Systemisch denken lernen

Spannende Erkenntnis am Wochenende – systemisches Coaching ist nicht gleichbedeutend mit Aufstellungsarbeit. Da steckt noch viel Widerstand in Unternehmen, wenige Führungskräfte nutzen bislang Aufstellungen, vielen ist das „zu esoterisch“. Was ist systemisches Coaching? Zunächst ein Denk- und Erkenntnisprozess. Was für ein System ist das Unternehmen? Wie ist es aufgebaut? Welche Subsysteme tragen das Ganze, welche stören es? Mit welchen Systemen ist die Unternehmung verbunden? Bilden Kunden mit Mitarbeitenden ein System oder agieren sie eher gegeneinander? Ist das System offen oder geschlossen, blockiert es an manchen Stellen?

Bekanntes aus der therapeutischen Arbeit findet sich in den Phasen, in denen Systeme stecken: Von einem status quo, der irritiert wird über Verleugnung, Chaos, Zusammensturz, Entscheidung zur Metamorphose, Veränderung und Einbezug der Erkenntnisse bis neuer status quo folgen Systeme dem Prozess, den Virginia Satir beschrieben hat (der seinerseits auf vielen Füßen ruht). Erkennen der Phase, Anregen der Prozesse, Fragen stellen sind mögliche Interventionen. Systemische Arbeit ist ein weites Feld. Chaosforschung/The Edge of Chaos, systemische Grundlagen und Peter Senges „Die fünfte Disziplin“ waren Bestandteil des Wochenendseminars, ein erstes Hinspüren, Kennenlernen und die Einladung, sich intensiv auf neue Lernwege einzulassen. Vermutlich werden wir systemisches Denken immer mehr brauchen.

Hab einen tatkräftigen Dienstag.

 

Stephanie war am Strand unterwegs und hat diese Fülle fotografiert. Lieben Dank!


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