No drama, baby

Mit Blitz und Donner verabschiedet sich hoffentlich die Schwüle und macht (Wunschdenken!) zartem Regen Platz.

Diskussion bei uns um die Wichtigkeit von Dingen, die uns vielfach beschäftigen und in den Medien verteilt werden. Rund zwei Drittel der Menschheit hat weder die Muße noch die Möglichkeit/das Interesse, sich mit dem zu befassen, was uns den ganzen Tag vor kleine Kästen fesselt. Da geht es um andere Themen. Die Bedeutung, die wir Nichtigkeiten geben, ist anderswo null. Es ist nicht weltweit von Interesse, ob ein „Promi“ zum Frühstück Kürbiskerne isst oder sein zweijähriges Kind einen Ohrring bekommt. Die Themen, über die wir hier bei uns sprechen, sind nicht die, über die woanders geredet wird.

Vielleicht hilft uns das ab und an, den Taschenkobold aus der Hand zu legen und uns die Frage zu stellen: Was in meinem Leben ist wichtig und bedeutsam für mich? Sehe ich, was hier bei uns und anderswo ist? Aus welchen Quellen schöpfe ich mein Wissen? Glaube ich, was ich den ganzen Tag angezeigt bekomme oder habe ich ein gesundes Misstrauen?

Wir sind nicht mehr in der Lage zu erkennen, was wirklich ist und was nicht, was wahrhaft gebraucht und was künstlich an Bedürfnissen erzeugt wird. Manchmal hilft es, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Ich weiß, unpopulärer, unangenehmer Gedanke. Möge dein Wochenende ruhig und freundlich sein.

 


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