… und ein Hitzetipp

Spannende Gespräche in dieser Woche. Was ist es, was ich in meinem Leben in die Welt tragen will? Was für eine wunderschöne, so schwere Frage. Sie zielt auf das, was wir im innersten Wesenskern SIND und was sich aus diesem Sein heraus ent-falten mag. Nicht jeder erkennt seine Gaben sofort. Es gibt Kinder, die von klein auf wissen, was sie später für Berufe ergreifen, andere suchen lebenslang nach der einen Aufgabe. Was, wenn es nicht immer eine einzige gibt, sondern wir durch Wachsen, Reifen, Ent-Wicklung immer wieder neue Türen öffnen, andere Räume betreten und zu anderen Menschen werden?

Berührend war für mich die Erkenntnis eines Klienten, der früh und ungefragt durch Trennung der Eltern über Nacht in eine fremde Stadt weit weg von allen Freunden und dem Alltagsleben kam, dass es nicht der berufliche Erfolg ist, der ihn glücklich macht, sondern sein tiefster Herzenswunsch ganz einfach ist: „Ich möchte nach der Arbeit heimkommen und dort sind die Menschen, die ich liebe, mit denen ich Essen kochen, sprechen, spielen, lachen kann. Ich möchte nichts mehr als ein lebendiges Zuhause.“ Oft ist das so – die kleinen Dinge machen uns froh. Die Nähe zu vertrauten geliebten Menschen. Die gemeinsame Mahl-Zeit. Lachen, singen, spielen. DAS ist Wurzel, Kraftquelle, Halt.

 

Wenn wir in diesen Tagen warm ist und du schlecht schlafen kannst: Nimm eine Gießkanne mit kühlem Wasser, wenn du warme Füße hast. Beginne rechts (herzfern) und gieße sacht ohne Brausekopf dein Bein nach oben ab, dann hinten und am Ende die Fußsohle, dann das linke Bein. Nur abstreifen und ab ins Bett. Der Knieguss nach Kneipp (hier seine Gießkanne aus dem Museum, konkretere Anleitungen zu den Güssen findest du im Netz) ist eine großartige Einschlafhilfe. Für mittags: Arme ins kalte Wasser bis zum Kältereiz, die feuchten Hände kurz in den Nacken legen – Kneippespresso ist wirksamer als ein Koffeinschub.


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