
Am 24. Juni ist Johanni und damit beginnt die hohe Sommerzeit. Die Beeren reifen schon, auch ein paar schwarze waren schon zu ernten. Meine Hände duften gerade nach Muskatellersalbei, von dem ich ein Zweiglein gemopst habe für die Blumenvase in der Praxis. Nicht jeder mag diesen intensiven Duft einer mächtigen Pflanze, die seit Karl dem Großen auch bei uns weitverbreitet ist und von der wir heute überwiegend das ätherische Öl verwenden. Wir haben die Pflanze aus mehreren Gründen im Garten – sie ist eine wunderbar schöne Pflanze mit betörendem Duft und Nahrungsquelle unserer riesigen Holzbienen, von denen wir in diesem Jahr wieder eine ganz schwarze und eine mit weißem Rallyestreifen auf dem Rücken als Gäste im Garten haben.
Überall im Haus stehen jetzt die kleinen Väschen mit frischen Blumen und den letzten Rosen aus der ersten Blütephase. Besonders legt jetzt unsere Kiftsgate los – eine Ramblerrose vom Feinsten mit einem Meer aus weißen Blüten, aus denen im Herbst dann herrliche kleine Hagebutten werden. Sie schafft angeblich 18 Meter und wuchert entlang der Brombeere. Stachler unter sich. Mal gucken, wie es mit der Beerenernte klappt.

