Märchen sind Seelennahrung

Der Faul- oder Rapunzelturm in Dinkelsbühl. Als ich das Foto sah, dachte ich an die Kraft der Märchen, in denen so viel Weisheit enthalten ist. Für mich sind sie Seelennahrung. Wie tröstlich der Satz am Beginn „In den alten Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat“ und am Ende „… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“

Märchen wurden oft kritisiert als erschreckend für Kinder, als Angst auslösend, Türme als männliches Aggressionssymbol und vieles mehr. All das hat sicherlich seine Berechtigung. Ich glaube dennoch, dass in den Märchen stärkende Bilder enthalten sind, die uns helfen können, mit dem sehr oft wenig märchenhaften Erwachsenendasein besser klar zu kommen. Damit meine ich nicht die Kitschversionen, sondern die alten Märchenausgaben in den abgegriffenen Büchern mit wenigen Illustrationen, um der Phantasie mehr Raum zu geben.

Viele Menschen haben keine Märchen als Kinder vorgelesen bekommen, andere identifizieren sich mit Figuren aus den Märchen und kommen nicht gut aus dem Aschenputtel heraus. Für mich sind Märchenbücher und vor allem auch solche aus anderen Ländern und Kulturen wahre Fundgruben an Weisheiten und Erkenntnissen und eine Quelle der Freude beim Lesen. Klar gibt es auch die Form der Kunstmärchen, sie besitzen andere Qualitäten. Vielleicht hast du auch noch alte Märchenbücher auf dem Speicher?

 

Danke an Stephanie für das Foto.


Zurück zur Blog-Seite