Der Sommer naht.
Wer Sommer mag, darf nun genießen. Wer es lieber kälter bevorzugt, dem sei die Vorfreude via Foto gegönnt, hier aus Schweden. Danke an Theresa für das „coole“ Foto.
1 gefällt mirDer Sommer naht. Wer Sommer mag, darf nun genießen. Wer es lieber kälter bevorzugt, dem sei die Vorfreude via Foto gegönnt, hier aus Schweden. Danke an Theresa für das „coole“ Foto.

Turbulent trifft es gut. Wenige Tage nach der Waschmaschinenreparatur entschließt sich das Gerät, uns zu zeigen, dass wir die Botschaft nicht verstanden haben. Wir werden aus dem Schlaf gerissen durch immensen Krach. Kugellagerschaden, final. Okay, sie hat ihre Sollstunden mehr als erfüllt. Also jetzt doch neu. Ab ins Fachgeschäft, die neue Maschine (gleiches Teil wie die alte, weil bewährt) ins Auto gewuchtet, daheim durchs Haus geschleppt, aufgebaut, Testlauf Check gut. Abends Maschine mit voller Ladung an. Morgens rausgeholt – patschnass. Auf Schleudern gestellt: noch nasser. Kurze Eskalation. Zum Glück ist es 5 Uhr morgens und im Laden noch keiner.
Der geduldige Gemahl testet alles Programme durch – das „magische Maschinenhändchen“ findet keinen Fehler. Er schleudert die Wäsche problemlos. Er packt die nächste Ladung rein, alles läuft. Nächste Maschine: alles klatschnass. Drei Stunden telefoniert der Gemahl. Mit dem Geschäft, wo wir die Maschine gekauft haben. Das verweist auf den Kundendienst und vice versa. Resultat, vorläufiges: Wir sollen jetzt mal einfach weiterwaschen, das Ding macht keine Fehler. Diese neuen Maschinen würden alles genau messen und es muss von der Menge her passen (jaaaaa – bis 8 kg ist nicht sooo schwer). Leichtes Gefühl von nicht ernst genommen werden. Wir glauben nicht ganz, dass das Programm keinen Fehler macht, weil es auf 3 Minuten Stand noch exakte 49 Minuten gelaufen ist. Ich möchte nur Wäsche waschen. Viiiiel Wäsche. Und dennoch – es ist, wie es ist.
Ruheort
1 gefällt mir Turbulent trifft es gut. Wenige Tage nach der Waschmaschinenreparatur entschließt sich das Gerät, uns zu zeigen, dass wir die Botschaft nicht verstanden haben. Wir werden aus dem Schlaf gerissen durch immensen Krach. Kugellagerschaden, final. Okay, sie hat ihre Sollstunden mehr als erfüllt. Also jetzt doch neu. Ab ins Fachgeschäft, die neue Maschine…
1 gefällt mir Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Friedrich Nietzsche Vielleicht beruhigen uns Symmetrien deshalb, weil sie mit Ordnung im Außen das Chaos im Inneren auszugleichen versuchen.

Vertrauen – ein großes Wort. Taucht meist in negativen Zusammenhängen auf: missbrauchtes Vertrauen, war das Vertrauen nicht wert, von wegen vertrauen, trau, schau, wem …
Vieles würde null funktionieren ohne Vertrauen. Wir vertrauen, dass ein Busfahrer uns sicher ans Ziel bringt, Müllabfuhr kommt, Zusagen eingehalten werden, dass in unserem Land die Autos rechts fahren und Kreisverkehre gegen den Uhrzeigersinn.
Heute mag ich für das Vertrauen eine Lanze brechen (wobei Hirn einschalten immer dazugehört). Als Kinder hatten wir offene Haustüren. Man latschte in jedes Haus hinein, brüllte „Huhuuuu, wer da?“ und lehnte die Tür sacht wieder an, wenn keiner da war. Fenster konnten während des Einkaufs gekippt bleiben. Wechselgeld musste man nicht unbedingt nachzählen (je nachdem, wer an der Kasse saß).
Wir brauchen Grundvertrauen in uns und andere Menschen. Das Vertrauen, dass alle am Abend gern gesund, sicher und froh daheim sein wollen. Dass man auch mal irgendwo was abstellen kann, ohne dass es jemand mitnimmt. Dass wir aufeinander achtgeben statt wegschauen.
Einladungen: Integriere das Wort in deinen Wortschatz und fülle es mit Leben. Weniger Taschenkobold. Du siehst nur, wo deine wachen Augen und Hände gefragt wird, wenn du wahrnimmst, was um dich herum geschieht. Erlaube dir deine eigene Vertrauenswürdigkeit. Plus x. Ich möchte sehr gern in einer Gemeinschaft von Menschen leben, für die Vertrauen ein Wert ist.
Ich vertraue auf die Holunderkraft im Winter, wenn die Grippezeit beginnt. Er blüht so schön schon.
2 gefällt mir Vertrauen – ein großes Wort. Taucht meist in negativen Zusammenhängen auf: missbrauchtes Vertrauen, war das Vertrauen nicht wert, von wegen vertrauen, trau, schau, wem … Vieles würde null funktionieren ohne Vertrauen. Wir vertrauen, dass ein Busfahrer uns sicher ans Ziel bringt, Müllabfuhr kommt, Zusagen eingehalten werden, dass in unserem Land die Autos…
1 gefällt mir Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat. Matthias Claudius

Der Bruder war vier Wochen schwer krank. Letzten Dienstag die letzte Antibiose. Bis Samstag alles fein. Samstagabend bestens gelaunt. Sonntagmorgen – Horror. Fieber. Schmerzen. Mit Mühe 200 ml im Katheter. Kurze Überlegung: Krankenwagen rufen? Klinik? Erstmal Notfallmaßnahmen hier ergriffen. Blasenauflage mit Olivenöl und Eucalyptus globulus. Entkrampfungszäpfchen. Globuli. Hinlegen. Kurze Diskussion – Wärmflasche ja oder nein? An die Seite gelegt. Er liegt eine Stunde ganz ruhig. Dann hat er die Nase voll von allem, will angezogen werden, sein Frühstück, seine Puzzles legen. Der Urinstick sagt: keine Bakterien, dafür alle anderen Werte hoch. Mittags wird es besser, abends nochmal, Montagmorgen Urinprobe ins Labor. Zu seinem chronischen Nierenversagen gibt es eben auch akutes Nierenversagen.
Der Sonntag war eine Herausforderung. Für ihn ist Krankenhaus der Ort der größten Angst. Die ist so tief, die können wir ihm mit nichts nehmen. Eine Fahrt im Krankenwagen löst wochenlange Infekte aus – deshalb feiern wir den ambulanten Zahnarzt und warten wir in dem Maß, in dem wir als medizinische Laien es wagen, den Zustand zu halten.
Jemand sagt: Das ist ja doof, wenn das so schnell geht. Ja. Für ihn, denn er muss das alles bewältigen. Wir haben nicht seine Angst, nicht seinen Schmerz. Unsere Aufgabe ist es, einfach da zu sein, das Notwendige und Richtige zu tun, damit er sich aufgehoben, sicher und behütet fühlt. Update Dienstag: Gut gelaunt. Alle Werte bessern sich. Er flüstert permanent vor sich hin: Alles ist gut.
3 gefällt mir Der Bruder war vier Wochen schwer krank. Letzten Dienstag die letzte Antibiose. Bis Samstag alles fein. Samstagabend bestens gelaunt. Sonntagmorgen – Horror. Fieber. Schmerzen. Mit Mühe 200 ml im Katheter. Kurze Überlegung: Krankenwagen rufen? Klinik? Erstmal Notfallmaßnahmen hier ergriffen. Blasenauflage mit Olivenöl und Eucalyptus globulus. Entkrampfungszäpfchen. Globuli. Hinlegen. Kurze Diskussion – Wärmflasche…
3 gefällt mir Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter von allen. Cicero, 106 v. Chr. – 43 v. Chr. Kraftquelle Goetheanumpark. Herrlich, die Rosen.

Was für ein Luxus ist eine Waschmaschine in einem Haushalt mit pflegebedürftiger Person. Da fallen am Tag gut und gern zwei Maschinen Wäsche an. Netterweise hat sich letzte Woche die dicke Gummidichtung in der Tür um sich selbst gedreht und meinte, direkt ein wenig rauchen zu müssen. Zum Glück hat sie dicht gehalten. Wir haben versucht, alles an Wäsche zu reduzieren und die letzten Tage habe ich konventionell wie früher von Hand in großen Töpfen auf dem Herd gewaschen. Klar hätte ich die Wäsche auch zu Tochter oder Bruder fahren können, doch rechne ich Fahrzeit und Wartezeit, bis die Wäsche gewaschen ist, habe ich das hier selbst erledigt, wenn vielleicht auch nicht so erfolgreich. 1400 Umdrehungen beim Schleudern schaffe ich mit der Hand nicht ganz.
Das hat mir aufgezeigt, wie krass die Hausarbeit früher war – und wir haben einen normalen Herd, also nix mit Holzhacken, Wasser schleppen und Feuermachen.
Manchmal sind solche Momente wichtig, um vieles zu hinterfragen und froh zu sein, wenn ein Gerät funktioniert. Mir ist aufgefallen, wie viel Wäsche hier wirklich jeden Tag anfällt, wenn man den pflegebedürftigen Menschen 24/7 sauber und frisch haben möchte. Er ist auch anderes gewohnt, umso glücklicher bin ich, dass wir das jetzt für ihn anders gestalten können.
Hurra – das Teil kam am Wochenende an und alles läuft wieder. Wäschetechnisch.
Bald ist Kohlrabierntezeit.
3 gefällt mir Was für ein Luxus ist eine Waschmaschine in einem Haushalt mit pflegebedürftiger Person. Da fallen am Tag gut und gern zwei Maschinen Wäsche an. Netterweise hat sich letzte Woche die dicke Gummidichtung in der Tür um sich selbst gedreht und meinte, direkt ein wenig rauchen zu müssen. Zum Glück hat sie dicht…

Mein Selbst es drohet zu enfliehen
Vom Weltenlichte mächtig angezogen
Nun trete du mein Ahnen
In deine Rechte kräftig ein
Ersetze mir des Denkens Macht
Das in der Sinne Schein
Sich selbst verlieren will.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner
Pflanzenmetamorphose von Christian Hitsch am Goetheanum
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Manchmal erklären Gesten mehr als jedes Wort. In der Eurythmie gibt es den Laut M, der mit beiden Händen und Armen geformt wird. Eine Hand schiebt nach vorne, eine Hand kommt zu dir, die Fingerspitzen sind oben. Es ist eine fließende Geste, die Hand, die zu dir kommt, wendet an dem Punkt, an dem dir die Nähe reicht und darf ins Wegschieben gehen. Es gibt viele Gedanken und Ideen zu diesem wundervollen Wassermannlaut. Ich habe ihn gestern verwendet, um jemandem zu zeigen: Du darfst entscheiden, wie nah zu etwas an dich heranlassen magst oder auch, was du jetzt erst einmal ein Stück vor dir schieben magst, weil es jetzt nicht dran ist. Es war ein tiefes Erleben: Ich habe es im wahrsten Sinn des Wortes in der Hand, ob ich etwas an mich lassen oder auf seinen Platz verweisen mag. Es sind kleine Gesten, die uns wieder die Erlaubnis erteilen, nicht in der Flut von Außen zu ertrinken, sondern uns bewusst zu positionieren und in die Klarheit zu kommen.
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