Wer formt sich?

Manchmal haben wir im Leben das Gefühl, dass wir wie im Nebel umherirren. Ohne vernünftige Orientierung, vielleicht gehen wir schon lang im Kreis und kein Licht weist uns den Weg. Wie gut fühlt es sich an, wenn wir nach so einer Durststrecke, sei es mit dem Auto oder im übertragenen Sinn in dunklen Wochen unseres Lebens, plötzlich merken, dass sich Schleier heben, Licht durchdringt sie und mit einem Mal stehen wir in einer wunderschönen Landschaft und können wieder erkennen, wo wir unsere Füße sicher hinsetzen können.

Wie gut, wenn wir in solchen düsteren Zeiten Weggefährten haben, die mit uns gehen, gemeinsam übersteht man vieles leichter. Und wenn wir keine solchen Mit-Menschen finden, sind wir eingeladen, das Vertrauen, dass die Nebel sich lichten, immer wieder vor unser zaghaftes Herz zu stellen. Das sind die wirklichen Bewährungsproben des menschlichen Lebens – wie gehe ich durch die dunkleren Zeiten und Täler? Welcher Mensch taucht da dann in mir selbst auf oder entwickelt und formt sich?

Danke an Stephanie für das Foto aus der wunderschönen Schweizer Landschaft.

 


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