
Am Wochenende wurden die Mispeln auf dem städtischen Grundstück vorm Haus teilweise geerntet. Sie sind, wie die Schlehen auf Ursulas Foto, erst nach dem ersten Frost zu ernten. Schlehen, Hagebutten, Mispeln und vieles andere mehr waren in der Küche unserer Vorfahren wichtige Gäste, waren sie doch für den Winter hilfreich. Gerade die Schlehe, die jetzt schon blau leuchtend zu sehen ist, braucht den Frost (Einfrieren ist etwas anderes als Frost am Busch selbst), dann kann man sie verarbeiten. Sie ergibt einen stärkenden Saft, der die Kraft des ganzen Jahres enthält, weil die Schlehe gleich nach dem Winter mit der Blüte beginnt und kurz vor dem Winter erst geerntet wird. Wer die Mühe der eigenen Herstellung scheut, kann auch Schlehenelixier nutzen – gerade in Erkältungszeiten und vor allem dann in der Rekonvaleszenz leistet die Schlehe gute Dienste. Das Schlehenblütenöl, ein Geschenk des zeitigen Frühjahrs, kräftigt, durchwärmt, stärkt in herausfordernden Zeiten und duftet ganz zart. Unsere älteste Gesundheitsversorgung ist die Natur. Was uns hilft, wächst oft vor der Haustür oder im nahegelegenen Wald.
Danke an Ursula für das Schlehenfoto!










