Autor: Christine Krokauer

  • Atemholen

    Atemholen

    Aus dem West-Östlichen Diwan

    Im Atemholen sind zweierlei Gnaden:

    Die Luft einziehen

    Sich ihrer entladen.

    Jenes bedrängt, dieses erfrischt.

    So wunderbar ist das Leben gemischt.

    Du danke Gott, wenn er dich presst,

    Und dank ihm, wenn er dich wieder entlässt.

                Johann Wolfgang von Goethe

    Hier kann man auch gut durchatmen. Stephanie hat das Bild gemacht, Danke.

    gefällt mir Aus dem West-Östlichen Diwan Im Atemholen sind zweierlei Gnaden: Die Luft einziehen Sich ihrer entladen. Jenes bedrängt, dieses erfrischt. So wunderbar ist das Leben gemischt. Du danke Gott, wenn er dich presst, Und dank ihm, wenn er dich wieder entlässt.             Johann Wolfgang von Goethe Hier kann man auch gut durchatmen. Stephanie hat…

  • Eine neue Woche lädt uns ein

    Eine neue Woche lädt uns ein

    Diese Woche wird sehr vielfältig. Arbeit mit Klienten in der Praxis, Vortrag über die Kunst des Lebens und die Kunst des Sterbens am Dienstagabend in der Alten Synagoge Kitzingen, Hörgerätetest steht an und am Samstag hat der Nautiluskurs vom September schon Bergfest! Die Hälfte ist geschafft und wir feiern das mit einem feinen Kurstag zum Thema „Körper-Seele-Geist“. Am Samstagabend endet auch schon unser kleiner Stärkekurs mit Übungen aus Steiners Vortrag „Nervosität und Ichheit“ und Eurythmie.

    Die angehenden Heilpraktiker haben am Mittwoch schriftliche Überprüfung – wir drücken allen Prüflingen sehr die Daumen für ein erfolgreiches Bestehen.

    Im Hintergrund läuft der Alltag noch unrund, fehlt mir Luft zum Schreiben von Vorträgen und Seminaren. Es ruckelt sich nach Christophs Sturz mit dem gebrochenen Fuß erst noch ein. Hauptsache, alles heilt gut zusammen, der Rest ergibt sich. Er kommt mit der Fußorthese klar und nachts packen wir den Fuß in den Gips, das ist angenehmer. Wer hätte es gedacht: Familienleben bedeutet offenbar neben vielem anderen, nebenher eine Pflegeausbildung zu absolvieren. Bei uns jedenfalls.

    Einen freundlichen Wochenstart allen.

     

    Morgenstimmung. Danke an Stephanie für das Foto.

     

    gefällt mir Diese Woche wird sehr vielfältig. Arbeit mit Klienten in der Praxis, Vortrag über die Kunst des Lebens und die Kunst des Sterbens am Dienstagabend in der Alten Synagoge Kitzingen, Hörgerätetest steht an und am Samstag hat der Nautiluskurs vom September schon Bergfest! Die Hälfte ist geschafft und wir feiern das mit einem feinen…

  • Des Weltendaseins Werdelust

    Des Weltendaseins Werdelust

     

    Es spricht zum Menschen-Ich

    Sich machtvoll offenbarend

    Und seines Wesens Kräfte lösend

    Des Weltendaseins Werdelust:

    In dich mein Leben tragend

    Aus seinem Zauberbanne

    Erreiche ich mein wahres Ziel.

    Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    „Werdelust“ war bei diesem Foto von Stephanie auch mein erster Gedanke. Danke!

    gefällt mir  Es spricht zum Menschen-Ich Sich machtvoll offenbarend Und seines Wesens Kräfte lösend Des Weltendaseins Werdelust: In dich mein Leben tragend Aus seinem Zauberbanne Erreiche ich mein wahres Ziel. Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner. „Werdelust“ war bei diesem Foto von Stephanie auch mein erster Gedanke. Danke!

  • Altes Wissen

    Altes Wissen

     

    In alten Zeiten waren Menschen darauf angewiesen, im Rahmen des Möglichen (darüber sollten wir uns keinerlei Illusionen machen) für die eigene Gesundheit zu sorgen. Es gab weder MRTs noch aufwändige Chemotherapien, Antibiosen und anderes. Sterblichkeit war hoch, ein Knochenbruch konnte den Tod bedeuten. In Jahrhunderten wurde Erfahrungsmedizin gesammelt – Handauflegen als einfachste Methode, Kenntnisse über Heilpflanzen, Anwendungen von Wickeln und Auflagen, Kataplaste, Kohlblatt ums Knie und Tausenderlei! Schlichte Methoden, große Wirkung. Heute kann z.B. ein Leberwickel mit Schafgarbentee Menschen zusätzlich zu ihrer sonstigen Behandlung sehr unterstützen (z.B. bei Migräne oder depressiver Verstimmung). Ein Tässchen Tausendgüldenkraut in Zeiten herausgezüchteter Bitterstoffe aus der Nahrung ist, wie der Name sagt, durchaus Gold wert. Wer weiß, wie man mit Wadenwickeln Fieber senkt, geht weniger schnell bei Kindern in die Gabe von Medikamenten, sondern vertraut der Heilkraft des Immunsystems. Jede Form einer solchen Anwendung ist Zuwendung, denn die Patienten sind gehüllt, behütet und begleitet. So entstehen Vertrauen in die eigene Heilkraft und den inneren Arzt, das Wissen, dass wir auch auf Naturheilmöglichkeiten zugreifen können und die Wertschätzung des Prozesses, den jede Erkrankung darstellt.

    Wer in diesem Jahr quasi im Vorbeigehen etwas für seine Gesundheit tun mag – Wassertretbecken gibt es an vielen Orten. Wer daran vorbeikommt, einfach Schuhe und Socken aus und rein im Storchengang. Erfrischt und trainiert Beine und den Kopf.

     

    Wassertretbecken in Oy-Mittelberg

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  • Grüne Beruhigung

    Grüne Beruhigung

    Augenferien! Hier ein Blick in den Kurpark von Bad Wörishofen. Hab ein schönes Wochendende, bald grünt es überall so fein wie 2021.

    gefällt mir Augenferien! Hier ein Blick in den Kurpark von Bad Wörishofen. Hab ein schönes Wochendende, bald grünt es überall so fein wie 2021.

  • Vorfreuen

    Vorfreuen

     

    „Die Kunst des Lebens und die Kunst des Sterbens“ – das wird das Thema des Vortrags am Dienstag um 19 Uhr in der Alten Synagoge Kitzingen sein (Abendkasse, ohne Anmeldung). Die Endlichkeit des Daseins macht es so kostbar. Und Sterben kann man ein wenig üben – mit bewusstem Loslassen. Machen wir übrigens  jeden Tag rund 25920 Mal, wenn wir ausatmen. So viele Atemzüge ungefähr sind ein Erdentag. Die Sonne braucht rund 25920 Jahre, um einmal durch den Tierkreis zu wandern, da platonische Weltenjahr. Mikro- und Makrokosmos. Im Kleinen finden wir das Große und umgekehrt.

    Im Seminar am Wochenende werden wir uns mit Biohacking befassen. Was nach Nahrungsergänzungsmittel-Werbung klingt, ist eher simpel: Schlaf, Bewegung, Stärkung sozialer Beziehungen, Weglassen von Suchtstoffen, Ernährung, gutes Stressmanagement, also die Säulen der Lebensstilmedizin, die oft tief in den Topf der Erfahrungsmedizin greift und mit aktuellen Erkenntnissen der Forschung verbindet. Ein bisschen Kneippwissen kommt oben drauf, denn kaltes Wasser ist ein hervorragendes Mittel zur Stärkung, wenn man weiß, wie es geht.

    Allen einen freundlichen Venustag heute mit vielen Momenten des Durchatmens.

     

    Kneippfigur vor dem nachgebauten Badehaus in Bad Wörishofen.

    gefällt mir  „Die Kunst des Lebens und die Kunst des Sterbens“ – das wird das Thema des Vortrags am Dienstag um 19 Uhr in der Alten Synagoge Kitzingen sein (Abendkasse, ohne Anmeldung). Die Endlichkeit des Daseins macht es so kostbar. Und Sterben kann man ein wenig üben – mit bewusstem Loslassen. Machen wir übrigens  jeden…

  • Beste Apotheke

    Beste Apotheke

     

    Zeitlos wahr. Das Foto stammt aus der Sebastian-Kneipp-Akademie in Bad Wörishofen.

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  • Was machst du eigentlich so?

    Was machst du eigentlich so?

     

    „Was machst du eigentlich?“ Schöne Frage. Die Antwort ist dreiteilig.

    Ein berufliches Bein ist die Arbeit mit erwachsenen Menschen in meiner Praxis (Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie). Die meisten Klienten stecken in Krisen, suchen Antworten auf tiefe Fragen, kämpfen im Alltag, leiden unter Depression und Burnout plus das gesamte Spektrum, das wir als HPPs sehen.

    Mein zweites berufliches Bein ist Potentialentfaltung wie das Nautilusprojekt. Darin begleiten wir Menschen ein Jahr lang auf dem Weg zu sich selbst: Wer bin ich wirklich und wer möchte ich sein? Ein Jahr mit gemeinsamen Seminartagen, Wochenlektionen und Buddysystem zum Üben und Vertiefen. Danach besteht die Möglichkeit, ein weiteres Jahr in die Therapeutenausbildung zum/r Cardea-Therapeuten zu gehen (systemisch-hypnosystemische Arbeit, Gesprächspsychotherapie) oder elf Monate bis zum/r Cardea-Coach/in anzuhängen (Systemisches Coaching, Gesundheitsfürsorge, Arbeit mit Einzelmenschen und Teams). Dazu bieten wir noch viele andere Seminare an. Grundlage aller Arbeit: ein Achtsamkeits- und ein anthroposophisches Bein oder kurz gesagt: Ein Mensch, der andere dabei begleitet, ihr Menschsein wieder zu entdecken.

    Privat pflege ich meinen schwer gehandicapten Bruder mit Pflegestufe 5 (Querschnittlähmung, seelenpflegebedürftig, Autismus, nur eine Niere, diverse Grunderkrankungen), wurstle mich durch den Haushalt, freue mich über zwei großartige erwachsene Töchter und meinen Mann, mit dem ich seit 40 Jahren durch die Welt gehe bzw. er gerade mit Gipsbein humpelt.

    Ich öffne, halte und schütze Räume, in denen Menschen ankommen, sein und sich entwickeln können. Egal, in welchem Bereich. Ich bin da für Menschen und das, was kommt. Auf jeden Fall treten stets Wundertüten herein und zeigen nach und nach (vielleicht war es tief versteckt) ihr Goldkörnchen, das sie einzigartig macht. Ich freue mich auf dich! www.seelengarten-krokauer.de/

     

    Danke an Britta Leonhard-Kuschner für das Bild!

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  • Neugier

    Neugier

     

    Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

    Galileo Galilei

    Ursula hat das Foto gemacht. Danke!

    gefällt mir  Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will. Galileo Galilei Ursula hat das Foto gemacht. Danke!

  • Zerbröselt

    Zerbröselt

     

    Zerbröselt – das ist das Wort, wenn Dinge in winzig kleine Stücke zerbrechen. Blicke ich in die Welt, zerbröseln alte Systeme. Zerfallen Unternehmen in unkittbare Teile, tragen Wahrheiten nicht mehr länger, weil sie zu verbogen sind. Tapfere Menschen halten Systeme aufrecht durch freiwillige Mehrarbeit, längere Schichten und anderes, damit dieser Teil ihrer Welt nicht auch kollabiert. Wenn nicht mehr allzu viel trägt, was wäre dann ein guter Weg?

    Anerkennung, dass viele getan haben, was möglich war. Jeden Tag stehen eine Menge Menschen auf und leisten Großartiges. Wesentlich mehr als sie müssten, weil sie über ihre Grenzen gehen aus vielerlei Gründen. Manche aus brutaler Kindheitsprägung, andere aus Liebe, wieder andere, weil sie die Hoffnung auf ein Wiedererholen nicht aufgeben wollen.

    Genaue Analyse: Was trägt noch, was nicht mehr? Braucht es dies und jenes wirklich, oder hat es ausgedient und man darf es dankbar für das Gewesene zur Seite legen?

    Welche neuen Wege brauchen wir und wie können wir sie gemeinsam gestalten?

    Die Brösel mit viel Kitt zusammenkleben und hoffen, auf dieses Fundament ein Hochhaus stellen zu können, ist gefährlich und wenig ratsam. Manchmal braucht es einen klaren Blick, um in die Zukunft mitzunehmen, was gut ist und trägt und gemeinsam auf gute und wertschätzende Weise zu verändern, was not-wendig ist. Das erfordert Mut, Entwickeln von Ideen und Prototypen, die Gelassenheit, dass nichts perfekt ist und sich alles stets verändert. Das muss nicht nur schlecht sein und Zukunft ist nicht per se gut, weil sie noch nicht mit Vergangenheit zugedeckt wurde.

    Allen heute einen Wochenteilungstag mit der Kraft, sich anzuschauen: was trägt in meinem Leben gut? Was nicht mehr? Was wäre denn ein guter Umgang damit? Was kann ich alleine und wo wäre ein gemeinsames Handeln der bessere Plan?

     

    Bei guter Pflasterung kann man leichter Höhenmeter machen. Anne hat das Bild in Kopenhagen gemacht. Danke.

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