Kategorie: Allgemein

  • Energie

    „Energie“ ist das Seminarthema am Samstag, darauf freue ich mich sehr. Energie kann ich gerade gut gebrauchen, vermutlich der Rest der Welt auch. Schaue ich auf die Bäume vor dem Haus, werden dort die Blätter schon bunt aufgrund der Trockenheit. Im Bioladen habe ich heute getrocknete Aroniabeeren gesehen – perfekt. Die können wir direkt vom Strauch getrocknet ernten. Vermutlich wird es mit dem Holunder nicht anders. Wobei das alles gänzlich unangemessenes Jammern ist in Anbetracht der Brände überall auf der Welt.

    Grundlage von Energie ist für mich, immer wieder in die ruhige Mitte zu kommen. Dazu brauche ich Zeiten des Nichts. Kein Input, kein Sprechen, Stille. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenige Tage Stille wirken. Für andere sind das Wandertage in der Natur, manche entspannen total am Wasser. Ich habe ein paar Kraftorte, die mir sehr schnell Energie geben – hast du auch Orte, an die du gehst und du merkst förmlich, wie deine Batterie auflädt?

    Stephanie hat das Mühlrad entdeckt. Danke für dein Bild.

  • Kraftort Buchhandlung

    Ein ultimativer Kraftort ist die Buchhandlung am Goetheanum. Tage kann ich mich darin verlieren, durch die im Sommer offene Tür zum Innenhof kommt ein frisches Lüftchen und der Rest der Welt ist weit weg.

  • Chaos kann ich versus Danke!

    Weshalb verharren Menschen so lange in schwierigen Situationen, auch wenn klar ist – das wird nicht mehr gut werden? Oft ist die Angst vor Neuem, Unbekanntem größer als: Das kenne ich, das ist mir vertraut, damit komme ich klar. Manchmal wiederholen sich Kindheitsmuster in Beziehungen. „Chaos kann ich. Angst macht mir, wenn es ruhig ist. Dann weiß ich: Es wird wieder was passieren.“ Ist das so? Lade ich die Endlosschleifen manchmal förmlich ein?

    Es gibt kein Leben ohne Not, Sorge, Leid, Krankheiten und Kummer. Doch treffe ich jeden Moment meines Lebens die Wahl, den Fokus nur auf das Negative zu richten oder auf das, was vermeintlich im Leben fehlt. Wir jagen der nächsten Karotte nach im Glauben, die größere Rübe würde uns glücklicher machen. Ehrlich? Glücklich machen uns gelebte Momente mit lieben Menschen, miteinander singen, lachen, das Brot teilen.

    Dankbar sein für das klare Wasser im Glas, den Duft von frisch gekochtem Essen, einem Teller Suppe. Dankbar für ein Dach über dem Kopf, eine hilfreiche Hand. Dankbar für dich selbst, denn du verbringst mit dir die meiste Zeit deines Lebens. Wärst du unausstehlich, wie schlimm wäre dein Leben. Also bitte behandle dich nicht so. Dann verändert sich auch das Außen.

     

    Grandiose Landschaft, von Theresa im Bild festgehalten. Dankeschön!

  • Pracht und Schönheit

    Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.

    Rainer Maria Rilke

    Bornholm, Theresa hat fotografiert. Danke dir!

  • Nagomi

    Nagomi – ein Herzensweg für den Alltag. Ken Mogi, Neurowissenschaftler und Autor, verbindet japanische Weisheit und Wissenschaft und hat ein Buch über die Prinzipien von Nagomi geschrieben. Es basiert auf innerer Ruhe, Verbundenheit, Einfachheit, Mitgefühl und Harmonie, wodurch Ausgeglichenheit entsteht. Sich in die Stille begeben und sich Zeit für seine Seelenhygiene (ein heute kaum mehr bekanntes Wort) nehmen, innere Ruhe durch bewusstes Atmen üben, die kleinen Momente und Dinge des Alltags schätzen, um Freude und Dankbarkeit zu erleben, achtsam handeln und allen Lebewesen mit Respekt, Geduld, Nachsicht und offenem Herzen begegnen – so entsteht innerer Frieden.

    In diesen sehr bewegten Zeiten muss ich mir jeden Tag über diese grundlegenden Übungswege bewusst werden, damit der Alltag  nicht dazu führt, dass ich das Wesentliche des Lebens aus den Augen bzw. dem Herzen verliere. Diese Momente des Inne-Haltens sind kostbar und wichtig.

     

  • Erntetage

    Ein jeder Tag ist für den Geist ein Erntetag.

    Friedrich Rückert

    Für viele Landwirte ist jetzt jeder Tag Erntetag, hoffentlich mit gutem Ertrag. Ohne die Arbeit der Menschen in der Landwirtschaft hätten wir nichts auf dem Teller. Als Kinder mussten wir immer bei der Ernte helfen, dafür gab es sogar manchmal schulfrei. Den Weg vom Acker zum Teller kannten alle Kinder, die harte Arbeit machte uns bewusst, wie kostbar Essen ist. Danke an Manuela für das Foto!

  • Schwankungen

    Der Computercrash zieht nach wie vor Kreise bei uns. Die Festplatte wird derzeit neu zusammengesetzt, mehr Sicherungssysteme sind installiert, es gibt ein neues Gerät, das den Rechner bei spontanem Stromausfall geordnet sichert und runterfährt. Gestern ist allein zweimal das neue Gerät angesprungen, hatten wir zweimal Stromunterbrechung, nur ganz kurz, aber ausreichend, dass das Gerät reagiert hat. Heute haben wir mit unserem Versicherungsmakler über Schutz solchen Themen gegenüber gesprochen. Bei ihm war auch Stromausfall. Viele berichten mir, dass derzeit starke Schwankungen im Stromnetz sind, was für moderne Geräte durchaus schwierig ist, weil sie so empfindlich sind.

    Manchmal verstehe ich, wenn ein Klient sagt, er sehne sich nach der Hütte im Wald ohne jedes Internet. Bei einem Paargespräch kam es letzte Woche zu dieser Situation: Er spricht von der Hütte im Wald, abseits aller Zuviel-isation. Sie trocken: „So ein Gschmarri! Du wärst der Erste mit Zecken an der Wade und sofort am Heulen, wenn du nicht gleich googeln kannst, wie viel Lebenszeit dir jetzt noch bleibt.“

    Ich finde das Leben derzeit herausfordernd. Vielleicht, weil Sommer nicht meines ist, weil derzeit viele Dinge danebengehen, dass die Lebensfreude durchaus auf der Strecke bleiben kann und damit meine ich nicht nur mich. Wann haben wir angefangen mit diesem Lost-Gefühl? Wird Zeit, das wieder zu verändern. Deshalb heute allen einen sehr kraftvollen, großartigen Marstag.

     

    Manche Lebenszeiten sind Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bisschen wacklig, unklar, wohin es geht, dennoch einladend. Danke an Stephanie für das Reminder-Foto.

  • Es wachsen Tag und Hitze

    Der Sommer folgt.

    Es wachsen Tag und Hitze,

    und von den Auen dränget uns die Glut;

    doch dort am Wasserfall, am Felsensitze

    erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

    Der Donner rollt,

    schon kreuzen sich die Blitze,

    die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,

    dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;

    doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

    Johann Wolfgang von Goethe

    Hitze wächst in diesen Tagen erneut an. Stephanie beschert uns einen Durchatemmoment mit ihrem „Durchblick auf eine schöne Landschaft“. Danke dir.

  • Aufbruch und Staunen

    Diese Woche ist Aufbruchstimmung, viele verreisen jetzt in die Sommerfrische. Eine schöne erholsame Zeit allen und gesunde Rückkehr. Wir sind auch in den Ferien am Start, so dass ihr gern Termine vereinbaren könnt.

    Aufstellungsarbeit – ruhig. Achtsam. Mit einem Mal zeigt sich das System in seiner gesamten Genialität und Tragik. Wer trägt was und weshalb? Wer macht den Pausenclown, damit Schweres leichter wird? Wer regiert das System von unerwarteter Position aus? Was kommt aus der Vergangenheit vielleicht wie eine schwere Wolke, was sind Stärken und Ressourcen aus dieser Quelle? Fragen, auf die ein System Antworten schenkt, wenn man ihm die Zeit lässt, sich zu zeigen, zu lauschen und aufmerksam zu werden auf das, was ganz klar geschrieben steht, wenn man die Perspektive vielleicht auch nur minimal verändert. Danke für die feine Arbeit am Sonntag mit unserem festen Team erfahrener Stellvertretenden.

    Allen einen guten Start in die letzte Juliwoche.

     

    Stephanies Bild nimmt uns mit auf eine Reise durch frische Luft und Waldkühle. Danke dir!

  • Es spricht das Weltenwort

    Es spricht das Weltenwort

    Das ich durch Sonnestore

    In Seelegründe durfte führen

    Erfülle deines Geistestiefen

    Mit meinen Weltenweiten

    Zu finden einstens mich in dir.

    Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner

    Stephanie war im Altmühltal unterwegs und hat schöne Fotos geschickt. Herzensdank!