Das Bufett ist eröffnet

Auf meinem Einkaufsweg komme ich an einer wundervollen Magnolie vorbei, von der ich hoffe, dass die Blüten noch geschlossen sind, wir haben Morgenfrost. In wenigen Tagen öffnen sie sich und zeigen mit ihrer Blütenpracht, dass sich das Warten über ein ganzes Jahr gelohnt hat.

Kostbar wird etwas, weil es nicht täglich verfügbar ist. Erdbeeren schmecken am besten aus dem Garten (so die Schnecken nicht unten alle angefressen haben und man erntet und denkt sich nur – oh nein!). Alles hat seine Zeit und macht sie dadurch auch zu etwas Besonderem.

Viel Freude nehmen wir uns mit der Allzeit-Verfügbarkeit von Dingen, zu Lasten der Natur mit allen negativen Folgen. Wir hypen Superfoods, die Flugstrecken hinter sich haben, wie ich sie im gesamten Leben nicht erreichen werde und übersehen die Kraft von Hagebutte, Brennnessel und Giersch vor der Haustür.

Das Wildkräuterbuffet ist eröffnet! Miere, Giersch, Pimpernelle und vieles mehr bereichert neben Gänseblümchenblüten und bald den ersten zarten Löwenzahnblättern die Mahlzeiten. Wer sich nicht auskennt, mache sich schlau, damit nicht wild aus der Natur abgeräumt wird, sondern nur gepflückt, was auch passt und benötigt wird. Kräuterführungen und -Ausbildungen helfen, das alte Wissen wieder zu beleben.  Deine Gesundheit hast du teilweise selbst in der Hand. Viel Freude beim Entdecken der vielfältigen Geschmacksrichtungen!

 

Die Magnolien im Kaisergärtchen am Würzburger Bahnhof sind jedes Jahr eine Freude. Annemarie hat das Foto gemacht. Dankeschön!


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