Was, du hast keine mega Vision?!

Der Mensch – ein werdendes Wesen in den Worten von Rudolf Steiner. Wer möchte ich werden? Das braucht Bewusstsein dessen, wer man bereits ist, was da ist und dann gilt „Folge der Freude“. Was löst wirklich in mir Freude, Be-Geist-erung, Zufriedenheit, Flowgefühle aus? Finde ich das, was Japaner Ikigai nennen, den Grund, morgens aufzustehen? Wir hängen das bei uns megahoch. Lebenssinn. „Ich muss ‚die eine Sache‘ finden, die mich restlos glücklich macht.“ „Ich muss eine Vision entwickeln, sonst bin ich lost.“

Das kann Menschen fast schon krank machen, die Jagd nach der einen Sache, die uns dann bis zum Ende unserer Tage restlos glücklich machen kann. Was, wenn der Sinn deines Lebens bereits da ist? Er mit deinen zentralen Werten verknüpft ist und du bereits sehr viel von dem lebst, was für dich essenziell und kennzeichnend ist? Was, wenn du in dem, was du tust, erkennst: Es macht Freude UND Arbeit. Es ist erfüllend UND manchmal nervig. Es ist toll UND kann stressen. Weil es einfach so ist. Egal, wo dein Platz im Leben gerade ist: vielleicht ist er schon perfekt, wenn du dich entscheidest, dass er sich für dich genau richtig anfühlt, egal, was andere denken. Ob du in einer Kita kleine Menschen begleitest, als Arzt arbeitest, die Pakete vorbeibringst, deinen Garten bestellst – all das kann ein wundervolles Ikigai sein, wenn du mit Leib und Seele dabei bist. Und wer weiß, wozu es dich bringt, wenn du der Freude folgst. Bleib einfach neugierig und hab einen tollen kraftvollen Marstag.


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