
„Verliere dich, um dich zu finden“ heißt es im Wochenspruch des Seelenkalenders von Rudolf Steiner für diese Woche. Jedes Jahr denke ich dabei an „Sokrates“ im Film „Der Pfad des friedvollen Kriegers“ auf die Frage „Hast du den Verstand verloren?“: „Ich habe dafür mein Leben lang gebraucht.“ Manchmal müssen wir uns verlieren, um uns zu finden und endlich ganz und gar bei uns anzukommen.
Bei den Aufstellungen gestern haben wir berührende und tiefe Momente erlebt. Es ist unglaublich schön, wenn Dinge sichtbar werden und das System seine ihm eigene Weisheit entfaltet, wenn es endlich befragt wird. Alle Systeme haben eine tiefe Wahrheit, Liebekraft und unglaubliche Fähigkeiten, sich, egal was geschieht, zu stabilisieren und zu warten, bis die Bereitschaft kommt, etwas wahrhaft anzuschauen und die Parzivalfrage zu stellen: Was fehlt dir? Werden Systeme erkannt, gesehen, wertgeschätzt und achtsam befragt, ergeben sich oft sehr unerwartete Lösungen für Themen, die wie Knoten um das Herz geschnürt waren. Gestern habe ich mehrmals an den Eisenheinrich gedacht, dessen Herz mit Eisenringen umspannt war, die sich lösen durften.
Einen guten Wochenstart für dich.

