
Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein –
Das Geräusch des Wassers
Bashô, 1644–1694
Kein Teich, doch Wassergeräusche sind sehr oft Beruhigung für die Nerven.

Wie niedlich! Die vierjährige Tochter einer Ausbildungs-Teilnehmerin hat mitbekommen, dass wir in der Bowl Karottensalat und Rote Beete essen. Das findet sie großartig, denn es sind ihre Lieblingssalate. Seit da ist sie ganz begeistert von den Sachen hier bei uns und fragte jetzt, ob ich auch ein Auto habe und wie man zu mir mit dem Flugzeug kommen kann. Sie zeigt etwas Kostbares: Neugier und Interesse. Die Fragen sind ernst gemeint, kein Blabla. Sie ist ein wunderbares Draußenkind und darf auf einem großen Grundstück Gemüse und Blumen mit der Familie anbauen, verbringt den halben Tag an der frischen Luft und liebt es, vorgelesen zu bekommen. Der kleine Bruder ist ein Jahr alt und die große Schwester darf ihm jetzt auch was vorlesen. Hier geschehen viele Dinge auf beste Weise: Natur, frische Luft, einbinden in den häuslichen Ablauf, Erleben, dass und vor allem auch mit welcher Arbeit Nahrungsmittel angebaut, geerntet und verarbeitet werden. Beeren vom Strauch pflücken ist da ebenso Alltag wie malen, basteln, singen und auch mal richtig fett im Matsch spielen. Sie verbringt zudem Omazeit, lernt Handgestenspiele, Lieder und Reime, erlebt Handarbeit und ist bei allem wach und interessiert dabei.
Wer so aufwächst, braucht mit Sicherheit weniger Sorgen um ein stabileres Immunsystem und eine gute psychische Gesundheit haben als andere. Dr. Wald, Dr. Garten, Dr. Haustier und ein sozial stärkendes Feld weben um Kinder und die Menschen, die ihnen das ermöglichen, ein Schutzschild aus Respekt, Achtsamkeit, Freude, Dankbarkeit und goldenem Sonnenlicht. Damit wird jeden Tag auf das Konto bei der Lebensbank einbezahlt für schlechte Zeiten. Ich wünsche allen Menschen so ein Aufwachsen in einem liebevoll getragenen Feld. Was wäre das für eine Welt?
Bunt gemischt – roh und gekocht und am liebsten mit Senf-Mango-Sauce ist unser Bowlvernügen.

So viele schöne Blüten trägt der Quittenbaum. Wir hoffen, dass er in diesem Jahr gut ansetzen kann und nicht Frost und Wetterunbill diese Hoffnung zunichte machen. Quittensaft ist etwas Herrliches. Er gehört neben der Mischung aus weißen, schwarzen und roten Johannis- und Stachelbeeren zu unseren Favoriten.
In dieser Woche ist straffes Fortbildungsprogramm angesagt, herausfordernd und interessant, in zwei Wochen folgt schon die nächste, dieser Mai scheint ein Bildungsmonat zu sein. Parallel arbeite ich weiter an den Skripten für die Therapeutenausbildung und bringe sie auf den aktuellen Stand, so dass die Gruppe, die ab September in die Cardeaausbildung geht, mit ganz frischen Skripten ausgestattet sein wird.
Auch das gehört zu meiner Arbeit im Alltag – Skripten gestalten, Präsentationen für die Kurse vorbereiten, Vorträge schreiben und halten. Die Praxis mit all den mutigen Menschen, die ihre Themen angehen und die ich mit Herzensfreude auf ihrem Weg begleiten darf (und jeder Menge Fachwissen, was über die Jahre gewachsen und gereift ist). Aus- und Fortbildung liegen mir so sehr am Herzen!
Immer dreht sich alles um den Menschen und sein Weg durch das Leben. Das ist auch privat nicht anders, wo wir versuchen, meinen schwer gehandicapten Bruder gut zu begleiten, seit zwei Wochen wieder durch eine schwere Krankheitsphase mit allem, was dazu gehört. Er ist staunenswert geduldig und gelassen mit allem, was das mit sich bringt. Ein weisheitsvoller Lehrer.
Hab einen freundlichen Wochenteilungstag mit einem Quittenblütengruß von gestern aus unserem Garten.
Meine älteste Klientin wird dieses Jahr 80 Jahre alt und war gestern extra im Wald, um mir diesen wundervollen Maiglöckchenstgrauß mitzubringen! Den Stein mit unserem Praxislogo hat Alexandra bemalt und der andere Strauß war der, den ich für die Praxis gestern zusammengestellt hatte. Ist das nicht alles einfach schön?

Ein sehr schönes Seminar-Wochenende war das. Philosophie im Coaching ist ein großartiges Thema! Die Frage „Welches Motto steht über deiner Jugend, deinem mittleren Alter, welches wünschst du dir für dein Alter“ löste viele Beiträge und Gedanken aus. Oft sind es Zitate von vor über 2000 Jahren, die uns in bestimmten Lebensabschnitten begleiten, halten, stärken und trösten oder die wie Leitsprüche über Phasen stehen.
Spiral Dynamics bringt immer Lebendigkeit – die Zuordnung der Memes ist herausfordernd, das Erkennen von Schattenseiten und Vorzügen ist nicht ganz einfach. Die Spirale ist vielen nicht bekannt und es macht richtig viel Freude, das Modell vorzustellen. Zwei unterschiedliche Gruppen von Menschen waren das am Samstag und am Sonntag, die gemeinsam lernen, erforschen, sich kennen lernen und austauschen. Am 26. 9. startet unsere Reise mit dem Nautilusprojekt erneut und es gibt noch kostenfreie Schnuppermöglichkeiten. Infos: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus
Iris oder Schwertlilie – ein unfassbar zauberschönes Pflanzenwesen.

Wenn mir Menschen in der Praxis gegenübersitzen und aus tiefster Seele von ihren Anliegen sprechen, ist das nicht nur ein unglaublicher Vertrauensbeweis, sondern auch ein Wissen in ihnen, dass der Raum gut gehalten, also für sie in dem Moment sicher ist. Das Erleben von Sicherheit ist für unser Nervensystem essentiell. Und genau das ist in so vielen Leben gerade nicht mehr spürbar, diese Sicherheit. Die Pandemie hat viel dazu getan, dass das Sicherheitsgefühl schwindet, ebenso die Außenwelt mit all ihren Herausforderungen und – gerade für junge Menschen – Bedrohungen. Verlässliche Freundschaften finden sich nicht mehr oft, beste Freunde haben Seltenheitswert. Wir haben verlernt, selbst verbindlich in unseren Freundschaften zu sein, zu unserem Wort zu stehen und so auch Sicherheit zu bieten – so kehrt das dann auch im Außen zu uns zurück.
Was hilft gegen die zunehmende Unsicherheit, die in Nervensystemen Angst auslöst und damit ganze Kaskaden verursacht, die uns aus dem Stresstoleranzfenster kicken? Zuerst jede Menge Infos, wie Nervensystem funktioniert und was man selbst tun kann, um den Schlaf zu verbessern und die Vagusbremse wieder zu aktivieren (so wir es nicht schon mit massiven Entgleisungen zu tun haben, die andere intensive Begleitung brauchen) und das Erinnern daran, was uns Sicherheit gibt: Verlässlichkeit. Vertrauen. Liebe. Angenommensein. Ruhe. Miteinander still sein können, lachen und weinen. Erinnern daran, was Menschen zu Menschen macht. Wir können einander so viel Sicherheit geben – wir haben es alle nötig.
Einen guten Start in die erste Maiwoche für dich.
Augenferien aus den Ferienfotos von Stephanie. Danke!

Im Lichte das aus Geistestiefen
Im Raume fruchtbar webend
Der Götter Schaffen offenbart:
In ihm erscheint der Seele Wesen
Geweitet zu dem Weltensein
Und auferstanden
Aus enger Selbstheit Innenmacht.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Stephanie hat das Bild gemacht. Dankeschön.