Kategorie: Allgemein

  • Beste Begleiter

    Am Wochenende wurden die Mispeln auf dem städtischen Grundstück vorm Haus teilweise geerntet. Sie sind, wie die Schlehen auf Ursulas Foto, erst nach dem ersten Frost zu ernten. Schlehen, Hagebutten, Mispeln und vieles andere mehr waren in der Küche unserer Vorfahren wichtige Gäste, waren sie doch für den Winter hilfreich. Gerade die Schlehe, die jetzt schon blau leuchtend zu sehen ist, braucht den Frost (Einfrieren ist etwas anderes als Frost am Busch selbst), dann kann man sie verarbeiten. Sie ergibt einen stärkenden Saft, der die Kraft des ganzen Jahres enthält, weil die Schlehe gleich nach dem Winter mit der Blüte beginnt und kurz vor dem Winter erst geerntet wird. Wer die Mühe der eigenen Herstellung scheut, kann auch Schlehenelixier nutzen – gerade in Erkältungszeiten und vor allem dann in der Rekonvaleszenz leistet die Schlehe gute Dienste. Das Schlehenblütenöl, ein Geschenk des zeitigen Frühjahrs, kräftigt, durchwärmt, stärkt in herausfordernden Zeiten und duftet ganz zart. Unsere älteste Gesundheitsversorgung ist die Natur. Was uns hilft, wächst oft vor der Haustür oder im nahegelegenen Wald.

     

    Danke an Ursula für das Schlehenfoto!

  • Kastanienfreude

    Kastanien

    Kommt alle,

    hier gibt’s was,

    hier liegt was

    im Gras.

    Da liegen

    Kastanien.

    Zehn werfen wir

    bis Spanien.

    Aber die andern,

    die wir entdecken,

    tragen wir heim

    in unseren Säcken.

    Und machen dort

    aus den Kugeln, den braunen,

    eine Herde

    zum Staunen.

    Joseph Guggenmoos hat das Gedicht geschrieben und Ursula die schönen Kastanien fotografiert. Danke!

  • Bitte fix anmelden

  • Farbenrausch und Innerung

    Stück für Stück verändert sich das Licht draußen, werden die Farben für mich intensiver und vielfältiger. Der Herbst pinselt alles bunt, vielleicht damit wir Mut sammeln, die farbenlosere Winterzeit zu überstehen und uns daran erinnern – alle Kraft wandert jetzt ins Wurzelinnere, damit im Frühjahr Neues hervorbrechen kann.

    So sollte es uns auch gehen – wir ziehen unsere Kraft zu uns, be-sinnen uns auf uns und das, was wirklich wichtig ist. Menschen, denen wir tief vertrauen. Nahrung, die uns auf allen Ebenen nährt, Inhalte, mit denen wir unseren Geist ausrichten und stärken. Am Samstag schließen wir die Tore zu unserem Jahreskurs „Innere Kraft und äußere Klarheit“, wenn du noch mitreisen willst (ein Jahr ist so schnell vorbei), findest du alle Infos und den Anmeldebutton hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/

     

    Danke an Stephanie für dieses wundervolle Herbstfoto!

  • Nebel

    Seltsam, im Nebel zu wandern!

    Einsam ist jeder Busch und Stein,

    Kein Baum sieht den anderen,

    Jeder ist allein.

    Voll von Freunden war mir die Welt,

    Als noch mein Leben licht war;

    Nun, da der Nebel fällt,

    Ist keiner mehr sichtbar.

    Wahrlich, keiner ist weise,

    Der nicht das Dunkel kennt,

    Das unentrinnbar und leise

    Von allem ihn trennt.

    Seltsam, im Nebel zu wandern!

    Leben ist Einsamsein.

    Kein Mensch kennt den andern,

    Jeder ist allein.

    Hermann Hesse, 1905

    Stephanie hatte eher den Impuls zu testen, ob sie die watteweichen Wolken tragen! Danke für dein Foto.

  • Im wahrsten Sinne des Wortes berührend

    „Früchte der anthroposophischen Pflege inmitten der medizinischen Bewegung“ – hinter dem leicht sperrigen Titel verbirgt sich ein wundervoller Vortrag von Michaela Schnur und Christoph von Dach, den man auf der Seite von goetheanum.tv entdecken kann über die Geschichte der anthroposophischen Pflege, die eng mit dem Namen Ita Wegmans verbunden ist. Man lauscht, staunt und hat Freude – was für wundervolle pflegerische Dinge werden entwickelt bis hin zur Stirn-Fünfsterneinreibung. Für mich gehört Pflege zum Alltag und weil ich Pflege nicht gelernt habe, sondern nur 57 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Bruder habe, begeistert mich das Thema sehr. Deshalb lese und erarbeite ich mir schon seit vielen Jahren alles, was man in diesem Bereich lernen kann (bis es hybride Schulungen im Bereich anthroposophische Pflege auch für „Alltagspflegende“ geben wird). Jeden Sonntagabend bekommt der Bruder eine klingende Fußwaschung in unserer riesigen Emailleschüssel – das tropfende Wasser auf dem Material beruhigt, das Wasser ist warm und sorgt für Entspannung, das Lavendelbad duftet und tut pflegender und gepflegter Person gut. Wickel und Auflagen sind Geschenke für Kranke. Unsere Kinder wurden rundum gewickelt je nach Notwendigkeit. Auflagen habe ich sehr schätzen gelernt. In der Kneippausbildung gab es den Satz „Anwendung ist Zuwendung“. Pflege bedeutet für mich, dem Menschen, der sie bekommt, den Alltag zu erleichtern, zu lindern, wo es machbar ist, Zuwendung zu geben und Fürsorge spürbar werden zu lassen, ohne überzustülpen.

    Pflege ist zutiefst menschlich. Egal, wie fit Roboter werden – das Zwischenmenschliche, das auf anderen Ebenen wirkt, ersetzen sie nicht. Pflege bedeutet Achtsamkeit im Alltag, Respekt vor der Wesenheit des darauf angewiesenen Menschen und im Sinne Gibrans: „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.“

     

    Einen schönen Start in diese erste Oktoberwoche mit diesem Foto aus dem Goetheanum.

  • Sommersonnengabe

    In meines Wesens Tiefen dringen

    Erregt ein ahnungsvolles Sehnen

    Dass ich mich selbstbetrachtend finde

    Als Sommersonnengabe die als Keim

    In Herbstesstimmung wärmend lebt

    Als meiner Seele Kräftetrieb.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Sommersonnengabe der feinen Art: Apfelbaum am Goetheanum.

  • Mixed pickles

    Seit 1990 ist der 3. 10. der Tag der deutschen Einheit. Davon erleben wir derzeit nicht allzu viel. Der Gegensatz ist nicht Vielfalt, das wäre positiv, wenn man wertschätzen kann, dass die meisten Menschen anders denken, handeln und meinen als wir selbst. Das Land fühlt sich manchmal an wie eine Glut, die bei einem Windstoß aufflammen kann, geladen, oft aggressiv im Tonfall und kein Gedanke, was an Gutem von uns in sieben Generationen noch spürbar sein wird.

    Schön, dass es andere Erlebnisse gibt wie eine Weleda-Schulung über den Umgang mit Stress, gehalten von Dr. Philipp Busche und Lilith Schwertle. Der Tag war wegen eines heftigen Krankheitsschubs des Bruders schwierig gewesen und ich habe Nachtwache gemacht, das Seminar war zum Durchatmen wunderbar. Moderne Lebensstilmedizin trifft altes Kräuterwissen, Schnittmenge anthroposophische Medizin. Da geht mir das Herz auf, da lausche und lerne ich mit Begeisterung. Ich freue mich, wenn ich hoffentlich die Ausstellung „Kosmische Botanik“ mit Werken von Walther Roggenkamp am Goetheanum besuchen kann. Genau diese Bilder waren es, die mich im Alter von 13 Jahren mit der Iris als Pflanze bekannt gemacht haben, sie waren im Reformhauskurier, den es damals in jedem Reformhaus gab, abgedruckt. Das war mein erster Kontakt zu Weleda und dem, was damit verbunden ist. Iriscreme ist es heute nicht mehr (sondern Mandel), seit 50 Jahren begleiten mich die Produkte von Weleda. Danke für den schönen Abend.

     

    Miniaugenferien.

  • Keine Angst vor dem Licht

    Einem Kind, das sich vor der Dunkelheit fürchtet, kann man leicht verzeihen; die wahre Tragödie des Lebens ist, wenn Menschen sich vor dem Licht fürchten.

    Platon

    Ungewöhnliche Beleuchtung im Unternehmen Mitte in Basel. Manchmal ist es spannend, wenn sich der Blick mal nach oben richtet – was man alles entdecken kann!

  • Kommst du?

    Atemberaubendes Morgenrot in diesen Tagen, in denen die Sonne nochmal alles gibt und dennoch die Natur den Herbst mit bunten Farben anzeigt.

    Bunte Farben sind heute auch angebracht, für einige Termine gestalte ich heute die Flipcharts, dann ist alles vorbereitet, Inhalt, Handouts, die wesentlichen Punkte kurz gefasst bildlich dargestellt.

    Gestern habe ich auch das letzte Kurswochenende für die angehenden Coaches in zwei Varianten fertig gestellt, die Gruppen können wählen, was sie als letztes Thema möchten, wenn noch Zeit ist für einen kleinen Input neben der Präsentation der Abschlussarbeiten. Dann ist diese Ausbildung in meinem Kopf zunächst auf „so darf das jetzt erstmal bleiben“ gestellt, bevor mein Geist wieder Neues ins Programm packen mag. Im Oktober starten die Veranstaltungen an der VHS Kitzingen, am 13. und 20. 10. schauen wir uns jeweils ab 19 Uhr (bis 20.30 Uhr) an, was uns im Alltag an Ressourcen zur Verfügung steht. Wer mit dabei sein mag, bitte ganz fix anmelden hier: https://www.vhs-kitzingen.de/kurs/gesellschaft/persoenlichkeitsentwicklung-psychologie/schatzkiste-ressourcen-entdecke-deine-kraftquellen-im-alltag/26H16112KT

    Allen einen wunderschönen Venus- und morgen einen ruhigen Feiertag.

     

    Stephanie hat das atemberaubende Himmelsschauspiel im Bild für uns festgehalten, danke dir.