Seit gestern sind wir auf Bowls mittags umgestiegen. Erstaunlich zu sehen, wie der Bruder damit umgeht – er isst sie langsam und in Ruhe. Was sonst an Essen in fünf Minuten verschwunden ist, wird jetzt genüsslich gekaut, genossen und angeschaut. Es ist schön bunt – von roter Beete über Karottensalat, grünen Salat, Rucola, Feldsalat, Gurken, Paprika, Kresse, Linsen, Couscous und vieles mehr gibt es eine Menge zu entdecken. Besonders gefreut hat er sich über ein Stück Avocado als Krönung, die wurde zur Seite geschoben und bis zum Schluss aufgehoben. Sonst isst er immer das zuerst, was er am liebsten mag und zwar im Rasanttempo. Bei Bowl genießt er, legt auch mal das Besteck zur Seite, kaut ruhig und ist für 20 Minuten absolut konzentriert (Rekord!). Sauerkraut ade bis zum Herbst, jetzt sind wieder andere Sachen dran und die Bowl hat sowohl gekochtes als auch rohes Gemüse am Start.

Es sind nicht die bunten Farben, die lustigen Töne und die warme Luft, die uns im Frühling so begeistern. Es ist der stille, weissagende Geist unendlicher Hoffnungen, ein Vorgefühl vieler frohen Tage, des gedeihlichen Daseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahnung höherer, ewiger Blüten und Früchte, und die dunkle Sympathie mit der gesellig sich entfaltenden Welt.
Novalis, 1772–1801
Barbara hat diese herrliche Küchenschelle (Pulsatilla) fotografiert. Lieben Dank!

Die Sonne – mit Wind kehrte sie zurück über die Ostertage und der bläst den Kopf frei.
Familientage und auch intensive Literaturtage, denn für die neuen Seminarinhalte des Nautilusprojekts sortiere ich derzeit die Quellen, um die Skripten gut vorzubereiten. Es bedeutet, intensiv das in den letzten Jahren Erarbeitete, Notierte, Zusammengestellte zu durchforsten und zusammenzubringen, damit es lebendiges Unterrichtsmaterial ergibt mit vielen praktischen Übungsanleitungen. Dafür braucht es viel Konzentration und Fokus.
Dankbar sind wir für die Wunder im Garten in diesen Tagen. Schlüsselblumen wiegen sich im Wind, Dutzende, wo letztes Jahr nur eine Pflanze war. Die Nektarine blüht, die Aroniabeere bekommt Blätter, der Liebstöckel treibt und die Märzenveilchen, die dieses Jahr ganze Flächen bedeckt haben, ziehen sich langsam zurück. Die Schlehenpflaume hat sich ein schneeweißes Wunderkleid angezogen.
Guten Wochenstart allen.

Wenn aus den Weltenweiten
Die Sonne spricht zum Menschensinn
Und Freude aus den Seelentiefen
Dem Licht sich eint im Schauen
Dann ziehen aus der Selbstheit Hülle
Gedanken in die Raumesfernen
Und binden dumpf
Des Menschen Wesen an des Geistes Sein.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Aroniabeere, Stand gestern. Vorfreude.

Ostern – habt gesunde, frohe, wunderschöne, sonnenleichte Tage.

Der Osterhas
Die Sonne geht im Osten auf,
der Osterhas beginnt den Lauf.
Um seinen Korb voll Eier sitzen
drei Häslein, die die Ohren spitzen.
Der Osterhas bringt just ein Ei –
da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer
mit Sandstrand vorne und umher.
Der Osterhas ist eben fertig –
das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
Nesthäkchen findet – eins, zwei drei,
ein rot, ein blau, ein lila Ei.
Ein Ei in jedem Blumenkelche!
Seht, seht, selbst hier, selbst dort sind welche!
Ermüdet leicht im Morgenschein
schlief Kurtchen auf der Wiese ein.
Die Glocken läuten bim, bam, baum,
und Kurtchen lächelt zart im Traum.
Di di didl dum dei wir tanzen mit unsren Hasen,
umgefasst, zwei und zwei,
auf schönem, grünem Rasen.
Christian Morgenstern,1871 – 1914

Gleich zwei Klienten gestern mit der ärztlichen Diagnose Burnout. Beides enorm leistungsorientierte Frauen. Beide mit der Frage: „Wie schnell bin ich wieder fit und normal?“ Beide erleben den eigenen Körper als feindlich, weil er „mich lahmlegt“. Und was versteht ein Mensch unter „normal“ – dass man wie eine Maschine funktioniert?
Als ich Kind war, sagte meine Oma sehr oft: „Es braucht sehr lange, bis Nerven ruiniert sind und noch viel länger, bis sie wieder gut werden. Deshalb muss man immer auf gute Nerven achtgeben.“ Das war keine moderne Hirnforschung, dennoch nicht weniger wahr. Es war Erfahrung nach zwei Weltkriegen und einem gut gefüllten Leben mit unglaublich viel Arbeit.
Wir kehren nach so einem tief einschneidenden Burnout, der die Biographie nicht einfach „weiterschreibt“, sondern wo vielleicht sogar ganz neue Seiten angefangen werden wollen, nicht zu dem Zustand zurück, der genau in den Absturz geführt hat! Es geht nicht darum, sich sein altes Leben wieder zu holen, sondern das neue Leben zu entdecken, das es wert ist, freudig gelebt zu werden. Der Weg dahin – ein Prozess des Anerkennens, dass es der Körper gut meint. Dass es human being heißt, nicht human doing. Ein Weg des Entdeckens, der Erkenntnisse, des Staunens und der Veränderungen im Idealfall. Wir werden sehen.
Das Wahrnehmen der Wunder in der Natur ist Medizin vom Feinsten. Dr. Wald und Dr. Garten sind die mächtigsten Therapeuten, denen ich zuarbeiten darf.

Lob des Frühlings
Saatengrün, Veilchenduft,
Lerchenwirbel, Amselschlag,
Sonnenregen, linde Luft!
Wenn ich solche Worte singe,
braucht es dann noch große Dinge,
Dich zu preisen, Frühlingstag!
Ludwig Uhland, 178–1847
Irene hat das schöne Bild gemacht. Danke dir!