Voll lost

Jetzt wissen wir es: Die Festplatte, die im Juli kaputtgegangen ist, ist final lost. Aus den „vermutlich sind 80 bis 90 Prozent zu retten“ wurde ein „wir können nichts wiederherstellen“. Da ich nun schon Wochen weiß, was fehlt, muss ich nicht mehr denken „wenn die Daten wieder da sind …“. Schade: Hunderte von Fotos, die ich von unserem Bruder von seiner Zeit bei uns seit 3 ½ Jahren gemacht habe, sind weg. Mist: Ich bin in einer umfangreichen Fortbildung. Alle Mitschriebe, alles, was ich aus der Literatur dazu zusammengetragen und notiert, Lernmaterialien, die ich mir dazu gemacht habe, sind weg. Ende Januar ist Ende des Prüfungszeitraums. Mir fehlen schriftliche 85 Prozent des erarbeiteten Stoffs (ich glaube nicht, dass der in meinem Gehirn schon final gelagert ist. Mitschrieb ist nicht Gelerntes). Ich versuche, alles neu aufzubauen. Entweder gelingt es oder ich lerne, dass auch ich nicht alle Dinge so beenden kann wie erträumt. Schade für die Fotos, ärgerlich für alle Unterlagen des Bruders, die wir für Ämter, Behörden, Kassen jemals eingescannt hatten. Es ist, wie es ist.

Learning: Wir haben jetzt viel stärkere Sicherungssysteme und noch mehr Speicherroutinen installiert, die Erfahrung ergibt, dass ich wieder so lerne wie die meiste Zeit meines Lebens: Exzerpieren, verdichten, auf Spickzettel schreiben und auswendig lernen. Hoffnung: Wenn ich das zum zweiten Mal mache, wird das wahrscheinlich grandios gut für den Lernstoff sein. Vermutlich hat den keiner so intensiv beackert wie ich, ob dann mit oder ohne Abschluss. Allen einen Tag ohne Stromausfall mit unerwarteten Folgen, dafür Frohsinn.


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