Kategorie: Allgemein

  • Bring Ferien in den Alltag

     

    Draußen stürmt es und innerlich erleben die Menschen ähnliches – Dinge verändern sich schnell, Unsicherheiten treten auf, Wut kocht rascher hoch, Unverständnis wächst.

    Wenn du einen Urlaub hinter dir hast, der erholsam war, gehst du mit den Alltagsmalesten einfacher um, oder? Dann regt dich nicht gleich alles auf, weil dein Nervensystem die Möglichkeit hatte, runterzufahren. Das weniger aufregen sorgt dafür, dass du nicht so gestresst vom Tag nach Hause gehst, vielleicht noch Freude daran hast, dir ein gutes Essen zu machen, dich zu bewegen oder spazieren zu gehen und rechtzeitig schlafen zu gehen, weil das in den Ferien schon so erholsam war fernab von dem Gefühl, am Abend nochmal „schnell ins Mail“ schauen zu müssen.

    Herzliche Einladung, ein wenig von dem Guten der Ferien mit in den Alltag zu retten. Geh schlafen, wenn du müde bist. Mach eine kleine Abendrunde, lass die Kiste aus und klapp ein Buch auf, das dir Freude bringt. Bewege dich so, wie es für dich gut ist und gönne dir das Essen, das dich nicht belastet, kau in Ruhe, denn es heißt Mahl-Zeit, nicht „püriert geht schneller“. Schau, ob diese kleinen Veränderungen für dich im Alltag nicht die wirklich verändernden Hebel sind. Meistens sind es nicht die Hauruckaktionen Marke „der Job ist schlecht, ich suche mir was anderes“. Herzliche Einladung, deine Mitte jeden Tag viele Male wieder neu zu entdecken und dich zu freuen: Ah, da bin ich!

    Hab einen wunderschönen kraftvollen Marstag.

  • Das Herz kennt den Weg

     

    Jeder von uns ist allwissend. Wir müssen lediglich unser Bewusstsein öffnen, um unserer eigenen Weisheit zu lauschen. Das Herz kennt den Weg.

    Buddha

    Steffen hat das Foto von einer Studienreise nach China mitgebracht. Dankeschön!

  • Ein gutes Wochenende

     

    Wir freuen uns immer, die ältere Tochter zu sehen und zu hören, wenn auch nur über das Netz. So am Samstag in Hannover beim Eröffnungskonzert des Schumann-Tschaikowsky-Festivals mit der Capella St. Crucis Hannover

    (https://www.ndr.de/orchester_chor/radiophilharmonie/konzerte/Festival-1-Das-Eroeffnungskonzert-des-Schumann-Tschaikowsky-Festivals,eroeffnungskonzert-100.html). Tagsüber hatten wir einen schönen Seminartag zum Thema Achtsamkeit.

    Am Sonntag kamen wir mitten im Mealprep auf die Idee, den Gefrierschrank mal sauber zu machen. Ganz großartiger Plan. Alles raus, durchsortiert, ausgewaschen, neu einsortiert und Dinge entdeckt, die dafür sorgen, dass wir die nächsten Wochen keine Suppen mehr kochen müssen. Jetzt wird erstmal alles aus dem Vorrat aufgegessen, denn in wenigen Wochen geht das Gartenjahr los, da braucht es viel Platz zum Einfrieren. Angenehm, wenn eine Weile einfach mal aus dem Vollen geschöpft werden kann, weil vorher fleißig geschnippelt und gekocht wurde. Nebenbei haben wir im Herzen den Geburtstag der großartigen Ärztin Dr. Ita Wegman gefeiert, die der anthroposophischen Medizin in der von ihr gegründeten Klinik Arlesheim ihre erste Heimat gegeben hat. Derzeit entsteht dort ein Holzneubau und ich wünsche mir sehr, das fertige Haus einmal in Betrieb sehen zu dürfen.

    Starten wir frohgemut in die neue Woche, schon die letzte im Februar!

     

    Blick aufs Glashaus und Basel vom Goetheanum aus.

  • Kraftvoller Wochenspruch

     

    Es will erstehen aus dem Weltenschoße

    Den Sinnenschein erquickend Werdelust

    Sie finde meines Denkens Kraft

    Gerüstet durch die Gotteskräfte

    Die kräftig mir im Innern leben.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Aus der derzeitigen Ausstellung am Goetheanum.

  • Liebevolle Alltagsgestaltung

    Wochenende. Ein Seminartag zur Einführung in Achtsamkeitsarbeit ist heute an der Reihe, auf den ich mich seit Wochen freue. Am Dienstag startet eine kleine Seminarreihe mit zwei Terminen an der VHS Kitzingen, jeweils 19 Uhr zum Thema „Liebevolle Alltagsgestaltung“ (Anmeldung gern noch hier: https://www.vhs.kitzingen.info/kurs/neu-im-angebot/probier-s-mal-mit-gemuetlichkeit-vom-liebevollen-umgang-mit-mir-selbst/25H16128KT), wir treffen uns in Raum III in der Alten Synagoge. Die nächste Woche bringt ein spannendes Teamcoaching und sehr unterschiedliche Klienten.

    Das Leben hat zudem seine Alltagsseiten – Wäscheberge, Mahlzeiten vorbereiten, das Pflegeprogramm bewältigen und in jeder freien Minute über den Skripten sitzen, die derzeit entstehen. Das Schöne und die Herausforderung an meinem Alltag ist die Vielfalt, so dass bewusst Atemmomente eingeplant sind. Zeiten, in denen ich still einen Blumenstrauß arrangiere oder einen Topflappen häkle. Warum? Weil der Geist Ruhe braucht, ich nicht noch „schnell“ was machen kann und will und der Funktionsmodus einen Ausschaltknopf hat.

    Hast du genug Auszeiten für dich? Falls nein – nimm sie dir, bevor du dir ganz andere Auszeiten nehmen musst.

     

    Kleine Vorfreude, von Ursula im Bild festgehalten. Dankeschön dafür.

  • Ruhepausen

     

    Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.

    Ovid

    Ursula hat das Foto gemacht, Danke!

  • Gemeinsam

     

    Jeden Tag kommt das Thema Einsamkeit in der Praxis auf, betrifft alle Gesellschaftsschichten, jedes Alter. Einsamkeit macht körperlich und seelisch krank, wird als Schmerz im Körper erlebt, weshalb die Menschen Schmerzmittel schlucken, hochgefährlich.

    Gegen Einsamkeit: Mehr Offenheit, auf Menschen zugehen, ansprechen im realen Leben. Die Techwelt ist eher Tummelplatz des Ghostens und Beziehungsabbruchs, wenn es menschlich herausfordernd wird.

    Unsere Bereitschaft, uns auf Begegnungen einzulassen, wird geringer. Wohngemeinschaften möchten viele nicht. Das würde Reibung bedeuten, Kinderlärm, Hundebellen, jemand, der in der Küche sitzt und Tee trinkt, wenn man selbst sich einen Kaffee holen will – zu viel ungewollte Nähe.

    Das Gefühl des Gebrauchtwerdens ist wichtig, uns fehlt es an Sinn, weil Einsamkeit genau in die andere Richtung drängt. Es braucht Bereitschaft, sich zu öffnen. In Austausch gehen meint, mit Reibung, Kritik, „Anderssein“ konfrontiert zu sein. Anders ist erstmal nur anders. Meine Welt wird weiter, wenn ich Anderes, Fremdes zulasse, in den Austausch gehe, gebe, was ich geben und neue Erfahrungen machen kann. Die einstige Großfamilie gibt es (häufig zum Glück) nicht mehr. Es braucht selbstgewählte Gemeinschaften (auch auf Zeit), in denen wir geben und nehmen, Nähe und Distanz trainieren und erfahren, was Menschsein heißt.

    Allen einen schönen Freitag mit vielen herzwärmenden Begegnungen.

    Annemarie hat das Foto gemacht, vielen Dank!

  • Freiheit

     

    Frei, aber einsam.

    Johannes Brahms

    Wobei ich gern einen Unterschied machen würde zwischen (oft unfreiwilliger) Einsamkeit und selbst gewähltem Alleinesein. Danke an Theresa für das Bornholm-Foto.

  • Fokus aufs Positive

     

    Alles im Garten liegt plattgedrückt vom Schnee danieder. Dennoch spürt man, wie sich manches still und unauffällig verändert. Das Licht scheint ein bisschen länger und heller. Der Bruder isst sich durch Kresseberge, so schnell kann man das Grün gar nicht wachsen lassen. Wir wissen, dass in der Natur alles nach Homöostase strebt – einem Ausgleich zwischen Extremen. Wir richten unser Alltagsaugenmerk mehr auf das Negative; doch gibt es jeden Tag eine Fülle guter Nachrichten.

    Wann haben wir aufgehört, dem Leben zu vertrauen und uns innerlich einzumitten? Beispielsweise mit stärkenden Gesprächen und Begegnungen. Mit dem Wechsel zwischen „otium und negotium“, also Verpflichtung und Muße. Mit verlässlichen echten Freundschaften, mit gemeinsamen Spaziergängen, in denen man über Gott und die Welt redet und sich vieles klären lässt. Mit Dankbarkeit im Herzen für das Gute, was im Leben ist und Freude an den vielen Geschenken, die das Leben bereithält.

    Für diesen Jupitertag heute wünsche ich dir jede Menge kleiner Goldfunken der Freude, der Stärkung, des Vertrauens und der Zuversicht. Und ein feines Mittagessen, das dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

  • O edelstes Grün

     

    O edelstes Grün,

    das seine Wurzeln in der Sonne hat

    und das in heiterem hellem Glanz im Kreis leuchtet,

    von keiner irdischen Intelligenz zu begreifen.

    Du bist umfangen von der großen Umarmung,

    der göttlichen Geheimnisse.

    Wie die Morgenröte strahlst du

    und glühst wie das Feuer der Sonne

    Hildegard von Bingen, 1098–1179