
Viele Menschen nutzen die freien Tage, um ihre Themen anzugehen. Sie setzen sich mit Dingen auseinander, die im Alltag oft hinunterfallen oder übergangen werden. Der Funktionsmodus hat viele gut im Griff. Manchmal ist es sinnvoll, nicht bei jedem kleinen Problem gleich überzureagieren, doch ist das rechte Maß wie immer im Leben sehr schwer zu finden. Während einige Menschen aufgrund von Traumatisierung früh gelernt haben, zu ignorieren, was der Körper rückmeldet, stressen andere sich und die Welt damit, einen kleinen roten Punkt auf der Haut gründlichst analysieren zu lassen, um Zeckenbiss bis Hautkrebs auszuschließen. Wenige haben ein freundliches Verhältnis zum Körper, nehmen seine durchaus wahrnehmbaren Signale ernst und handeln danach. Der Körper ist enorm geduldig, setzt jedoch Grenzen.
Es ist ebenfalls eine klare Grenze zwischen Coaching und Therapie. Weder kann man eine Depression „wegcoachen“ noch Traumata in einem Coaching bearbeiten. All das braucht therapeutische Unterstützung und vor allem entsprechend bestens ausgebildete Fachtherapeuten wie bei Trauma. Die Vermischung von Coaching und Therapie ist unangemessen. Es braucht für Coaches fundierte Kenntnis der Grenzen. Wir empfehlen eine entsprechende Ausbildung in Bezug auf psychiatrische Krankheitsbilder, um erkennen zu können, wo der Grenzverlauf ist, von Betroffenen kann man das nicht erwarten. Diese Arbeit erfordert Fachkenntnis, Verantwortung, Fort- und Weiterbildung.

