Wann war das?

Bei sich ankommen – das wünschen sich viele. Wann haben wir beschlossen, uns zu verlassen, aushäusig zu sein mit unserem Bewusstsein, immer mit allen Sinnen draußen, um nichts zu verpassen? Irgendwann stellen wir erstaunt fest, dass wir uns selbst verloren haben. Nicht spüren, was der Körper längst gemeldet hat. Nicht wahrnehmen, was unsere innere Stimme leise sagt, Wochen, Monate, gar Jahre. So ist das Leben von außen bestimmt, auf Wirkung gebürstet und fern vom Herzen, also anstrengend und second hand, weil nicht das eigene. In den Ferien wollen wir das immer gern ändern. Mehr Zeit für uns. Weniger Medien. Weniger Gedöns und Trallala für andere. Kaum daheim, zack, Showtimemodus an.

Alle Menschen sind großartig und seltsam. Sie haben unglaubliche Stärken und Schwächen. Sie sind nervig und Wunder. Alle alles. Was wollen wir wirklich? Angenommen, geliebt sein, Freundschaften haben, andere lieben können, Frieden, ein ganz normales alltägliches Leben. Denn genau das benennen Klienten, wenn in der Sanduhr nicht mehr viel ist. Mehr Freude, weniger Jagd auf Dinge, die nicht wirklich Freude bringen. Sinn und Freude schlagen Materielles locker. Why worry?

Einen kraftvollen Dienstag.

Leuchtturm entlang des Jakobswegs. Danke an Theresa für das Foto!


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