Ich fühle wie verzaubert
Im Weltenschein des Geistes Weben
Es hat in Sinnesdumpfheit
Gehüllt mein Eigenwesen
Zu schenken mir die Kraft
Die ohmächtig sich selbst zu geben
Mein Ich in seinen Schranken ist.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner
Kleine Info für euch
Nicht wundern – seit Samstag sind unsere Rechnersysteme down. Rien ne va plus. Die Stromausfälle vor einiger Zeit haben doch mehr Schaden angerichtet als gedacht. Heute wird ein Laptop wieder on fire sein, aber auch der letzte Reparaturversuch an meinem Hauptrechner ist gescheitert, jetzt hilft nur noch neu kaufen und alles neu draufinstallieren. Bringt also ein klein wenig Geduld mit, bald kommen wieder eure Tagesposts und auch Mails kann ich endlich wieder abrufen und beantworten. Spannend – wir sind in rechnerlosen Zeiten aufgewachsen und bemerken, wie stark uns die Technik im Alltag inzwischen prägt. Wir werden mal darüber nachdenken, welche Konsequenzen wir aus dieser durchaus herausfordernden Erfahrung ziehen. Auf hoffentlich baldiges normales Wiederlesen.
Auszeit
Augenferien für dich zum Wochenende.
Bewegend
Bewegter Beton am Goetheanum in Dornach.
Tausenderlei
Immer um diese Jahreszeit versuche ich, in den Küchenschränken Ordnung zu schaffen, bevor die Vorräte vom Herbst Einzug halten. Alles einmal ausräumen, auswaschen, überprüfen. In einem Haus ohne Keller ist das mit Bevorratung nicht einfach, vor allem, wenn viel Platz wegen der Pflegeutensilien für den Bruder gebraucht wird. Das glaubt man gar nicht, was für eine Person zusammenkommt. Im Notfall sind die Vorlagen, Tücher, Einmalhandschuhe und vieles mehr enorm schnell aufgebraucht. Das macht sehr abhängig von außen, kein souveränes Gefühl.
Wir freuen uns sehr aufs Wochenende, da ist schon der 11. Seminartag im Nautilusjahr zum Thema „Spiritualität – die stille Sehnsucht nach Heimkehr“. Einer der Tage, die ich sehr mag. Heute kam aus dem Antiquariat Martin Bubers „Das dialogische Prinzip“ an, so dass die Literatursammlung, die ich in den nächsten Wochen für ein neues Projekt bearbeiten mag, fürs Erste vollständig da ist. Jetzt kann ich mit dem Leseteil beginnen, was für viele Projekte erst einmal ein wichtiger Anfang ist. Ich freue mich.
Hab einen wundervollen Venustag.
Am letzten Seminartag hatten wir Besuch von Pudeldame Luna. Die letzten Momente, bevor die Scheinwerfer für die Aufzeichnung angehen, sind für mich die Zeit für Fokus und Durchatmen, bevor es losgeht. Oder Hundekraulen, wenn es sich ergibt, im Normalfall haben wir nur einen Kater am Start.
Schrullen
Jeder sollte Schrullen haben. Schrullen sind ein hervorragender Schutz gegen Vermassung.
Salvador Dali
Wunderschöne Blüten öffnet die Karde im Garten in diesen Tagen.
Herzliche Einladung an dich!
Abwägungen
Manches braucht Zeit und stellt sich dann als kniefieseliger heraus als erwartet. Das ist vor allem in Teams spannend, denn einer ist immer dabei, der findet, dass man das alles noch viiiel besser machen kann. Klar! Besser geht vielleicht immer, die Frage ist nur, ob es gerechtfertigt ist, für manche kaum wahrnehmbare Verbesserung Manpower und viel Geld zu investieren, wenn der zu erwartende Nutzen nicht so groß ist. Wie immer ist das Zauberwort gelingende Kommunikation.
Allen einen angenehmen Jupitertag mit viel Freude und guten Gesprächen.
Kurpark in Bad Wörishofen 2021 – bei unserer Kneippausbildung bevorzugter Spazierort.
Wunder für dich
Falls du heute ein Wunder brauchst – hier eine Wunderblume als erste Hilfe für dich.
Lebensmosaiksteinchen
Ein junger Mann, der nicht die Altlasten der Familie in die nächste Generation tragen möchte. Ein Team, das einen Blick von außen auf die Abläufe und Kommunikationswege sucht. Eine alte Dame mit körperlichen Symptomen, die eine Anlaufstelle zum Reden braucht. Ein junges Mädchen, die gerade mit allem struggelt. Eine Familie, die von einer Minute zur anderen eine Streiteskalation erlebt und sich fragt, was der Auslöser für diese Heftigkeit war. Ich darf auf so viele Leben und in so viele Schicksale schauen – was für ein Geschenk an Vertrauen und Offenheit.
Am Morgen weiß ich nie, was im Lauf des Tages alles an Themen und Fragestellungen auf mich zukommt. Dazwischen die Pflege des Bruders mit Warteschleife bei der Bestellung von Vorlagen und Kathetern. Eine Nachricht berührt mich: Vor einiger Zeit habe ich aufgrund eines Artikels den Autor kontaktiert mit einer Frage, es ist eine sorgsam zusammengestellte und enorm hilfreiche Mail zurückgekommen. Da hat sich jemand wirklich hingesetzt und mir Antworten geschrieben, die keine Auskunft sind, sondern überlegt, bedacht und sorgsam.
Manchmal sitze ich vor den Mosaiksteinen meines Alltags und wünsche mir, ich sähe das Bild, das sich aus all diesen vermeintlichen Bruchstücken zusammensetzt und sich „mein Leben“ nennt, im Ganzen. Chaos und Glanzlichter. Im Garten haben die Rosen die zweite Blüte begonnen, die Eberesche bekommt orangefarbene Beeren und die Karde setzt den Blütenkranz auf. Wunder um mich, staunenswert. Hab einen freundlichen Wochenteilungstag.