
Sicherheiten menschlichen Lebens? Alles, was lebt, wird irgendwann sterben. Alles verändert sich ständig.
Deine Augenferien heute hat Ursula fotografiert. Danke für dein Bild!

In diesen Tagen schwingen viele Gedanken noch mit dem Wochenende mit, in dem es um Resonanz ging. Womit gehen wir in Resonanz? Sind wir in uns „stimmig“, haben wir unseren ureigenen Ton gefunden? Wo bin ich ganz bei mir, vollkommen mit mir verbunden?
Darüber denken wir im Alltag vermutlich selten nach. Wenn ich mache, was mit mir im Einklang ist, fühlt es sich gut, rund, stimmig an. Dann kostet es mich keine Energie, sondern gibt mir welche. Mehr von dem, was sich stimmig anfühlt, weniger vom anderen oder anders gesagt: Folge deiner Freude.
Kontrastprogramm beim Coachingtermin unter dem Motto: „Boah, zur Zeit ist alles viel zu viel.“ Wie finde ich auch im chaotischen Tausenderlei des Alltags zu mir? In Minipausen. Im Durch- und vor allem Ausatmen. Im Blick in die Natur. Im Trinken einer Tasse warmen Tees, gern frische Melisse, Eisenkraut, Tulsi oder griechischen Bergtee. Im Beobachten eines Baums auf dem Weg zur Arbeit oder eines Beetes – Wie verändert es sich im Jahreslauf?
Wodurch kannst du dich immer wieder einmitten? Was hilft dir, durchzuatmen? Wo schwingst du mit deinem eigenen Ton in die Welt hinaus?
Erdbeeren – bald sind sie im Garten soweit. Bis dahin erfreut uns Beates Foto. Danke dir!

Weltweit erhalten 20 Millionen Menschen jährlich eine Krebsdiagnose, in Deutschland 600.000 Menschen. Die Diagnose ist zuerst ein massiver Schock, verbindet sich mit dem Wort doch in vielen Fällen ein schmerzhaftes Siechtum und zu früher Tod. Am Sonntagabend gab es den im April erschienenen Film „Cancer Soul“ (https://cancer-soul.com/) online und viele tausend Menschen haben ihn sich angeschaut, aufmerksam den anschließenden Worten der Betroffenen aus dem Film und der Behandelnden, Regisseur, Organisatoren sowie des Teams von Friends for a better world gelauscht. Zu Wort kamen u.a. Lothar Hirneise, Dr. Petra Wiechel, Prof. Dr. Hockertz, Dr. Thomas Rau, Mag. Birgit Fischer, Dr. Jens Wurster und Dr. Dietrich Klinghardt. Es ging darum, die komplexe Erkrankung Krebs neu zu verstehen und das Bewusstsein für das Leben an sich anders zu erfahren.
Immer wieder darf ich Menschen mit dieser Diagnose begleiten, die unterschiedliche Wege der Behandlung gehen, von klassisch Stahl-Strahl-Chemo bis Mix oder auch ganz anders. Oft kommt die Aussage: Die Erkrankung war wie ein Weckruf, zu erkennen, welches Leben ich lebe und welches ich leben will oder anders gefragt: Was muss in meinem Leben zu einem Ende kommen, was fördert meine Authentizität und was möchte neu in mein Leben hereinkommen? Ein ermutigender Film mit vielen Optionen für Betroffene und die zahlreichen Menschen, die begleiten – denn von einer Krebserkrankung ist nicht nur ein einzelner Mensch betroffen, sondern sein gesamtes System verändert sich.
Vor zwei Jahren waren die Gebetsfähnchen neu – inzwischen hängen weiße Fetzen im Wind. So soll es sein. Mögen alle guten Wünsche ihren Weg finden hin zu denen, die sie brauchen.

Fünf erstaunliche Seminartage liegen hinter uns, in denen wir uns tief mit der Frage auseinandergesetzt haben, was unser Dasein auf dem Planeten bewirken soll. Seit vielen Jahren begleitet meine Arbeit, auch wenn sie sehr oft im virtuellen Raum stattfindet, ein ganz klares Gebäudekonzept. Ich denke, lebe und arbeite in diesen Räumen, selbst wenn ich neben dem Pflegebett des Bruders sitze und Seminarunterlagen, Posts oder anderes schreibe. Ich gehe dort über den Hof, wie ich oft zur Erholung durch den Garten am Goetheanum in Dornach spaziere. Ich betrete die Seminarräume und sehe die Menschen vor mir, wenn ich Kurse konzipiere. Worauf ich bislang nie gekommen bin, war das, was in meinem Kopf über viele Jahre als Zentrum mit Eurythmiehaus, Therapeutikum, Waldkindergarten, Permakultur und vielem mehr sich entwickelt hat, ins Bild zu bringen. Genau das habe ich in diesen Seminartagen gemacht, das hat mich wirklich umgeworfen. Was seit Jahren als tiefstes Bild in mir lebt, vor mir als Landschaftsdarstellung mit allen Gebäuden zu sehen, war für mich bewegend.

Es ist erstanden aus der Eigenheit
Mein Selbst und findet sich
Als Weltenoffenbarung
In Zeit- und Raumeskräften
Die Welt sie zeigt mir überall
Als göttlich Urbild
Des eignen Abbilds Wahrheit.
Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Danke an Theresa für das unglaublich tolle Foto.

Was ist dein innerster Wesenskern, deine tiefste Herzensbotschaft? Eine spannende Frage, der wir selten nachgehen. Seit Mittwoch bin ich in einem Seminar, das genau diese Frage erforscht und sehr genau an das andockt, was im Praxisalltag auch die (meist unausgesprochene) Frage unter allen Themen ist – wer bin ich? Oder anders formuliert: Bin ich auch dann liebenswert, wenn ich nur bin?
Es zeigt mir auf, wie oft wir konditioniert sind. Es geht uns oft nicht um unser Sein, sondern um das „wer bist du im Außen“ – und genau daran verzweifeln viele Menschen, weil die GAP zwischen dem, was sie im Außen darstellen sollen (die Frage dahinter: Wer sagt das eigentlich?) und dem, was sie können oder wollen groß sein kann.
Es heißt nach wie vor Human being. Klar werden wir an unseren Taten gemessen, dennoch spüren wir alle sehr genau, was „echt“ ist und was nicht. Showtime ist anstrengend, kostet Lebensenergie, letztlich Leben und dann taucht der Aspekt auf – für wen oder was habe ich das alles gemacht?
Also andere, neue Frage: Wer bin ich und – bin ich es aus tiefstem Herzen, mit Freude und gern? Lebe ich mein Leben oder spiele ich die Rolle im Film eines anderen?
Kein bisschen eine andere Rolle als die einer Pfingstrose spielen die verschiedenen Schönheiten in diesem Strauß. Da versteht man, weshalb Päonien früher so wertvoll wie Tulpenzwiebeln waren ob dieser unfassbaren Vielfalt. Ein feines Wochenende für dich, mögen viele echte Momente dein Herz stärken und Menschen deinen Weg kreuzen, die dich erleben wollen, nicht deine Maske.

Spannend: In diesen Tagen bin ich unterwegs in Sachen Analyse von Gaben, Potentialen und anderem. Resultat bisher: Zentrales Lebensthema Raum halten, geben, und Raum werden, Weite schenken. Präsenz-Qualität sehr ausgeprägt und Behüten. Es steht für Schutz UND Ausdehnung, für Ruhe und Raum und Dasein. Zweiter Faden – Sprache, Lernen, Wissen aufnehmen und vermitteln. Na dann. Das wird sich in den nächsten Tagen noch ein wenig vertiefen, mal schauen, wo ich dann am Ende der Woche mit diesem Prozess des genau Hinschauens landen werde, gut gespiegelt und begleitet von anderen, hinterfragt und geklärt. Ich freue mich, was in den nächsten Tagen noch zum Vorschein kommt an Entwicklungsmöglichkeiten und an Aufgaben im Schattenbereich. „Im Schatten liegt der Schatz“ ist ein wahrer Satz.
Einen liebevollen Venustag heute für dich.
Zauberfeines Minimoos auf einem Ast, Naturzauber