Zack, kaputt!

Der Gemahl will das Dachfenster in der Praxis nach dem Lüften schließen. Ein Ruf, ich renne hoch: das Fenster hängt nur noch an einem kleinen Eckchen, der Rest schwebt über dem Kopf des Gemahls, dem Dach und der Photovoltaikanlage. Das Fenster ist superschwer, halt ein Dachliegefenster mit Rollladen drauf. Mit Mühe zerren wir es (halbwegs) zurück, schließen geht nicht mehr. Check der Fensterbauer in der Stadt. Anruf. Was für ein Glück, am gleichen Mittag kommt jemand und stellt fest – Fenster kaputt. Wir brauchen ein neues. Er sichert das Fenster, schließt und verklebt es, damit alles dicht ist, bis das neue Fenster kommt.

Der Anblick des richtig schweren Fensters, aus den Angeln gehoben und frei schwebend über dem Dach war wenig erfreulich. Ich sah schon Dach und Photovoltaik zerschmettert, unsere Finger zerquetscht weil eingeklemmt. Jaja, ich bin ein Meister der Worst case-Szenarien. Gemahl ganz ruhig: „Das Ding zickt ja schon ne Weile, jetzt kommt ein neues Fenster, dann sind wir wieder gut aufgestellt.“ Vermutlich haben die Wespen, die dort vor Wochen reinnisten wollten, genau das auch gedacht, weil da vermutlich schon eine Lücke war. Ich atme auf, wenn das neue Fenster drin ist und wir den Rollladen umsetzen konnten, der ein echter Luxus ist und lebensrettend bei dem Sommerwetter. Ein weiterer Beitrag aus der riesigen 2026er-Reihe „Dinge, die kein Mensch hier je gebraucht hätte“. 2026 hat das Potential, da ganz weit vorne im Ranking zu liegen. Tag der Sonnenfinsternis eben. Sehr passend. Kann dann ja mal ein Fenster einfach so rausfallen (na, ganz so war es nicht, aber gefühlt, gefühlt, so war das gefühlt, ihr Lieben).

Habt einen entspannten Freitag.

 

2016 sah die Praxis noch ganz anders aus. Was da jedoch noch sehr gut aussah, war das Corpus delicti vom Mittwoch. Zack, kaputt.


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