Monat: März 2026

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  • Berührend

    Es hat etwas Bezauberndes, wenn sich die Natur ganz zart und kaum wahrnehmbar wieder begrünt und belebt. Das Grün der Wiesen wirkt saftiger, wie neu eingefärbt, die Bäume zeigen Duftiges. Gestern habe ich eine bereits blühende Zierkirsche gesehen und herrliche weiße Blüten am Wegesrand sind Boten der Schlehen.

    Ich war sehr berührt von einer wunderschönen Arbeit mit dem Zukunftssessel. Wenn wir uns mit unserem Herzen verbinden, können wir besseren Zugang zur Intuition finden. Das hat eine Klientin getan und sich eine Begegnung mit ihrem älteren, weisen Selbst dadurch geschenkt. Das ist so stärkend und hilft bei der Klärung, was man im Leben wirklich will – oft geht es um Zufriedenheit, Freude an dem, was man tut, Sinn und gemeinsames Erschaffen. Das kann uns helfen, in Phasen, in denen wir uns orientierungslos fühlen, wissen, dass Altes zu Ende geht, Neues noch nicht erscheint, Durchhaltevermögen zu entwickeln und eine Ahnung davon zu bekommen, wo es denn hingehen mag. Das Herz weiß das lange bevor der Kopf dem folgen kann. Am nächsten Morgen die Arbeit mit einem Team, das sich gerade halbiert hat und nun die Aufgaben neu verteilen muss – wie überbrücken wir so eine durchaus stressreiche Phase? Was könnte es bedeuten, wenn wir unsere Arbeit neu denken und ganz anders aufstellen? Entwickeln wir den Mut für diesen Schritt oder füllen wir Lücken auf, weil das die derzeit machbare Lösung ist?

    Beim Blick aus dem Fenster sehe ich bereits jetzt kniehohe Quecken und denke mir: auf jeden Fall gewaltig viel frisches Grün. Herrlich, Chaos vom Feinsten, auch direkt vor meiner Nase. Wo sonst.

    Hab einen wundervollen, frühlingsduftigen Wochenteilungstag.

    Deine Augenferien von heute hat Stephanie im Bild festgehalten. Danke!

  • Seltsames Sehnen

     

    Als dann der Frühling im Garten stand,
    Das Herz, ein seltsam Sehnen empfand,
    Und die Blumen und Kräuter und jeder Baum
    wachten auf aus dem Wintertraum.

    Schneeglöckchen und Veilchen hat über Nacht
    der warme Regen ans Licht gebracht,
    Aus Blüten und dunkler Erde ein Duft
    durchzog wie ein sanftes Rufen die Luft.

    Percy Bysshe Shelley, 1792-1832

    Exakt vor einem Jahr hat Stephanie das Foto gemacht. Dankeschön!

  • Das Bufett ist eröffnet

    Auf meinem Einkaufsweg komme ich an einer wundervollen Magnolie vorbei, von der ich hoffe, dass die Blüten noch geschlossen sind, wir haben Morgenfrost. In wenigen Tagen öffnen sie sich und zeigen mit ihrer Blütenpracht, dass sich das Warten über ein ganzes Jahr gelohnt hat.

    Kostbar wird etwas, weil es nicht täglich verfügbar ist. Erdbeeren schmecken am besten aus dem Garten (so die Schnecken nicht unten alle angefressen haben und man erntet und denkt sich nur – oh nein!). Alles hat seine Zeit und macht sie dadurch auch zu etwas Besonderem.

    Viel Freude nehmen wir uns mit der Allzeit-Verfügbarkeit von Dingen, zu Lasten der Natur mit allen negativen Folgen. Wir hypen Superfoods, die Flugstrecken hinter sich haben, wie ich sie im gesamten Leben nicht erreichen werde und übersehen die Kraft von Hagebutte, Brennnessel und Giersch vor der Haustür.

    Das Wildkräuterbuffet ist eröffnet! Miere, Giersch, Pimpernelle und vieles mehr bereichert neben Gänseblümchenblüten und bald den ersten zarten Löwenzahnblättern die Mahlzeiten. Wer sich nicht auskennt, mache sich schlau, damit nicht wild aus der Natur abgeräumt wird, sondern nur gepflückt, was auch passt und benötigt wird. Kräuterführungen und -Ausbildungen helfen, das alte Wissen wieder zu beleben.  Deine Gesundheit hast du teilweise selbst in der Hand. Viel Freude beim Entdecken der vielfältigen Geschmacksrichtungen!

     

    Die Magnolien im Kaisergärtchen am Würzburger Bahnhof sind jedes Jahr eine Freude. Annemarie hat das Foto gemacht. Dankeschön!

  • Schönheit und Weisheit

     

    Auch der Baum, auch die Blume warten nicht bloß auf unsere Erkenntnis. Sie werben mit ihrer Schönheit und Weisheit aller Enden um Verständnis.

    Christian Morgenstern

    Annemarie hat im Baumwipfelpfad fotografiert. Danke für das Bild!

  • Tempo

     

    Einige Coachingtermine stehen diese Woche an – spannend. Unterschiedliche Menschen in verschieden großen Unternehmen und Branchen und allen gleich: Wie richte ich mich neu aus, damit ich bei wachsenden Herausforderungen gut in meiner eigenen Kraft bleiben kann, ohne meine Ressourcen zu schädigen? Eine wichtige Frage, denn oft gehen wir, vor allem wenn es sich um Frauen handelt, über die eigenen Grenzen, ignorieren zarte Körpersignale, übergehen Müdigkeit, Erschöpfung und reden unsere Mehrfachbelastungen mit Familie, Beruf und Unternehmen gern klein. DAS hier ist dein Leben, es kommt nicht irgendwann das „gute Leben“. Entweder kannst du es jetzt sofort zum guten werden lassen in dem Maß, wie es für dich möglich ist, oder es bleibt die Karotte vor der Nase, die dich weiter im Rad laufen lässt.

    Ab Sonntag Sommerzeit, viele freuen sich darauf, ich nicht. Gefühlt eilt die Zeit erstaunlich schnell und ich überlege, ob ich langsamer bin als früher oder ob die Uhren schneller gehen. Denkbar wäre beides. Ich hoffe, ich bin nicht allein mit dieser Wahrnehmung. Und ja klar werde ich älter. Wie alle eben.

    Einen freundlichen Start in die letzte Winterzeitwoche fürs Erste und Freude heute!

     

    Katja hat diese beeindruckende Uhr beim Wandern entdeckt. Danke für dein Foto!

  • Ehrfurcht

     

    Ins Innre des Menschenwesens

    Ergießt der Sinne Reichtumg sich

    Es findet sich der Weltengeist

    Im Spiegelbild des Menschenauges

    Das seine Kraft aus ihm

    Sich neu erschaffen muss.

    Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Die Monatstugend: Ehrfurcht wird zu Opferkraft. 2024/2025 gab es bei #Eurythmy4you eine wunderbare Arbeit über den Tierkreis mit Eurythmie. Ein Thema waren auch die Monatstugenden und wir wurden eingeladen, uns Gesten zu den Monatstugenden zu überlegen. Mein Versuch für den Widdermonat.

  • Körperwunder

     

    Heute freue ich mich auf einen spannende Seminartag im Nautilusprojekt. Die Gruppe startet in den Kursabschnitt „Körper“. Wir werden uns intensiv mit den Säulen der Lebensstilmedizin befassen und dem Wunder, das unser Körper ist. Wenn wir schon von klein auf lernen, die Botschaften des Körpers wegzudrücken, nehmen wir uns das klügste Informationssystem, das wir haben. Der Körper merkt sich alles, registriert alles und ist ausgesprochen fein wahrnehmend. Seine Erholungszeit ist im Vergleich zu den anderen Wesensgliedern länger, was wir unterschätzen. Kaiserschnitt-OP – das ist nach drei Wochen geheilt? Pustekuchen. Narben schließen sich schnell, doch was darunter an Prozessen notwendig ist, nehmen wir nicht immer wahr, es „sieht doch schon gut aus“. Was den Körper und seine Botschaften betrifft, sind wir offenbar weitgehend ausgestellt worden in der Kindheit. Da wir erst die zwölf Sinne des Menschen ausführlich betrachtet haben, passt das Thema nun sehr gut. Am Abend wird schon unsere letzte Kurseinheit im „Stärkekurs“ sein. Dort sind wir durch die Übungen des Vortrags „Nervosität und Ichheit“ von Rudolf Steiner durchgegangen und haben uns sacht und auf den Körper achtend kleinen Übungen aus der Eurythmie zugewandt. Letzteres ist bei der Gruppe auf überraschend großes Interesse gestoßen – wunderbar. Interesse? Alle Infos: www.seelengarten-krokauer.de/

    Ein schönes Wochenende für dich!

     

    Riechst du es? Bärlauchzeit! Ursula hat dieses Geschenk im Wald entdeckt. Nur sammeln, wer es sicher bestimmen kann! Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, die leider giftig sind. Danke für das Foto!

  • Morgendämmerung

     

    Manchmal haben wir tiefe Erkenntnisse – ein Wort, ein Satz, ein Gesprächsfetzen und ein loses Puzzle fügt sich mit einem Mal zusammen. Das sind wundervolle Momente. Vielleicht hast du an diesem Wochenende so einen und dir geht ein lang ersehntes Licht in einer Sache auf.

    Morgendämmerung – Stephanie hat das Foto letzte Woche gemacht, Danke dafür!

  • Erstaunliche Reaktionen

     

    Menschen mit Handicaps wie mein Bruder drücken ihre Wahrnehmungen und Gefühle oft sehr anders aus. Zwei Wochen nach Christophs Fußbruch sind wir jetzt mit den Reaktionen darauf hoffentlich durch. Von Aggression über Schimpftiraden bis Schlafveränderung, Ausziehen der Socken, Abreißen von Zuckersensor und Knieverband haben wir hinter uns. Langsam kommt Normalität, Erstreaktion war Erhöhung des Blutdrucks. Er besitzt jede Menge Möglichkeiten zu reagieren. Dass wir auf all diese Symptome mit Ruhe und Gelassenheit reagiert haben, löste Irritation aus, er rechnete mit gewaltigem Schimpfen (das war er gewohnt, wenn er sich „seltsam benommen hat“). Wir denken, Verhalten macht Sinn und schauen, wie wir unterstützen können. So war ich nachts an seinem Bett, wenn er vor Angst, allein zu sein, lauthals gemeckert hat, habe ihn beruhigt, das Nachtlicht angemacht, einen warmen Tee gegeben. Stück für Stück kam er wieder in die Sicherheit des Alltags. Dass er Gipsbein und Orthese anfassen darf, nimmt auch Ängste. Jeder verarbeitet Ungewohntes auf seine Weise. Da gibt es nicht richtig oder falsch, nur staunen über das WIE.

    Einen freundlichen Freitag allen.

     

    So, wie sich auf Stephanies Foto Hof um Hof in die Tiefe öffnet, erleben wir die Tiefe von Reaktionen auf Unerwartetes in unserem Pflegealltag. Danke für dein Bild.

  • Lächeln der Erde

     

    Blumen sind das Lächeln der Erde.

    Ralph Waldo Emerson

    Diese Farbenpracht wird in wenigen Wochen wieder am Goetheanum zu sehen sein. Dort habe ich sie letztes Jahr im Juni fotografiert.