Neu sehen dürfen

Unser Leben ist manchmal wie ein Geröllfeld. Jeder Schritt kann Lebensgefahr bedeuten. Jede Kurve birgt ein Risiko. Sinn des Ganzen erschließt sich nicht. Gedanken im Kreisel. Müdigkeit, Abgrund und Chaos.

Das ist nicht selten die Ausgangslage vor einer Familienaufstellung. Entfaltet sich dann das Familiensystem vor unseren Augen, erkennen wir Zusammenhänge, Fragestellungen, getragene und übernommen Lasten, Anteile, die nicht zu uns gehören, auch wenn wir das viele Jahre genau so geglaubt haben. In der Aufstellungsarbeit werden Wege sichtbar, die unter der Oberfläche verborgen waren. Da kommt in Bewegung, was wie ein zu enges Korsett eingeschnürt hat. Da erleben wir Veränderungsimpulse, mit denen wir in Kontakt treten, manches neu sehen und damit für uns handhabbarer machen können. Für mich ist Aufstellungsarbeit in weiten Teilen gelebte Friedensarbeit. Am Wochenende durften wir das in einigen berührenden Aufstellungen wieder tief erfahren. Ich bin so dankbar, dass wir das gemeinsam erleben können.

Allen einen guten Wochenstart in diese Woche.

 

Mit einem Mal blitzt hinter dem steilen Aufstieg und den Felsen das Sonnenlicht hervor und macht jeden Schritt sicherer und leichter. Licht und Wärme, die beiden Helfer im Leben. Stephanie hat das Foto in der Schweiz gemacht, Danke dir!


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