
Löwenzahn durchbricht Teer und Beton. Bäume krallen sich an Felsen. Im Garten schafft eine Schlehe 15 Meter Wurzel, um an einer günstigen Stelle neu auszutreiben. Natur gibt nicht auf. Sie lässt sich nicht vorschreiben, wo sie zu wachsen und wo sie wegzubleiben hat, weil das Leben sich seinen Weg bahnt. Mir hilft diese Vorstellung von der Kraft der Natur, wenn ich verzage, Anstrengungen kein Ergebnis zeigen, Dinge schwierig sind. Ich erinnere mich dann: Die Pflanzen geben auch nicht auf. Sie suchen solange, bis sie einen Weg zum Licht finden. Vielleicht müssen sie manche Kurve nehmen, aber sie streben weiter voran. Sie fragen nicht: „Macht das überhaupt Sinn?“ Ihre Aussage scheint eher zu lauten: „Der passende Weg wird sich ergeben, bleiben wir einfach weiter dran.“ Was, wenn du gerade dabei bist aufzugeben, obwohl du kurz vor dem Durchkommen bist? Und wo wäre es klug, ganz die Richtung zu wechseln, weil der Weg, auf dem du unterwegs bist, dir keinen Durchbruch ermöglicht? Suchst du nach deinem Sinn und Sein auch an der richtigen Stelle? Folge der Freude, das erleichtert den Weg.
Ein schönes Wochenende mit diesem beeindruckenden Foto von Stephanie.

