Kategorie: Allgemein

  • Wunder …

    „Ich fühle mich wertlos.“ – Dieser Satz kommt nicht selten in der Sprechstunde vor. Sich wertlos, überflüssig, nicht gesehen, nicht gebraucht fühlen ist oft das Resultat von viel Schmerz in der Kindheit, der sich über Jahre zu Introjektion und Selbstsabotage entwickeln kann.

    Auf dem Tisch des Klienten steht nicht nur ein Tee, sondern auch ein Blumenstrauß. Und in besonders tiefen, schönen, berührenden Momenten gelingt der Transfer vom Strauß zum eigenen Sein. Eine Schöpfung, die derart zauberschöne Blüten und Formen hervorbringt, wie wir sie ringsum mit offenen Herzensaugen sehen können, hat sich bei einem Menschen sicherlich nicht geirrt – jeder darf seine wundervolle Seinsweise entdecken und sich Stück für Stück den anderen neu zuMUTen. Wunder sind, was sie sind – wunderbar.

    Hab einen wunder-vollen Entdeckertag. Sigrid hat das Foto in ihrem Garten gemacht. Danke dafür.

     

  • Wertlose Unkräuter??

    Gegen das, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig; daher kommt es, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht.

    Sebastian Kneipp

    Sigrid hat die Leberblume im Garten fotografiert, lieben Dank. Sie wird in der Homöopathie verwendet und steht vielfach unter Naturschutz.

  • Wunderbar – kannst du auch mit unterstützen? DANKE

  • Bewegender Termin

    Am Dienstag durfte ich in einer Selbsthilfegruppe zu Gast sein, alles Menschen, die von Krebserkrankung betroffen sind. Thema war „Resilienz“. In der Einstiegsrunde berichteten einige vom gefühlten Druck, resilient zu sein, wenn man eben nicht easy peasy alles stemmt. Gut, dass Resilienz nicht bedeutet, Schweres rosa anzusprayen mit Glitzerstaub, sondern sich immer wieder zu ermutigen, die eigene Mitte neu zu finden. „Das war heute die Erlaubnis zur Selbstermächtigung“, sagte eine Dame beim Abschluss. Was haben wir gemacht? Geatmet, gesummt, sanfte Bewegungen probiert. Goethes „Im Atemholen sind zweierlei Gnaden“ erlebt, uns mit den Vokalen befasst und ein wenig Hirnforschung betrieben mit Parasympathikus und menschlicher Stressreaktion. Fragen, Anregungen, Ausprobieren, Einladungen, Ermutigung. Am Ende haben wir eine tiefe Reise ins Innere gemacht in der Erkenntnis: Der Mensch, der mir gerade gegenübersitzt, ist Mensch wie ich. Mit allem, was Menschsein ausmacht. Lachen, Weinen, Angst, Wut, Freude, Dankbarkeit und unbeantworteten Fragen. Vor allem aber ein Lebewesen mit Herz.

    Genau das liebe ich an meiner Arbeit mit Menschen. Egal, was jemand gerade durchmacht – es geht um Raum halten, Menschlichkeit und stilles Gewahrsein dessen, was ist. Dann kann sich der geplagte Mensch entspannen, annehmen und – Veränderungen entstehen lassen.

    Einen fröhlichen Jupitertag für dich!

     

    Pausen gehören zu den Kraftquellen des Lebens. Gut lernen kann man das von Katzen, die auch ein warmes Auto im Sonnenschein als Unterlage wertschätzen. Beate hat das Foto gemacht. Danke!

  • Einfach mal schwingen

    Schwing’ Dich aus allem heraus, was Dich beengt!

    Bettine von Arnim

    Das lässt sich auch auf einem Kettenkarussell erleben. Danke an Sina für das Foto.

  • Wahrnehmungsübungen

    Einen schwerbehinderten Menschen pflegen bedeutet – kein Tag ist wie der andere. Endlich hatten wir gute Zeiten mit dem Bruder. Er war fit, froh, jeden Tag konnte man sehen, dass er gut gelaunt aufgewacht ist, mitgemacht hat im Alltag, das getan, was er kann. Unmerklich schleicht sich ein Schatten ein. Ein Husten hier, Fahrigkeit und Gähnen da. Im Außen ist nichts wahrnehmbar und doch spüre ich, etwas stimmt nicht. Dann beginnt die Suche. Urinsticks. Schlafcheck. Fiebermessen. Flüssigkeitsmengen exakt beobachten. Außenstehende erkennen nichts und ich weiß – er ist richtig krank. Kein Fieber.

    Er sieht aus wie immer und doch ist er wie grau, leer, weit weg in sich zurückgezogen. Es sind mikrofeine Veränderungen und Wahrnehmen. Das lernt man, wenn man mit Menschen aufwächst, die sich nicht sprachlich äußern können, sondern auf anderen Ebenen kommunizieren, feiner und exakter als wir das manchmal mit Sprache können. Bei chronischem Nierenversagen zu allem anderen wissen wir um die Begrenztheit von Zeit. Fast 38 Monate begleiten wir ihn nun rund um die Uhr und lernen jeden Tag. Heute hat nicht mal Zimt auf seinem Kaffee gezogen, sonst das ultimative Mittel.

    Später war der kalte Kaffee mit Zimt okay. Uff. Und – es ist ein starker Harnwegsinfekt. Das können wir, der Brennnesseltee ist bereit plus x.

  • Nicht aufgeben

    Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.

    Augustinus

    Die Schachbrettblume im Garten denkt sich das augenscheinlich jedes Jahr.

  • Magst du mithelfen bitte?

    Ihr Lieben,

    Heute kommt ausnahmsweise ein ungewöhnlicher Text zu euch. Er betrifft ein ungewöhnliches Projekt von Theresa Krokauer, unserer Tochter und hat mit unglaublich großartiger Musik zu tun.

     

    2027 wird Schuberts „Winterreise“ 200 Jahre alt. Die Emotionen berühren bis heute – doch wie klingt diese Reise im 21. Jahrhundert? Schüler:innen des 12. Jahrgangs der Ricarda-Huch-Schule in Hannover analysieren in einem besonders innovativen Seminarfach die 24 Lieder und interpretieren sie mit eigenen musikalischen, experimentellen und bildnerischen Mitteln neu. Mit frischer Instrumentierung und neuen Stilistiken entsteht eine zeitgenössische „Winterreise“, die Tradition und Gegenwart verbindet. Ein renommiertes achtköpfiges Vokalensemble aus Hannover begleitet den kreativen Prozess, probt die selbst komponierten Werke mit den Jugendlichen und bringt sie Ende 2026 zur Aufführung. Dieses besondere, interdisziplinäre Bildungs- und Kulturprojekt braucht deine und Ihre Unterstützung, um die langfristige Zusammenarbeit mit den Profimusiker:innen zu ermöglichen!

     

    Das ist so ungewöhnlich und kreativ! Wer weiß, was die jungen Menschen an der Schwelle in ihr eigenes berufliches Leben ein Jahr vor dem Abitur mitnehmen aus so einem Riesenprojekt. Musik ermöglicht es uns, tiefe Emotionen zu verarbeiten und wenn junge Menschen dieses berühmte Werk neu interpretieren – was wird dabei entstehen im Jahr 2026 mit seinen technischen Möglichkeiten? Wir sind so gespannt und halten die Daumen, dass es klappen wird.

    Hier könnt ihr mehr Infos bekommen und wir fiebern mit, dass die Spendensumme erreicht werden kann. Wer ein bisschen was beitragen kann – DANKE von Herzen.

    https://www.enercity-herzensprojekte.de/schubert-recomposed

     

    Christine und Christoph Krokauer

  • Großartiges Projekt

    Die Vision einer Mindfulness City setzt König Jigme Namgyel Wangchuck von Bhutan gerade in Gelephu in Südbhutan auf rund 1000 Quadratkilometern um. Der Plan wurde von der dänischen Bjarke Ingels Group in Zusammenarbeit mit Arup und Cistri entwickelt. Es werden vollkommen neu gedachte Gebäude aus nachhaltigem Material gebaut, Brücken, die speziellen Themen gewidmet sind, ein großes spirituelles Zentrum, Universität und vieles mehr. Mit großem Interesse verfolge ich die einzelnen Schritte beim Bau dieser Stadt, die die Bereiche des Brutto-Nationalglück-Index‘ symbolisieren: Psychisches Wohlbefinden, Gesundheit, Bildung, Lebensstandard, Nutzung der Zeit, ökologische und kulturelle Vielfalt und Widerstandsfähigkeit, gute Führung der Regierung und Vitalität der Gemeinschaft. Besonders gespannt bin ich auf das Aquaponik-Gewächshaus, das war unser ursprünglicher Gedanke für das Gewächshaus im Garten. Bhutan ist für mich wie eine Keimzelle dessen, was vielleicht Leben, Bauen und Gemeinschaft in Verbindung mit der Natur in Zukunft sein kann. Schau mal hier: https://gmc.bt/

    Was macht dich heute glücklich?

    Einen kraftvollen Marstag für dich!

     

    Mandala, in der Cardea-Ausbildung entstanden. Immer wieder wundervoll.

  • Frühling übers Jahr

    Frühling über’s Jahr

     

    Das Beet schon lockert

    Sich’s in die Höh‘

    Da wanken Glöckchen

    So weiß wie Schnee;

    Safran entfaltet

    Gewalt`ge Glut,

    Smaragden keimt es

    und keimt wie Glut.

    Primeln stolzieren

    So naseweis,

    Schalkhafte Veilchen

    Versteckt mit Fleiß;

    Was auch noch alles

    Da regt und webt,

    Genug, der Frühling

    Er wirkt und lebt.

     

    Johann Wolfgang von Goethe

    Unsere Schlehenpflaume ist schön.